Bourheim
Bourheim Stadt Jülich | |
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Koordinaten: 50° 54′ 0″ N, 6° 20′ 0″ O | |
Höhe: | 110 m ü. NHN |
Fläche: | 5,61 km² |
Einwohner: | 921 (31. Dez. 2022)[1] |
Bevölkerungsdichte: | 164 Einwohner/km² |
Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
Postleitzahl: | 52428 |
Vorwahl: | 02461 |
(c) Foto: Käthe und Bernd Limburg, www.limburg-bernd.de / Lizenz: Creative Commons BY-SA-3.0 de Wasserburg Linzenich bei Bourheim |
Bourheim (gesprochen: Buurheim) ist ein Stadtteil von Jülich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.
Lage
Im Westen liegt Aldenhoven, im Norden Koslar, im Osten Jülich und im Süden Kirchberg. Im Norden verläuft die Bundesautobahn 44. In Bourheim befindet sich der höchste Punkt der Stadt Jülich (außer der Sophienhöhe) mit 110 m über NN. Direkt am westlichen Ortsrand liegt der Tagebau Inden.
Geschichte

Das Bourheim bereits zur Zeit der Kelten besiedelt war, belegt der Fund eines befestigten Herrenhofs[2] aus der jüngeren Latènezeit bei Bourheim. Zudem liegt Bourheim unweit der Stadt Jülich, die zu römischer Zeit Iuliacum hieß. Dies zeugt von einer Besiedelung seit mehr als 2000 Jahren. Ortsgründungen mit der Namensendung -heim sind jedoch typisch für Siedlungsgründungen im Zuge der fränkischen Landnahme im späten 5. bis 7. Jahrhundert. Daher dürfte der heutige Name des Ortes hier seinen Ursprung haben.
Am 1. Januar 1972 wurde Bourheim in die Stadt Jülich eingegliedert.[3] Eine kleine unbewohnte Fläche kam nach Aldenhoven.
Wappen
Das Bourheimer Wappen ist zweigeteilt. Im oberen Drittel zeigt es ein schwarzes Kreuz auf goldenem Grund und im unteren Teil einen goldenen Lindenbaum auf schwarzem Grund. Genehmigt wurde dieses Wappen durch den Regierungspräsidenten zu Aachen im September 1962. Gleichzeitig wurde der damals noch eigenständigen Gemeinde Bourheim das Recht zur Führung von Wappen, Siegel und Banner verliehen.
Sehenswürdigkeiten
Adelssitze
In Bourheim gibt es zwei alte Adelssitze: Schloss Linzenich, das teilweise eine Ruine ist, dessen Vorburg aber noch bewohnt wird, sowie Burg Bourheim, eine ehemalige Wasserburg.
Kirche
In Bourheim befindet sich die katholische Kirche Hl. Maurische Märtyrer, die zur Pfarrei Heilig Geist, Jülich gehört. Der Kirchturm stammt noch aus romanischer Zeit, der Rest des Gotteshauses wurde 1776 errichtet.
Weitere Baudenkmäler
Verkehr
Entlang des Ortes verläuft die Bundesstraße 56.
Den ÖPNV stellt die ASEAG mit der Linie 6 und ein Anruf-Sammel-Taxi des Rurtalbus sicher.
Linie | Betreiber | Verlauf |
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6 | ASEAG | (Talbahnhof/Raiffeisenplatz – Krankenhaus –) Eschweiler Bushof – Dürwiß – Neu-Lohn – Fronhoven – (Weiler-Hausen – Niedermerz –) Aldenhoven – Bourheim – Jülich Walramplatz – Neues Rathaus – Jülich Bf/ZOB |
AST | Rurtalbus | AnrufSammelTaxi: Mo–Fr abends, Sa nachmittags/abends, So Jülich Bf/ZOB – Jülich Innenstadt – Kirchberg – Bourheim – Engelsdorf – Aldenhoven – Niedermerz – Schleiden – Siersdorf – Dürboslar – Freialdenhoven |
Bis zum 30. Mai 1980 hatte Bourheim einen gleichnamigen Haltepunkt an der Bahnstrecke Aachen Nord–Jülich.
Sonstiges
- Für die kleinen Mitbürger gibt es die Kindertagesstätte Grünschnäbel.
- Im Mai wird in Bourheim mit dem ältesten Maiclub Maiclub 1744 Bourheim e. V. gefeiert.
- Für Fußballfans gibt es in Bourheim den F.C. Alemannia 1913 Bourheim e. V.
- Karneval wird mit der KG Fidelitas Bourheim 1951 e. V. gefeiert.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Anzahl der Einwohner der Stadt Jülich unterteilt nach Ortsteilen zum Stichtag 31.12.2022. In: https://www.juelich.de/. Stadt Jülich, abgerufen am 10. Januar 2023.
- ↑ Herbert Jankuhn, Heiko Steuer, Heinrich Beck: Haus und Hof in Ur- und Frühgeschichtlicher Zeit: Bericht über Zwei Kolloquien der Kommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas, Vandenhoeck & Ruprecht, 1997, S. 543
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.
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Autor/Urheber: Günter Tscharn, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Am Freitag, den 30. Mai 1980 verkehrte zum letzten Mal ein Personenzug auf der Strecke Aachen Nord - Jülich. Drei Tage zuvor wurde dieser Zug im Haltepunkt Bourheim fotografiert. (Der Haltepunkt war erst 1954 eingerichtet worden.) Es handelt sich um den Akkutriebwagen 515 621-1 als Zug Nt 8257, einer von fünf Zügen pro Werktag und Richtung, die im letzten Betriebsjahr zwischen Aachen Nord und Jülich verkehrten. (Ein weiteres Zugpaar verkehrte auf dem Abschnitt Aachen Nord - Mariagrube.) Der Fahrplan dieses Zuges: Aachen Nord ab 14.41 - Würselen an 14.50 / ab 14.51 - Mariagrube an 15.01 / ab 15.02 - Aldenhoven ab 15.15 - Bourheim ab 15.20 - Jülich an 15.29 Uhr.
(c) Foto: Käthe und Bernd Limburg, www.limburg-bernd.de / Lizenz: Creative Commons BY-SA-3.0 de
Wasserburg Linzenich, Bauzeit: um 1500, Adresse: Wasserburg Linzenich in Jülich (OT Bourheim), Eintrag in die Denkmalliste:
Wappen von Bourheim, Stadtteil von Jülich
Historischen Kartenaufnahme der Rheinlande durch Tranchot und v. Müffling 1803-1820
Blatt 78 - Jülich
vorkommende Orte:
- Altdorf
- Alteburg
- Bonsdorf
- Bourheim
- Daubenrath
- Eilen
- Frenz
- Geusen Patteren
- Hambach
- Inden
- Juliers (Jülich)
- Kirchberg
- Kirchholtzer Hof
- Koßelar
- Lamersdorf
- Lindenberg
- Lorsbeck
- Lucherberg
- Merken
- Merödgen
- Mühlenarck
- Nieder Krauthausen
- Ober Krauthausen
- Pier
- Pommick
- Schophoven
- Seelshausen
- Selgesdorf
- Stetternich
- Verken
- Viehhof
- Vilvenich
- Wolfshoven
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Die Kirche Hl. Maurische Märtyrer in Jülich-Bourheim am frühen Abend