Bohusbanan

Strömstad–Göteborg C
Endstation Strömstad
Endstation Strömstad
(c) OpenTopoMap, Peter Christener, CC BY-SA 3.0
Strecke der Bohusbanan
Bohusbana
Kursbuchstrecke:130
Streckenlänge:180 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV, 1623 Hz ~
Streckengeschwindigkeit:Bandel 621: Strömstad–(Uddevalla central): 110 km/h
Bandel 624: (Uddevalla central)–(Stenungsund): 140 km/h
Bandel 625: Stenungsund–(Göteborg Kville):[1] 140 km/h
Fähre nach Sandefjord
Haltepunkt / Haltestelle Streckenanfang
180,486Strömstad (früher Bhf.)m ö.h.
ehemaliger Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
178,475Strömstad gbg
Strecke von linksAbzweig ehemals geradeaus und nach rechts
(ab 2012)
TunnelStrecke (außer Betrieb)
Skeetunneln (550 m)
StreckeBrücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Vättlandsån (18 m)
Strecke (außer Betrieb)
Europaväg 6 und Vättlandsån (210 m)
Strecke nach linksAbzweig ehemals geradeaus und von rechts
(ab 2012)
Bahnhof
173,603Skee m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
169,439Varp 13 m ö.h.
Haltepunkt / Haltestelle
163,344Överby m ö.h.
Blockstelle
158,236Kragenäs (früher Pers.-Halt)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
153,594Mjölkeröd
Bahnhof
148,146Tanum m ö.h.
ehemaliger Bahnhof
143,643Orrekläpp 11 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
139,020Trättelanda
Haltepunkt / Haltestelle
131,135Rabbalshede Scheitelpunkt94 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
128,500Alnässjön
Haltepunkt / Haltestelle
125,861Hällevadsholm (früher Bhf.)
Haltepunkt / Haltestelle
119,226Dingle (früher Bhf.)42 m.ö.h.
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Lysekilsbanan von Lysekil
ehemaliger Bahnhof
113,267Smedberg 38 m ö.h.
StreckeStrecke
Munkedals Järnväg von Munkedals övre
Abzweig geradeaus und von linksAbzweig ehemals geradeaus und nach rechts
BahnhofStrecke (außer Betrieb)
109,465Munkedal 23 m ö.h.
StreckeKopfbahnhof Strecke bis hier außer Betrieb
3,1Munkedals nedre (Schmalspur)
StreckeHaltepunkt / Haltestelle
Åtorp
Strecke von linksKreuzung geradeaus untenStrecke nach rechts
StreckeStrecke
Munkedals Järnväg nach Munkedals hamn
Brücke über Wasserlauf
Örekilsälven
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
105,710Saltkällan 27 m ö.h.
ehemaliger Bahnhof
100,875Hogstorp
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
96,360Torsberg
Tunnel
Norra Kärratunneln (89 m)
Tunnel
Södra Kärratunneln (199 m)
Tunnel
Sörvikstunneln (266 m)
Grenze
Ende der hindernisfreien Gleisanlagen
Abzweig geradeaus und von rechts
Hafenanschlüsse
Kreuzung geradeaus unten (Querstrecke außer Betrieb)
Bahnstrecke Uddevalla hamn–Färgelanda
Bahnhof
88,485Uddevalla C m ö.h.
Abzweig geradeaus und nach links
Älvsborgsbanan nach Öxnered/Herrljunga
Tunnel
Södra Kålgårdsbergstunneln (167 m)
Haltepunkt / Haltestelle
87,087Uddevalla Östra (bis 1961 Östertull)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
86,800Östertull (Schienenbushalt – hpr)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
Bäveån
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
Tändsticksfabrik
Tunnel
Norra Vadbacketunneln (33 m)
Tunnel
Södra Vadbacketunneln (41 m)
Tunnel
Skeppsvikstunneln (448 m)
Tunnel
Hässlerödstunneln (34 m)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
83,916Höjentorp 24 m ö.h.
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
78,890Grohed (Pers.-Halt bis 1968, DST seit 11.2020)[2][3]
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
74,519Resteröd 18 m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
73,600Vägeryr (Schienenbushalt – hpr)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
72,000Höggeröd (Schienenbushalt – hpr)
Tunnel
Ljungskiletunneln (107 m)
Bahnhof
69,025Ljungskile m ö.h.
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
66,118Skafteröd
Bahnhof
59,534Svenshögen
Tunnel
Buatunneln (238 m)
Tunnel
Lahagentunneln (78 m)
Tunnel
Amdalentunneln (220 m)
Tunnel
Skårtunneln (242 m)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
55,100Hällungen
ehemaliger Bahnhof
51,400Ödsmål (bis 1984)
Bahnhof
47,695Stenungsund m ö.h.
Bahnhof
41,024Stora Höga (Vallen; bis 1984 – ab 2000)10 m ö.h.
ehemaliger Bahnhof
37,186Jörlanda (bis 1984)19 m ö.h.
Bahnhof
32,353Kode (bis 1984, ab 1996)
ehemaliger Bahnhof
26,673Skårby (bis 1975)11 m ö.h.
Bahnhof
21,525Ytterby 16 m ö.h.
Brücke über Wasserlauf
Nordre älv
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
14,811Säve (früher Pers.-Halt)
ehemaliger Bahnhof
10,244Tuve (bis 1959)
ehemalige Blockstelle
8,910Hökälla
ehemaliger Bahnhof
7,716Lillhagen
ehemaliger Bahnhof
5Brunnsbo
Abzweig geradeaus und von rechts
Hafenbahn Göteborg
Blockstelle
4,207Göteborg Kville, früher Tingstad (bis 1979)
Strecke
(23. Aug. 1907–28. Mai 1978 Pers.-Halt)[4]
Abzweig geradeaus und nach linksStrecke von rechts
Brücke über Wasserlauf
Marieholmsbro, Götaälv (907 m), Drehbrücke 2016
Abzweig geradeaus und von linksStrecke nach rechts
Abzweig geradeaus, nach links und von links
Bergslagsbanan von / nach Falun
Abzweig geradeaus, nach links und von links
Västra stambanan von / nach Hallsberg
ehemaliger Bahnhof
2,800Gamlestaden
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
2Olskroken
Strecke von linksAbzweig geradeaus und nach rechts
StreckeAbzweig geradeaus, nach links und von links
von/nach Malmö
Kopfbahnhof StreckenendeAbzweig ehemals geradeaus und nach linksStrecke von rechts
Göteborg N
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)Strecke
Göteborg Bs
Strecke (außer Betrieb)Kopfbahnhof Strecke ab hier außer Betrieb
0Göteborg C m ö.h.
Abzweig geradeaus und von links (Strecke außer Betrieb)Strecke nach rechts (außer Betrieb)
Strecke (außer Betrieb)
Südstrecke der Hafenbahn

Quellen: [5]

Bohusbanan (deutsch die Bohusbahn) ist eine 180 km lange, überwiegend eingleisige Eisenbahnstrecke in Bohuslän, Südschweden, die von Göteborg nach Strömstad führt.

Geschichte

Die am 16. Dezember 1903 eröffnete Bohusbana[6] sollte eine wichtige Bahnstrecke werden, die sie aber nie wurde. Im 19. Jahrhundert existierte bereits eine private Bahnverbindung von Göteborg über Mellerud nach Oslo, die Norgebana. Aus diesem Grund wollte der schwedische Staat eine neue, direkte Hauptbahnstrecke von Göteborg über Uddevalla bis zur Østfoldbane bauen, die weiter nach Oslo führt, und damit auch die Västkustbana fortsetzen. Über den Iddefjord nach Norwegen sollte eine Brücke gebaut werden. Nach der Auflösung der Union zwischen Schweden und Norwegen 1905 wurden diese Pläne gestoppt und Strömstad wurde Endstation. Obwohl die Idee einer Eisenbahnbrücke über den Iddefjord weiter bestand, wurden stattdessen bisher nur zwei Straßenbrücken gebaut.

Das Teilstück zwischen Strömstad und Skee wurde von der privaten Strömstad-Skee järnvägsaktiebolag erbaut und zusammen mit der Strecke von Skee nach Göteborg am 16. Dezember 1903 eröffnet.

1939 wurde die Strecke bis Uddevalla und 1950 bis Strömstad elektrifiziert.

2007–2010 wurde die Strecke zwischen Göteborg und Uddevalla ausgebaut. Aufgrund des Autobahnbaus der E6 zwischen 2005 und 2015 wollte die Straßenverwaltung die Strecke oberhalb von Munkedal stilllegen, um teure Brückenbauwerke zu vermeiden. Es wurde jedoch beschlossen, die Bahnstrecke zu erhalten.

Eine Verlängerung der Bahnstrecke bis nach Norwegen wurde immer wieder diskutiert, jedoch aufgrund der Linienführung würde diese rund eine halbe Stunde langsamer sein, als die vorhandene über Mellerud. Im März 2021 wurde bekannt, dass stattdessen ein kompletter Neubau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Trollhättan nach Norwegen geplant ist.[7]

Betrieb

Im Jahr 2022 werden sowohl durchgehende Personenzüge von Göteborg C über den ganzen Verlauf der Bohusbanan wie auch über den Laufweg über Trollhättan, über Vänerbanan und Älvsborgsbanan, nach Strömstad geführt, wobei letztgenannte Verbindung trotz des Umwegs um rund 15 Minuten schneller ist.

Der Personenverkehr wird von SJ in Zusammenarbeit mit Västtrafik betrieben, hauptsächlich mit Triebzügen vom Typ Bombardier Regina. Einige Züge bestehen aus älteren Wagen des Typs SJ X11 / X14. Ein Großteil der Züge befährt nur den Abschnitt Göteborg–Uddevalla, manche nur nach Stenungsund.

Seit 2006 betreiben SJ im Sommer eine Schnellverbindung mit X2 Stockholm–Strömstad über Herrljunga–Öxnered–Uddevalla. Der Zug wird auch für lokale Reisende auf der Bohus-Linie bereitgestellt.

Güterabfertigungen bestehen in Stenungsund, Uddevalla und Munkedal. Der Verkehr wird hauptsächlich von Green Cargo mit GC Rd2ER / GC Rc4 oder GC T44-Lokomotiven betrieben. Nördlich von Munkedal findet normalerweise kein Güterverkehr statt.

Auf der in Munkedal abzweigenden Lysekilsbana nach Lysekil findet seit Herbst 2015 kein Personenverkehr und seit Herbst 2016 kein Güterverkehr mehr statt. Die Strecke erhielt auf Grundlage der Järnvägsmarknadsförordning (2022:416)[8] den Status upphört underhåll (Unterhalt eingestellt).[9]

Ausbaupläne

Die geplante Stadtentwicklung der Stadt Göteborg umfasst unter anderem die Wiedereröffnung des Bahnhofes Brunnsbo mit zwei Bahnsteigen. Dabei soll zudem der Abschnitt bis Brunnsbo zweigleisig ausgebaut werden, wobei einige eingleisige Eisenbahnbrücken im Stadtgebiet erneuert werden müssen. Dafür soll noch 2022 die Bauleitplanung erstellt werden, der Baubeginn soll 2024 und die Fertigstellung 2029/2030 erfolgen.[10]

2023 wird mit dem Abbruch der bestehenden Portale der Tunnel Skår, Amdalen, Lahagen, Bua, Ljungskile, Hässleröd, Skeppsvik, Vadbacken Södra, Vadbacken norra und Kålgård begonnen, die durch neue Tunnelportale ersetzt werden. Dadurch soll die Lebensdauer der Tunnel verlängert und die Sicherheit des Güter- und Personenverkehrs erhöht werden. Die Arbeiten beginnen im Mai 2023 und sollen im Winter 2024 abgeschlossen sein.[11]

Commons: Bohusbanan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Järnvägsnätsbeskrivning 2025. (PDF) UTGÅVA 2024-12-04; För leverans under tidsperioden 2024-12-15 till 2025-12-13. trafikverket.se, 14. Januar 2025, S. 132, abgerufen am 13. Februar 2025 (schwedisch).
  2. Södra Bohusbanan, Grohed Mötesstation, JVA1806. (PDF) In: trafikverket.se. Abgerufen am 5. Mai 2022 (schwedisch).
  3. Tågstopp när nya mötesspåret i Grohed kopplas in. In: uddevallanyheter.se. 30. November 2020, abgerufen am 5. Mai 2022 (schwedisch).
  4. Göteborg Tingstad. Lageplan. 1930, abgerufen am 30. September 2021 (schwedisch).
  5. Trafikera järnväg (Trafikledningsområdeskartor och Underlag till linjebok). Trafikverket, 5. Januar 2013, abgerufen am 5. Mai 2022.
  6. Im Schwedischen ist die Endung „-n“ bei Substantiven ein bestimmter Artikel. Daher ist die korrekte Bezeichnung in deutschen Texten entweder „Bohusbanan“ oder „die Bohusbana“.
  7. Nina Sjöman: Hemliga planen: Tåg i 400 km/h – mellan Göteborg och Oslo. In: sverigesradio.se. 12. März 2021, abgerufen am 5. Mai 2022 (schwedisch).
  8. Järnvägsmarknadsförordning (2022:416). In: riksdagen.se. 12. Mai 2022, abgerufen am 12. April 2023 (schwedisch).
  9. Järnvägsnätsbeskrivning 2023. (PDF) UTGÅVA 2023-03-24; För leverans under tidsperioden 2022-12-11 till 2023-12-09. trafikverket.se, 24. März 2023, S. 129, abgerufen am 18. Juni 2023 (schwedisch).
  10. Bohusbanan – vi bygger dubbelspår och pendeltågsstation vid Brunnsbo. In: trafikverket.se. Abgerufen am 6. Mai 2022 (schwedisch).
  11. Bohusbanan, tunnelreparationer. In: trafikverket.se. Abgerufen am 6. Mai 2022 (schwedisch).

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(c) OpenTopoMap, Peter Christener, CC BY-SA 3.0
Karte der Bohusbanan in Schweden
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Strömstad train station, Sweden.