Bezirk Cottbus

Basisdaten
BezirkshauptstadtCottbus
Fläche8.262 km2[1]
Einwohner884.700 (1989)[1]
Bevölkerungsdichte107 Ew./km2
Bezirksnummer06
Kfz-KennzeichenZ
Gliederung 1990
Stadtkreise1
Kreise14
Karte
Bezirk CottbusBezirk DresdenBezirk ErfurtBezirk Frankfurt (Oder)Bezirk GeraBezirk HalleBezirk Karl-Marx-StadtBezirk LeipzigBezirk MagdeburgBezirk NeubrandenburgBerlinBezirk PotsdamBezirk RostockBezirk SuhlBezirk SchwerinVolksrepublik PolenTschechoslowakeiBerlin (West)Deutschland#Bundesrepublik Deutschland und DDR (1949–1990)DänemarkLage des Bezirks Cottbus in der DDR
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Der Bezirk Cottbus wurde 1952 nach Auflösung der Länder in der DDR als einer von insgesamt 14 Bezirken eingerichtet. Der Süden des Landes Brandenburg, ein Teil des Landes Sachsen-Anhalt mit den Kreisen Jessen, Herzberg und Bad Liebenwerda sowie die sächsischen Kreise Hoyerswerda und Weißwasser wurden in den Bezirk Cottbus eingegliedert. Er entsprach etwa der Region Niederlausitz.

Verwaltungsgliederung

Der Bezirk umfasste den Stadtkreis Cottbus (ab dem 1. März 1954) sowie die nachfolgenden Landkreise. Für die Kreise, die zum Siedlungsgebiet der Sorben gehörten, ist jeweils auch die sorbische Bezeichnung angegeben.

  1. Kreis Bad Liebenwerda
  2. Kreis Calau (sorb. Wokrejs Kalawa)
  3. Kreis Cottbus-Land (sorb. Wokrejs Chóśebuz)
  4. Kreis Finsterwalde
  5. Kreis Forst (sorb. Wokrejs Baršć)
  6. Kreis Guben (sorb. Wokrejs Gubin)
  7. Kreis Herzberg
  8. Kreis Hoyerswerda (sorb. Wokrjes Wojerecy)
  9. Kreis Jessen
  10. Kreis Luckau
  11. Kreis Lübben (sorb. Wokrejs Lubin)
  12. Kreis Senftenberg (sorb. Wokrejs Zły Komorow)
  13. Kreis Spremberg (sorb. Wokrejs Grodk)
  14. Kreis Weißwasser (sorb. Wokrjes Běła Woda)

1990 wurden die Länder auf dem Gebiet der DDR wieder eingeführt und die Bezirke aufgelöst. Der größte Teil des Bezirkes Cottbus ging im Land Brandenburg auf. Die Landkreise Hoyerswerda und Weißwasser kamen durch einen Volksentscheid zum Freistaat Sachsen, der Kreis Jessen zum Land Sachsen-Anhalt.

Regierungs- und Parteichefs

Vorsitzende des Rates des Bezirkes

  • 1952–1959: Werner Manneberg (1923–2000)
  • 1959–1962: Heinz Krüger (1919–2015)
  • 1962–1962: Rudolf Müller (kommissarisch) (* 1911)
  • 1962–1971: Hans Schmidt (1915–1995)
  • 1971–1989: Irma Uschkamp (1929–2014)
  • 1989–1990: Peter Siegesmund (* 1940)
  • 1990–1990: Karl-Heinz Kretschmer (Regierungsbevollmächtigter, * 1948)

Erste Sekretäre der SED-Bezirksleitung

  • 1952–1953: Franz Bruk (1923–1996)
  • 1953–1969: Albert Stief (1920–1998)
  • 1969–1989: Werner Walde (1926–2010)
  • 1989–1990: Wolfgang Thiel (* 1948)

Bevölkerung

  • 1950: 803.798
  • 1960: 807.840
  • 1971: 861.061

Stadtkreis Cottbus (seit 1954)

  • 1950: 60.874
  • 1962: 67.733
  • 1971: 82.897

Fläche des Bezirks: 8.262 km², Fläche des Stadtkreises Cottbus: 51 km²

Wappen

Durch die Siegelordnung der DDR vom 28. Mai 1953 verloren alle regionalen Wappen ihre Bedeutung als Marke, bzw. Siegel. Jedoch wurden die Wappen der Städte und Kreise weiterhin an Gebäuden, oder in Publikationen verwendet, ohne eine amtliche Funktion zu erfüllen. Das in einigen Büchern verwendete Wappen des Bezirkes Cottbus zeigt in Wirklichkeit das Wappen der Stadt Cottbus. Amtlich war das Siegelwappen der DDR. Erst durch die Kommunalverfassung der DDR vom 17. Mai 1990 konnten Gemeinden und Kreise erstmals wieder ausdrücklich Wappen führen und als Siegel verwenden.

Siehe auch

Literatur

  • Klaus Neitmann: Bezirkstag und Rat des Bezirks Cottbus (1952–1990/91). Findbuch, 2007, ISBN 978-3-631-56226-0.

Einzelnachweise

  1. a b 40 Jahre DDR. Staatliche Zentralverwaltung für Statistik, Mai 1989

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Lage des Bezirks XY (siehe Dateiname) in der Deutschen Demokratischen Republik Stand 6. Mai 1990 (unmittelbar nach Wiedereinkreisung von Halle-Neustadt nach Halle).