Best Thing I Never Had

Best Thing I Never Had
Beyoncé
Veröffentlichung1. Juni 2011(USA)
9. Juni 2011(Europa)
Länge4:13
Genre(s)R&B, Pop
Autor(en)Beyoncé Knowles, Patrick Smith, Kenneth "Babyface" Edmonds, Symbolyc One, Caleb McCambpell, Antonio Dixon, Shea Taylor
LabelColumbia Records
Album4

Best Thing I Never Had (Engl. für Das Beste, das ich nie hatte) ist ein Song der US-amerikanischen R&B-Sängerin Beyoncé Knowles. Das Stück wurde in den USA am 1. und in Europa am 9. Juni 2011 als zweite Single des Albums 4 ausgekoppelt. Auf Grund der bescheidenen Charterfolge von Run the World (Girls) in den Vereinigten Staaten und Europa wurde dieser in Deutschland und Österreich nicht veröffentlicht. Somit war Best Thing I Never Had in diesen beiden Ländern die erste Single-Veröffentlichung von Knowles Album 4. Der Song erreichte Platz 16 der Billboard Hot 100 und Platz 3 der britischen Singlecharts.[1]

Hintergrund

Knowles und Patrick J. Que Smith schrieben Best Thing I Never Had in Zusammenarbeit mit den Produzenten Babyface, Smbolyc One, Antonio Dixon, Shea Taylor und Caleb McCampbell. Laut Smith ist Best Thing I Never Had eine Ballade, die ursprünglich nicht in dieser Form geschrieben worden war. Frühere Demoaufnahmen klangen wie Hip-Hop aus den späten 1980ern. Die Hauptinspiration für den Song war das Trommeln in Doug E. Freshs The Show.[2] Nach Hören von Demoaufnahmen veränderte Babyface den Song, in dem er einige Melodien hinzufügte und den Text etwas veränderte.[3] Knowles Gesang wurde in den KMA Studios in New York City aufgenommen. Als Knowles den Song hörte, war sie nach kleineren Modifizierungen begeistert und nahm den Song mit zwei weiteren Liedern auf.[3]

Musikalisches und Inhalt

Best Thing I Never Had ist eine Midtempo Pop- und R&B-Ballade mit Gospelelementen. Der Song ist im 4/4-Takt und in G-Dur geschrieben und besitzt 100 Schläge pro Minute. Das Intro hat die Akkordfolge G–C–Em–D, während die Strophen der Akkordfolge Em–G4–G–Em–D6–G4–G folgen.[4] Die Instrumentation beinhaltet ein Klavier, große Trommeln sowie Streichinstrumente.

Der Text des Liedes handelt vom Zusammenbruch der Beziehung zwischen der Protagonistin und ihrem Geliebten, der sie betrogen hat. Der Song handelt auch von Rache, bereits in der ersten Zeile singt Knowles „What goes around comes back around“ (etwa „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“).[5] Weiterhin singt sie über ihren Ex-Freund, der die Möglichkeit, eine glückliche Beziehung zu haben, nicht erkannte, bis die Beziehung zerbrach, und dass sie glücklich sei, keinen Liebeskummer zu haben.[6] Der Song endet mit der Zeile „I bet it sucks to be you right now“ (etwa „Ich wette, es ist jetzt gerade ziemlich blöd, du zu sein.“).

Kritik

Best Thing I Never Had wurde von Kritikern, die Knowles Gesang, die Ehrlichkeit des Textes sowie die Radiotauglichkeit lobten, überwiegend positiv aufgenommen. Gerrick D. Kennedy von der Los Angeles Times bemerkte Ähnlichkeiten zwischen Best thing I Never Had und Knowles früheren Singles Irreplaceable und If I Were a Boy und schloss daraus, das Knowles weiß, wie man stilvoll mit einem Mann Schluss macht (engl. „[she] certainly knows how to dump a man in style“).[7] Matthew Perpetua von dem Magazin Rolling Stone schrieb, dass Best Thing I Never Had Irreplaceable Part. 2 sein könnte und dass Knowles Stimme Tiefe in den Song bringt.[8] Rich Juzwiak von The Village Voice merkte an, dass der Song kein Meilenstein wie Irreplaceable sei, jedoch auch nicht so düster. Weiterhin lobte er den Optimismus im Songtext.[9] Die Redaktion von Entertainment Weekly lobte den Titel der „Beyoncé helfen wird, den Misserfolg der ersten Single zu vergessen und das Album zu ihrem nächsten Platin-Album zu machen“.[10] Jessica Sinclair von Long Island Press stellte fest, dass sich Best Thing I Never Had von Knowles vorheriger Single Run the World (Girls) unterscheidet und dass der Song eine Seite von Knowles zeige, die der Zuhörer nur selten zu sehen bekomme.[11]

Best Thing I Never Had erhielt auch negative Kritiken. David Amidon von PopMastert schrieb, dass Zeilen wie „showed your ass“ und „it must suck to be you“ Beispiele für den schwachen Text des Songs seien. Er folgerte, dass sich die Hörer fragten, wie so ein schwacher Text mit solcher Ernsthaftigkeit gesungen werden könne.[12] Alex Petridis von The Guardian schrieb, dass das Interessanteste an Best Thing I Never Had das seltsame Bild sei, das durch den Refraintext hervorgerufen würde, und dass alles in Ordnung schien, bis der ehemalige Geliebte „seinen Arsch“ zeige (im Original: „the protagonist’s former amorata 'showed your ass'“).[13] Ebenfalls eine negative Kritik kam von Al Shipley von The Village Voice, welcher schrieb, dass Best Thing I Never Had und Party zu den schlechtesten und unrepräsentativen Liedern des Albums gehören.[14]

Kommerzieller Erfolg

Best Thing I Never Had stieg am 18. Juni 2011 auf Platz 84 der US-Charts Billboard Hot 100 ein.[15] Am 13. August 2011 konnte der Song mit Platz 16 die höchste Position in diesen Charts erreichen.[16] Für über 1.000.000 verkaufter CDs wurde Knowles von der Recording Industry Association of America mit Platin ausgezeichnet.[17] Vor der offiziellen Veröffentlichung von Best Thing I Never Had im Vereinigten Königreich konnte der Song bereits auf Platz 3 der britischen Singlecharts einsteigen.[18] Alan Jones von Musik Week schrieb den hohen Verkaufszahlen Knowles Auftritt auf dem Glastonbury Festival 2011 zu.[19] Es wurde Knowles 16. Top-10 Hit als Solokünstlerin und ihre höchste Chartplatzierung seit If I Were a Boy in den britischen Singlecharts. In den deutschen Singlecharts stieg der Song am 12. August 2011 ein und konnte bis auf Platz 29 vordringen.[20] Auch in Österreich und in der Schweiz blieb dem Song eine Top-20-Platzierung verwehrt.[1]

Best Thing I Never Had war in der Kategorie 'Record of the Year' bei den Soul Train Music Awards 2011[21] und in der Kategorie 'Outstanding Song' der NAACP Image Awards 2011[22] nominiert, konnte jedoch in beiden Kategorien nicht gewinnen. Bei den ASCAP Rhythm & Soul Awards 2012 konnte Best Thing I Never Had ein Preis in der Kategorie 'R&B/Hip-Hop Song' gewinnen.[23]

Chartplatzierungen

ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[20]29 (14 Wo.)14
 Österreich (Ö3)[1]39 (12 Wo.)12
 Schweiz (IFPI)[1]35 (18 Wo.)18
 Vereinigtes Königreich (OCC)[18]3 (27 Wo.)27
 Vereinigte Staaten (Billboard)[16]16 (20 Wo.)20

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA) 4× Platin280.000
 Brasilien (PMB) Diamant250.000
 Deutschland (BVMI) Gold150.000
 Kanada (MC) Platin80.000
 Neuseeland (RMNZ) Gold7.500
 Schweden (IFPI) Platin40.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) 3× Platin3.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI) 2× Platin1.200.000
Insgesamt 6× Gold
11× Platin
1× Diamant
5.007.500

Hauptartikel: Beyoncé/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Einzelnachweise

  1. a b c d Beyoncé: Best Thing I Never Had. chartsurfer.de
  2. Brad Wete: Beyonce performs 'Best Thing I Never Had' on Late Night with Jimmy Fallon, song writer releases original version. In: Entertainment Weekly. 29. Juli 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  3. a b "Best Thing I Never Had" Songwriter Inspired by Beyonce. BET News, 3. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  4. Beyoncé "Halo" Sheet Music. Musicnotes.com Hal Leonard Corporation, abgerufen am 14. Juni 2013 (englisch).
  5. Beyoncé’s 'Best Thing I Never Had' Single Premieres: Listen. Billboard, 1. Juni 2011, abgerufen am 16. April 2019 (englisch).
  6. Nadine Cheung: Beyonce, 'Best Thing I Never Had' – New Song. AOL Inc, 1. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  7. Gerrick Kennedy: Beyoncé debuts new single, 'Best Thing I Never Had'. In: Los Angeles Times. Tribune Company, 1. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  8. Matthew Perpetua: Beyoncé’s '4': A Track-by-Track Breakdown. In: Rolling Stone. Wenner Media, 8. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  9. Rich Juzwiak: Beyonce’s Odes to Joy. In: The Village Voice. Village Voice Media, 28. Juni 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Februar 2013; abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.villagevoice.com
  10. Kyle Anderson: Beyonce’s New Single 'Best I Never Had': Hear It Here. In: Entertainment Weekly. Time Inc., 1. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  11. Jessica Sinclair: Beyoncé: Best Thing I Never Had Video. In: Long Island Press. Morey Publishing, 2. Juni 2011, archiviert vom Original am 30. September 2012; abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  12. David Amidon: Beyoncé: 4. PopMatters, 29. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  13. Alexis Petridis: Beyoncé: 4 – review. In: The Guardian. Guardian Media Group, 23. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  14. Radio Hits One: Playing Armchair A&R With The Singles From 2011's Biggest And Best Albums. In: The Village Voice. Village Voice Media, 29. November 2011, archiviert vom Original am 17. Mai 2014; abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  15. Adele’s Still 'Deep' Atop Hot 100, Coldplay Makes a Splash. In: Billboard. Prometheus Global Media, 8. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  16. a b Beyonce Album & Song Chart History. In: Hot 100. Abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  17. Gold and Platinum. Recording Industry Association of America, abgerufen am 12. Juni 2013 (englisch).
  18. a b UK Singles Charts 2011-07-09. The Official Charts Company, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  19. Alan Jones: Beyonce’s 4 wins the album chart numbers game. In: Music Week. United Business Media, 3. Juli 2011, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  20. a b Beyoncé, Best Thing I Never Had, Chartposition Deutschland. Media Control, abgerufen am 25. Juni 2013.
  21. Justin Josephs: Centric Announces 2011 Soul Train Awards Nominees, Chris Brown Leads With 5 Nominations. BET Networks, 20. Oktober 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2012; abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/blogs.centrictv.com
  22. NAACP Image Awards nominees announced. In: Entertainment Weekly Time Inc. 19. Januar 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Juli 2014; abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/news-briefs.ew.com
  23. Quincy Jones, Pharrell Williams Honored; EMI Wins Big at ASCAP Rhythm & Soul Awards. In: The Hollywood Reporter. Prometheus Global Media, 1. Juli 2012, abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).

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