Bergheider See

Der Bergheider See, südlich von Finsterwalde bei Lichterfeld, Landkreis Elbe-Elster, ist ein geflutetes Restloch des ehemaligen Tagebaus Klettwitz-Nord, nordöstlich der Niederlausitzer Heidelandschaft gelegen. Benannt wurde der See nach dem ehemaligen Ort Bergheide, der dem Abbau von Braunkohle aus dem Tagebau Klettwitz-Nord weichen musste.

Die Flutung des Restlochs, unter der Verantwortung der LMBV, begann am 1. September 2001 und endete am 19. Mai 2014.[1][2] Der See gehört zum Lausitzer Seenland, ist aber auf Grund der Entfernung von 20 Kilometern zu den verbindenden Wasserstraßen von der zusammenhängenden Lausitzer Seenkette abgeschnitten. Der Bergheider See hat eine Wasserfläche von etwa 320 ha. Der neu geschaffene Abfluss erfolgt über die Seeteichsenke in den Heidesee.[3][4] Am Lichterfelder Ufer (Nordufer) besteht die Möglichkeit zum Baden.[5] Die anderen Uferflächen sind dem Naturschutz vorbehalten. Dort bestehen Sperrbereiche der LMBV.

Am Nordufer des Sees befindet sich seit 2002 das Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60, das mit 502 Metern Länge das größte bewegliche Bergbaugerät der Welt ist. Es wurde für Besucher sicher begehbar gemacht. Am oberen Punkt befindet man sich 75 Meter über Grund. Zusammen mit dem Besucherbergwerk soll der See zu einem Erholungsgebiet ausgebaut werden. Unter anderem sollen schwimmende Häuser, ein Wassersportzentrum und eine Feriensiedlung entstehen. Das Gelände wird bereits als Veranstaltungsort genutzt, so unter anderem durch das Feel Festival einmal jährlich. Startprojekt für das Vorhaben war die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land von 2000 bis 2010.

Die fertig sanierte Landstraße 60 von Lichterfeld nach Lauchhammer, die am Bergheider See vorbei führt und ab Sommer 2010 gesperrt war, ist seit Dezember 2015 wieder geöffnet.[6]

Am Bergheider See wurden im Jahr 2016 Szenen des Western Brimstone gedreht.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Bergheider See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. LMBV, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Hrsg.): Sanierungsbericht 2001. 2002 (lmbv.de [PDF]).
  2. LMBV mbH (Hrsg.): Wasserwirtschaftlicher Jahresbericht der LMBV mbH Zeitraum 1. Januar 2014 - 31. Dezember 2014. 2014 (lmbv.de [PDF]).
  3. LMBV: Ableiter-System an der Kleinen Restlochkette im Entstehen. Abgerufen am 25. Mai 2019.
  4. Kathleen Weser: Bergbausanierung: Riesen-Ableiter zur Schwarzen Elster im Bau. In: Lausitzer Rundschau. Abgerufen am 25. Mai 2019.
  5. Erstmals Baden im Bergheider See beim Lichterfelder Festival. In: Lausitzer Rundschau. Abgerufen am 20. November 2016.
  6. Durststrecke vorbei: Über die L 60 wieder flott zur F60. In: Lausitzer Rundschau. Abgerufen am 20. November 2016.

Koordinaten: 51° 34′ 17″ N, 13° 47′ 24″ O

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Blick von der Abraumförderbrücke F 60 bei Lichtenfeld auf den zukünftigen Bergheider See (Landkreis Elbe-Elster, Brandenburg, Deutschland.)
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Der Bergheider See im Jahr 2004. Aufgenommen auf dem Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld. Die Begrünung im vorderen Bildteil wird eine Insel sein. Daneben ist eine angelegte Bucht, der spätere Hafen erkennbar.
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Der Bergheider See nahe Lichterfeld (EE), Brandenburg, Deutschland. Aussicht von der F60.
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Blick von der Abraumbrücke F 60 bei Lichtenfeld auf den zukünftigen Bergheider See (Landkreis Elbe-Elster, Brandenburg)