Bellinzona

Bellinzona
Wappen von Bellinzona
Staat:Schweiz Schweiz
Kanton:Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk:Bezirk Bellinzonaw
Kreis:Kreis Bellinzona
BFS-Nr.:5002i1f3f4
Postleitzahl:6500 Bellinzona
6503 Carasso
6512 Giubiasco
6513 Monte Carasso
6514 Sementina
6515 Gudo
6518 Gorduno
6523 Preonzo
6524 Moleno
6525 Gnosca
6528 Camorino
6582 Pianezzo
6583 Sant’Antonio
6702 Claro
UN/LOCODE:CH BZA
Koordinaten:722340 / 116829
Höhe:230 m ü. M.
Höhenbereich:200–2727 m ü. M.[1]
Fläche:164,20 km²[2]
Einwohner:i45'305 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte:276 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
27,4 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident:Mario Branda (SP)
Website:www.bellinzona.ch
Bellinzona
Bellinzona
Lage der Gemeinde
Karte von BellinzonaLago di VogornoLago MaggioreLago d’OrbelloItalienItalienKanton GraubündenBezirk LeventinaBezirk LocarnoBezirk LuganoBezirk RivieraArbedo-CastioneBellinzonaLumino TICadenazzoIsoneKommunanz Cadenazzo/MonteceneriSant’Antonino TI
Karte von Bellinzona
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Stadt Bellinzona
Stadt Bellinzona

Quartiere von Genf
Quartiere von Genf
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Bellinzona (italienisch[belinˈtsona], im lombardischen Dialekt der Umgebung einfach Bórgh[bork] ‹Stadt›;[5][6] deutsch heute selten Bellenz; französisch Bellinzone, früher auch Bellence; rätoromanisch Blizuna, lateinisch Bilitio) ist eine politische Gemeinde im Kreis und Bezirk Bellinzona sowie Hauptort des italienischsprachigen Kantons Tessin in der Schweiz. Mit seinen rund 45'000 Einwohnern ist Bellinzona nach Lugano die zweitgrösste Stadt des Kantons.[7] Die Einwohner werden Bellenzer genannt, italienisch Bellinzonesi.

In Bellinzona hat das Bundesstrafgericht seinen Sitz.[8]

Geographie

Bellinzona liegt in der Talebene östlich des Flusses Tessin am Fuss des Gotthardmassivs nahe der Grenze von Sopraceneri (nördliches Tessin) und Sottoceneri (Südtessin). Aus der mit der Magadinoebene direkt verbundenen Ebene ragen Felsen heraus, die in der letzten Eiszeit geformt wurden; sie bestehen überwiegend aus Gneis.[9] Der Burgfelsen war der wesentliche Anlass für die Errichtung einer Festung an dieser Stelle.

Nachbargemeinden sind Arbedo-Castione, Lumino, San Vittore, Roveredo, Riviera, Sant’Antonino, Cugnasco-Gerra, Verzasca und Isone sowie ferner auf italienischem Territorium Cavargna, San Nazzaro Val Cavargna und Gravedona ed Uniti.

Die Agglomeration Bellinzona umfasst 59'285 Einwohner (2023) und ist damit nach Lugano und Locarno die drittgrösste Agglomeration des Kantons Tessin.[10]

Östlich oberhalb von Bellinzona liegen die Ruinen der verlassenen Siedlung von Prada (Bellinzona).

Quartiere

Die Stadt Bellinzona unterscheidet 13 Quartiere. Es sind dies die am 1. April 2017 mit Bellinzona fusionierten Gemeinden.

WappenNameFläche
in km²
Quartierkarte
Bellinzona19,1
Camorino8,3
Claro21,2
Giubiasco6,2
Gnosca7,5
Gorduno9,2
Gudo9,9
Moleno7,4
Monte Carasso9,7
Pianezzo8,0
Preonzo16,4
Sant’Antonio33,6
Sementina8,4

Klima

Für die Normalperiode 1991 bis 2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 11,9 °C, wobei im Januar mit 1,5 °C die kältesten und im Juli mit 21,9 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 91 Frosttage und in zwei von drei Jahren ein Eistag zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 87, während normalerweise 17 Hitzetage zu verzeichnen sind.

Die Messstation des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) befindet sich in der Gemeinde Cadenazzo, auf 203 m ü. M., ca. 8 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Bellinzona (Luftlinie).

Magadino / Cadenazzo
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
72
 
7
-3
 
 
62
 
9
-2
 
 
87
 
14
2
 
 
158
 
18
6
 
 
197
 
22
10
 
 
178
 
26
14
 
 
156
 
28
16
 
 
194
 
27
15
 
 
196
 
23
12
 
 
202
 
17
7
 
 
214
 
11
2
 
 
90
 
7
-2
_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020[11]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Magadino / Cadenazzo
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittl. Temperatur (°C)1,53,68,412,316,320,121,921,116,911,96,41,811,9
Mittl. Tagesmax. (°C)6,79,314,317,921,825,828,027,322,617,011,26,917,4
Mittl. Tagesmin. (°C)−2,8−1,72,05,810,314,115,615,411,67,12,0−2,46,5
Niederschlag (mm)72628715819717815619419620221490Σ1806
Sonnenstunden (h/d)3,65,16,36,36,78,08,78,06,44,73,22,65,8
Regentage (d)5,34,56,39,611,910,69,110,38,59,49,56,2Σ101,2
Luftfeuchtigkeit (%)77706365697069737681807972,7
Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020[11]

Geschichte

Ortsname

Historisches Luftbild von Walter Mittelholzer (1919)
Maschinenhaus des Kraftwerks Morobbia in Giubiasco

Bellinzona wird erstmals 590 als ad Bilitionem erwähnt, danach als Bellitiona, Belizona, Berinzona, Beliciona, Birrinzona und 1168 Birizona. Die Bedeutung ist nicht restlos geklärt; am ehesten liegt dem Ortsnamen ein Personenname Belitius oder Bellitio zugrunde.[12]

Ereignisgeschichte

Der Ort war als Schlüssel zu den Pässen St. Gotthard, Lukmanier und San Bernardino von grosser strategischer Bedeutung. Archäologen vermuten, dass die Stadt seit 4000 Jahren bewohnt wird. Die Siedlungen aus der Jungsteinzeit, so wird vermutet, befanden sich auf dem Hang, wo heute das Castelgrande steht. Dieser Ort war leicht zu verteidigen und gesichert vor Hochwasser des Tessin. Seit dem 1. Jahrhundert vor Christus gehörte der Ort zum Römischen Reich. Dieses baute die Festung auf dem Hang weiter aus. Im fünften Jahrhundert gelangten die Langobarden aus dem Süden in die Stadt und bauten auf dem Hang des heutigen Castelgrande eine erste, grössere Befestigungsanlage. 590 wurde die Stadt von den Franken angegriffen und bei dieser Gelegenheit erstmals schriftlich erwähnt. Im 11. und 12. Jahrhundert wurden die vermutlichen Holzpalisaden durch Steinmauern ersetzt.

Giovanni Visconti und Luchino Visconti belagerten 1340 die Stadt zwei Monate lang und eroberten sie schliesslich; sie war schon damals dank dem Gotthardpass ein wichtiger Handelsort. 1291 gründete sich die Eidgenossenschaft und wurde immer mächtiger. Die Herzöge von Mailand wollten die Stadt nicht verlieren und rüsteten sie deshalb stark auf.[13] So entstanden als Verteidigungslinie gegen Norden die drei Burgen, von West nach Ost das Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro. 1499 griff Ludwig XII. von Frankreich mit seinen Truppen Bellinzona an und nahm es in Besitz. Die Einwohner verkauften die Stadt heimlich an die Eidgenossen. Im Ewigen Frieden von 1516 gab Frankreich die Stadt an die Schweizer ab. Dennoch versuchte Frankreich immer wieder, sie zurückzukaufen, was die Eidgenossen ablehnten. 1803, mit der Gründung des Kantons Tessin, bei der Vereinigung des Kantons Lugano mit dem Kanton Bellinzona, gingen die drei gut befestigten Burgen um Bellinzona in den Besitz des Kantons über.[14]

Gemäss der von 1803 bis 1813 geltenden Mediationsakte wurde Bellinzona Hauptstadt des neuen Kantons, was von Lugano heftig bestritten wurde. Um die regionalen Rivalitäten zu entschärfen, legten die Kantonsverfassungen von 1814 und 1830 fest, dass der Hauptort im Sechsjahresrhythmus zwischen Bellinzona, Lugano und Locarno wechselte.[15] 1878 wurde Bellinzona als permanente Hauptstadt bestimmt. Nachdem der letzte Turnus von Locarno abgelaufen war, zogen Kantonsregierung und -parlament am 3. März 1881 definitiv nach Bellinzona.[16]

1907 wurden die bislang selbständigen Gemeinden Carasso, Daro und Ravecchia eingemeindet. Am 2. April 2017 folgten die benachbarten Gemeinden Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Moleno, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo, Sant’Antonio und Sementina. Arbedo-Castione, Cadenazzo, Lumino und Sant’Antonino lehnten die Fusion ab. Die Fläche der politischen Gemeinde vergrösserte sich damit im Jahr 2017 von 19,1 auf 164,96 Quadratkilometer, und die Einwohnerzahl erhöhte sich von 18'347 (Stand: 31. Dezember 2016) auf fast 43'000.[17]

Anfang 2008 legten die Arbeiter der Officine SBB-Cargo während einem Monat in einem Streik ihre Arbeit nieder und verhinderten mit breiter Unterstützung der Bevölkerung die Schliessung des Werks.[18]

Energieversorgung

Nach Faido, Lugano und Airolo war Bellinzona der vierte Ort im Tessin mit einer Stromversorgung. Das Kraftwerk im Valle di Gorduno ging am 1. Februar 1891 in Betrieb und lieferte hauptsächlich Strom für die öffentliche Beleuchtung. Die Idee einer Gasbeleuchtung wurde aufgegeben. Das bestehende Kraftwerk mit einer Leistung von 400 PS genügte bald nicht mehr zur Deckung des zusätzlichen Energiebedarfs von Privatpersonen und Industrie, darunter die 1891 eröffnete Unterhaltswerkstatt Officina Bellinzona der Gotthardbahn. Nach der Bewertung mehrerer Projekte beschloss die Stadt 1898, das Kraftwerk Morobbia zu bauen, das 1903 in Betrieb ging.[19] Die Anlage wurde mehrfach erweitert und hatte 1947 eine Leistung von 7000 PS (5,2 MW).[20] Anfangs der 1970er-Jahre wurde die Anlage erweitert und mit einem Wochenspeicher in der Form des Lago di Carmena versehen. 2018 hatte das Kraftwerk eine Leistung von 15 MW und konnte damit ein Fünftel des Strombedarfs der Stadt decken.

Politik

Die Legislative bildet der Consiglio comunale (Gemeindeparlament) mit 60 Mitgliedern. Bei den letzten sechs Wahlen erzielten die Parteien folgende Sitzzahlen:[21][22][23][24][25][26]

Partei200420082012201720212024Sitzverteilung 2024
FDP201516222019
Insgesamt 60 Sitze
SP141013131313
Lega4459109
Die Mitte1099121010
Grüne33263
Avanti con Ticino&Lavoro / Più Donne12
MPS / POP2mit Grüne2
SVPmit Lega1mit Legamit Legamit Legamit Lega
PCmit SPmit SPmit SPmit SP
GLPmit CVP
Il Noce73mit Lega2
Bellinzona vivibile2mit GPS1
Insieme per Bellinzona1
Total505050606060

Die Exekutive bildet der Municipio, bestehend aus sieben Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern. Er setzt sich nach den Gemeindewahlen vom 14. April 2024 folgendermassen zusammen: 3 FDP, 2 Vereinigte Linke, 1 Die Mitte und 1 Lega. Sindaco (Stadtpräsident) ist Mario Branda (SP).

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Bellinzona: FDP 25,5 %, Die Mitte 16,5 %, SP 15,1 %, SVP 12,0 %, Lega 10,7 %, Grüne 9,5 %, glp 1,2 %.[27]

Bellinzona bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[28][29]

Bevölkerung

Beim letzten Zensus (Volkszählung) im Jahr 2000 hatte die Stadt 16'463 Einwohner. Davon sprachen 14'392 Italienisch, gefolgt von 590 Deutschsprechenden. 30,6 % waren 2000 ausländischer Herkunft, die meisten davon kamen aus Italien. Die Bellenzer italienischer Muttersprache sprechen teilweise Ticinese, die Tessiner Varietät des Lombardischen.

Die Agglomeration von Bellinzona hatte 2005 48'300 Einwohner in 16 Gemeinden (zwölf dieser Gemeinden wurden 2017 nach Bellinzona eingemeindet). Bellinzona und seine Agglomeration sind Teil der Metropolregion Tessin, zu der unter anderem Lugano und Locarno gehören und die etwa 325'000 Einwohner hat.

Seit der Fusion am 2. April 2017 entwickelte sich die Bevölkerung wie folgt:

Bellinzona (Gemeindestand nach der Fusion 2. April 2017): Einwohnerzahlen von 2016 bis 2024
Jahr  Einwohner
2016
  
42.901
2017
  
43.181
2018
  
43.220
2019
  
43.279
2020
  
43.360
2021
  
43.785
2022
  
44.270
2023
  
44.743
2024
  
45.305
Quelle(n): Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[30]

Die Bevölkerung der am 2. April 2017 fusionierten Gemeinden Bellinzona, Camorino, Claro, Giubiasco, Gnosca, Gorduno, Gudo, Moleno, Monte Carasso, Pianezzo, Preonzo, Sant'Antonio und Sementina entwickelte sich bis 2016 wie folgt:

Bellinzona inkl. am 2. April 2017 eingemeindete Gemeinden: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2016
Jahr  Einwohner
1600
  
6.616
1683
  
5.903
1719
  
5.948
1769
  
6.013
1799
  
6.017
1808
  
6.491
1824
  
7.404
1836
  
8.364
1850
  
9.191
1860
  
9.465
1870
  
10.414
1880
  
?
1888
  
10.362
1900
  
14.985
1910
  
18.030
1920
  
18.064
1930
  
18.450
1941
  
18.932
1950
  
20.836
1960
  
23.415
1970
  
29.963
1980
  
32.106
1990
  
34.007
1991
  
34.344
1992
  
34.749
1993
  
35.158
1994
  
35.636
1995
  
36.035
1996
  
36.005
1997
  
36.158
1998
  
36.032
1999
  
36.229
2000
  
36.633
2001
  
37.023
2002
  
37.463
2003
  
37.599
2004
  
37.985
2005
  
38.313
2006
  
38.747
2007
  
39.196
2008
  
39.652
2009
  
40.129
2010
  
40.719
2011
  
40.718
2012
  
41.268
2013
  
41.699
2014
  
42.084
2015
  
42.462
2016
  
42.901
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[31][32] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[33]

Die Bevölkerung von Bellinzona (inkl. Carasso, Daro, Ravecchia - Eingemeindung 1907) entwickelte sich wie folgt:

Bellinzona (Gemeindestand vor der Fusion 2. April 2017): Einwohnerzahlen von 1600 bis 2016
Jahr  Einwohner
1600
  
1.854
1683
  
1.367
1719
  
1.632
1769
  
1.662
1799
  
1.861
1808
  
2.119
1824
  
2.354
1836
  
2.616
1850
  
3.209
1860
  
3.462
1870
  
3.945
1880
  
?
1888
  
?
1900
  
8.255
1910
  
10.406
1920
  
10.232
1930
  
10.706
1941
  
10.948
1950
  
12.060
1960
  
13.435
1970
  
16.979
1980
  
16.743
1990
  
16.942
1991
  
16.983
1992
  
17.159
1993
  
17.264
1994
  
17.368
1995
  
17.331
1996
  
17.072
1997
  
16.996
1998
  
16.759
1999
  
16.718
2000
  
16.757
2001
  
16.797
2002
  
16.862
2003
  
16.693
2004
  
16.796
2005
  
16.880
2006
  
16.983
2007
  
17.111
2008
  
17.286
2009
  
17.323
2010
  
17.463
2011
  
17.544
2012
  
17.744
2013
  
17.962
2014
  
18.131
2015
  
18.308
2016
  
18.347
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[34][35] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[36]

Verkehr

Bellinzona von der ISS, 2017: Die Autobahn A2 verläuft durch Bellinzona grossteils parallel zum Ticino; die Autobahn A13 zweigt nach Osten ab.

Bellinzona ist ein Verkehrsknotenpunkt. Von hier sind die Alpenpässe Gotthard, Lukmanier, San Bernardino und Nufenen erreichbar.

Die Stadt liegt an der Autobahn A2 (Basel–Gotthard–Bellinzona–Lugano–Chiasso). Die Autobahn A13 (St. MargrethenChur–San Bernardino–Bellinzona) endet hier. Die Hauptstrassen 2 und 13 kreuzen sich in Bellinzona.

Die Gotthardbahn von Luzern beziehungsweise Zürich führt über den Bahnhof Bellinzona nach Chiasso.

Öffentlicher Verkehr

In Bellinzona und Umgebung werden sechs Ortsbus- sowie neun Postautolinien betrieben.

Liniennetzplan Bellinzona
BetreiberLinieStreckeHaltestellen
Ortsbus1Camorino, Villaggio – Castione, Stazione32
2Bellinzona, Stazione – Giubiasco, Stazione20
3Sant’Antonino, Centri Commerciali – Bellinzona, Scuola Media 240
4Bellinzona, Stazione – Bellinzona, Castello Sasso Corbaro10
5Bellinzona, Stazione – Ravecchia, Madonna della Neve12
8Castione, Stazione – Bellinzona, Moleno13
Postauto171Bellinzona, Stazione – Chur, Postautostation
212Camorino, Villaggio – Bellinzona, Carena23
213Sant’Antonino, Stazione – Giubiasco, Stazione16
214Bellinzona, Stazione – Mesocco, Stazione
221Bellinzona, Stazione – Biasca, Stazione
222Bellinzona, Espocentro – Biasca, Stazione
231Cadenazzo, Stazione – Cadenazzo, Robasacco7
311Bellinzona, Stazione – Locarno, Rotonda47
350Cadenazzo, Stazione – Sant’Antonino, Centri Commerciali8

Wirtschaft

Die lokale Industrie basiert vor allem auf dem Maschinenbau. Die Società Bancaria Ticinese hat ihren Sitz in Bellinzona. Hauptarbeitgeber sind die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).

Bildung und Forschung

Bellinzona verfügt über drei Sekundarschulen (scuole medie),[37] ein Gymnasium (liceo),[38] vier Berufsbildungszentren sowie eine Höhere Fachschule für Hotellerie und Tourismus und eine Höhere Fachschule für Wirtschaft.[39]

In Bellinzona befinden sich diverse Institutionen des Tessiner Bibliothekssystems (SBT), darunter eine von vier Kantonsbibliotheken,[40] das Staatsarchiv des Kantons Tessin,[41] die Rechtsbibliothek (BZCLD), das Zentrum für Dialektologie und Ethnografie (BZCDE)[42] und das Zentrum für statistische Information und Dokumentation in Giubiasco (CIDS). Ebenfalls ihren Sitz in Bellinzona haben das Tessiner toponomastische Repertorium (RTT), das die Ortsnamen des Kantons sammelt, katalogisiert und archiviert,[43] und das Kulturobservatorium des Kantons Tessin, das den Tessiner Kultursektor erforscht, beobachtet und fördert.[44]

Ferner befinden sich das Institut für biomedizinische Forschung (IRB)[45] und das Onkologische Institut der italienischen Schweiz (IOSI) in Bellinzona.[46]

Sehenswürdigkeiten

Das Stadtbild Bellinzonas ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[47]

Altstadt

Befestigungsanlagen und Burgen

Das Wahrzeichen der Stadt: die Burg Castelgrande

Der Gesamtkomplex der Burgen von Bellinzona, der erhaltenen Teile der Stadtmauer sowie der Murata, die das Tal des Tessins abriegelte, bildet eines der bedeutendsten Beispiele von Wehrarchitektur in der Schweiz. Seit dem Jahr 2000 zählen sie zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die heutige Anlage, deren Ursprünge auf einen spätantiken Kern zurückgehen, ist in der Hauptsache das Resultat der Bautätigkeit der Herzöge von Mailand im 15. Jahrhundert.[48][49]

  • Der Hügel von Castelgrande war schon in prähistorischer Zeit besiedelt. Die heutige Bauten stammen aus der Zeit von 1250 bis 1500. 1981–1991 wurden unter dem Architekten Aurelio Galfetti spätere Einbauten entfernt beziehungsweise durch zeitgenössische Strukturen ersetzt.[50][51]
  • Der Kern des Castello di Montebello stammt aus dem späten 13. Jahrhundert und wurde womöglich von der Familie Rusca erbaut. Der Ausbau zur heutigen Burg erfolgte im Wesentlichen im 15. und 16. Jahrhundert.[52][53]
  • Das Castello di Sasso Corbaro wurde 1478/1482 anstelle eines Wehrturms erbaut.[54][55]

Piazza Collegiata

Stiftskirche Santi Pietro e Stefano an der Piazza Collegiata

Der heutige Platz hat sein Aussehen im 17. Jahrhundert bekommen.[56]

  • Mit dem heutigen Bau der Stiftskirche Santi Pietro e Stefano wurde 1515 angefangen. Der Turm stammt von 1567/1573, die Fassadenverkleidung von 1640/54, Chorerweiterungen fanden zwischen 1684 und 1785 statt, und das heutige Aussehen der monumentalen Treppenanlagen datiert aus dem 19. Jahrhundert. Die dreiachsige Renaissancefassade wurde im Barock vervollständigt, das Hauptportal stammt von 1640.[57][58]
  • Das ehemalige Haus des Erzpriesters Chicherio ist ein Palazzo von 1722/1725. Die mit schmiedeeisernen Geländern geschmückten Balkone sind im Stil des Rokokos; die Dekorationsmalerei stammt von etwa 1903.[59]
  • Die ehemalige Casa Bruni ist ein Palazzo aus dem 18. Jahrhundert. Die heute zu sehenden Dekorationsmalereien in barockisierendem Stil weisen Jugendstilelemente auf.[59]
  • Die ehemalige Casa Carlo Chicherio ist ein herrschaftlicher Palazzo aus dem 18. Jahrhundert mit Rokokoportal.[59]

Piazza Nosetto

Das Rathaus mit Arkadengängen der Piazza Nosetto bei Nacht

Der Platz bildet von alters her den Mittelpunkt des Ortes.[60]

  • Die Arkadengänge gehen auf das 16. und 17. Jahrhundert zurück; die dazugehörigen Häuser sind zum Teil jüngere Bauten aus dem 18. Jahrhundert.[61]
  • Der Palazzo Civico (Rathaus) wurde 1921–1926 anstelle des spätmittelalterlichen Rathauses erbaut. Der rechteckige Grundriss, der Loggienhof und der hohe Turm orientieren sich am Typus des italienischen mittelalterlichen Rathauses. Der Bau wie auch die reiche Innenausstattung des Gemeinde- und Bürgersaales drücken die Wertschätzung der lokalen Materialien und der traditionellen Handwerkstechniken aus.[62] Das Rathaus beherbergt einige bedeutende Kunstwerke Tessiner Künstler, so das Relief Ave Maria (1898) von Giuseppe Chiattone und vier Glasfenster (1924–1928) von Augusto Sartori.[63]

Piazza Governo

Das kantonale Regierungsgebäude Palazzo delle Orsoline und der Robbenbrunnen

Der Platz wurde im 19. Jahrhundert angelegt und wird nach dem von Remo Rossi geschaffenen und 1945 errichteten Robbenbrunnen im Volksmund Piazza della Foca (Robbenplatz) genannt.[64]

  • Der Palazzo delle Orsoline wurde 1738–1743 als Ursulinenkloster errichtet, 1851 zum dreiflügligen Regierungsgebäude umgebaut und später auf der vierten Seite mittels eines klassizistischen Flügels geschlossen; 1950 folgte ein moderner Erweiterungsbau. Der Gebäudekomplex ist der Sitz des Staatsrates und des Grossen Rates des Kantons Tessins.[65]
  • Das 1847 erbaute Teatro Sociale gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Spätklassizismus und ist eines der seltenen Beispiele eines Theaters «all’italiana» in der Schweiz.[66][67]

Piazza Indipendenza

Die Piazza Indipendenza mit dem Unabhängigkeitsdenkmal

Platz im Gepräge des 19. Jahrhunderts.

  • Verschiedene in Anlehnung an klassizistische Formen erbaute oder umgebaute Gebäude säumen den Platz. In der Platzmitte steht das Unabhängigkeitsdenkmal von 1903, das an die Errichtung des heutigen Kantons 1803 erinnert.[68]
  • Der heutige Bau der Kirche San Rocco stammt von 1478 und wurde 1926/1928 tiefgreifend renoviert.[69]

Ausserhalb der Altstadt

  • Die im Süden der Stadt liegende, ursprünglich zu einem Franziskanerkloster gehörende Kirche Santa Maria delle Grazie enthält Renaissancefresken lombardischer Schule, die zu den bedeutendsten im Kanton Tessin zählen (um 1510).[70][71]
  • Die im Norden der Stadt liegende, ursprünglich zu einem Augustinerstift gehörende Kirche Santi Giovanni Battista ed Evangelista ist ein 1760–1772 errichteter, stattlicher klassizistischer Bau.[72]
  • Die einschiffige Dorfkirche von Daro, Santi Quirico e Giulitta, ist ein 1446 errichteter, 1532/1537 um einen Turm ergänzter und im 18.–20. Jahrhundert umgebauter Baukomplex. Im Gewölbe des Chors raffinierte Stuckaturen aus dem 18. Jahrhundert.[73]
  • Die dreischiffige Dorfkirche von Ravecchia, San Biagio, ist ein spätgotischer Bau, der noch Elemente des romanischen Vorgängerbaus inkorporiert und bedeutende Fresken aus dem 14./15. Jahrhundert enthält.[74][75]
  • Bedeutende Profanbauten aus dem 20. Jahrhundert sind die Casa Petra (1901), die Casa Rotalinti (1961), das Mehrfamilienhaus Via San Gottardo 64 (1972) und der Palazzo Franscini (1998).

Denkmäler

Skulptur des Giuseppe-Motta-Denkmals beim Bahnhof Bellinzona

Als Kantonshauptstadt hat Bellinzona eine relativ hohe Denkmaldichte.

  • Das Unabhängigkeitsdenkmal wurde 1903 auf der Piazza Indipendenza errichtet und erinnert an die erste Tessiner Verfassung und die Gründung des Kantons Tessin im Jahre 1803. Die Pläne für den 13,5 Meter hohen Obelisken stammten vom Zürcher Architekten Armand Neukomm. Am Sockel sind vier allegorische Bronzereliefs von Natale Albisetti eingelassen.
  • Das Tessiner Soldatendenkmal an der Via Dogana wurde in zwei Etappen 1920 und 1948 von Apollonio Pessina erschaffen. Es erinnert an die Tessiner Soldaten, die während des Ersten und Zweiten Weltkriegs im Aktivdienst gestorben sind.
  • Das Rinaldo-Simen-Denkmal auf der Piazza Rinaldo Simen wurde 1923 nach langer Planungszeit eingeweiht. Es ist ein Werk von Giuseppe Foglia und erinnert an den bedeutenden Politiker und Journalisten Rinaldo Simen.
  • Das Denkmal für die Opfer des Eisenbahnunfalls von Bellinzona auf dem Piazzale Benigno Antognini wurde 1927, drei Jahre nach dem Unfall mit 15 Toten, eingeweiht. Es ist ein Werk von Giuseppe Chiattone.
  • Das Giuseppe-Motta-Denkmal für den umstrittenen Bundesrat Giuseppe Motta wurde bereits 1942/43 projektiert und sollte ursprünglich in der Bundesstadt Bern zu stehen kommen. Nach zahlreichen Kontroversen wurde es schliesslich 1957 beim Bahnhof Bellinzona platziert. Die vier Meter hohe Granitskulptur «Helvetia» wurde von Remo Rossi geschaffen.

Kultur

Museen

  • Das Museo Villa dei Cedri in Ravecchia zeigt die städtische Kunstsammlung mit einem Schwerpunkt auf Werken Tessiner Künstler ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Jährlich finden zwei bis vier Sonderausstellungen statt.[76]
  • Das Museo d’Arte Contemporanea Ticino (MACT) zeigt in wechselnden Ausstellungen zeitgenössische Kunst.[77]
  • Die drei Burgen beherbergen jeweils eigene Museen. Im Castel Grande werden eine historisch-archäologische sowie eine kunstgeschichtliche Dauerausstellung präsentiert, und in seinem Arsenal finden temporäre Ausstellungen statt.[78] Der Turm der Burg Montebello enthält eine weitere archäologische Ausstellung.[79] Die Sala Emma Poglia im Castello di Sasso Corbaro wird für Wechselausstellungen genutzt.[80]

Veranstaltungen

Eröffnungszeremonie des Bellenzer Rabadan, 2012
  • Bellinzona ist bekannt für seinen Karneval, genannt Rabadan. Er zieht alljährlich Tausende von Menschen aus dem ganzen Kanton und der Schweiz an; die Stadt bleibt für sechs Tage des Feierns in den Händen des «Königs». Laut Tradition entstand der Karneval in Bellinzona im Jahre 1862, der Begriff Rabadan (lombardisch für «Lärm», aber auch «Mann in schlechtem Zustand») taucht jedoch erst 1874 auf. Ebenfalls in Bellinzona, im Jahre 1958, wurde die erste Tessiner Guggenmusik gegründet: die Ciod Stonaa. Eine Gugge ist eine Kapelle, die während des Karnevals auftritt und deren Musiker (oft improvisiert) maskiert sind. Die Tradition stammt aus der deutschsprachigen Schweiz.
  • Seit 1989 findet im Juli das Piazza Blues Festival statt. Dieses hat sich mit jährlich rund 30'000 Besuchern und zahlreichen namhaften internationalen Musikern zu einem bedeutenden europäischen Blues-Festival entwickelt.
  • Seit 2001 finden jährlich die Bellinzona Beatles Days statt, ein Festival, das die Musik und Kultur der 1960er-Jahre zelebriert.[81]
  • Das Japan Matsuri ist das grösste japanische Kulturfestival der Schweiz und findet jährlich in Bellinzona statt. Es bietet ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Ausstellungen, Workshops, traditioneller und moderner Kunst sowie japanischer Gastronomie.[82]

Persönlichkeiten

Galerie

Literatur

Geschichte

Kunstgeschichte

  • Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. GSK, Bern 2005, ISBN 3-906131-96-3, S. 461–484.
  • Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0.
  • Werner Meyer: Die Burgen von Bellinzona (= Schweizerische Kunstführer. Band 551/552). GKS, Bern 1994, ISBN 3-85782-551-0.
  • Andreas Hauser: Bellinzona. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): INSA Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850–1920. Band 2. GSK, Bern 1986, ISBN 3-280-01716-5, S. 243–345, doi:10.5169/seals-3533 (italienisch, 103 S. 132 Abb., e-periodica.ch – Übersetzt von Letizia Schubiger-Serandrei, Floriana Vismara-Bernasconi).
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Einzelnachweise

  1. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
  4. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
  5. Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 134–136.
  6. Vocabolario dei dialetti della Svizzera italiana, Band II, S. 725.
  7. Sonia Fenazzi: Fusion von 13 Gemeinden zu «Neuem Bellinzona». SWI swissinfo.ch, 3. Februar 2017, abgerufen am 5. Januar 2018.
  8. Tribunale penale federale (mit Video) (italienisch) auf bstger.ch
  9. Geologischer Atlas der Schweiz: Karte
  10. Bellinzona. In: Die 52 Agglomerationen der Schweiz. 2023, abgerufen am 26. Februar 2026.
  11. Klimanormwerte Cadenazzo. Normperiode 1991–2020. (PDF) In: meteoschweiz.admin.ch. Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. Januar 2022; abgerufen am 15. Januar 2022.
  12. Lexikon der schweizerische Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 134–136.
  13. Giuseppe Chiesi: Visconti (Herzöge). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 4. November 2014.
  14. Martin Peter Schindler, Giuseppe Chiesi: Bellinzona. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 8. Mai 2017.
  15. Giuseppe Martinola: Per la storia del regionalismo ticinese: la questione della capitale 1803–1806. In: Bollettino Storico della Svizzera Italiana (BSSI). Band 26, Nr. 4. Bellinzona Oktober 1952, S. 153–189 (ti.ch).
  16. Botschaft des Bundesrathes an die hohe Bundesversammlung, betreffend Gewährleistung einer theilweisen Abänderung der Verfassung des Kantons Tessin. (PDF) In: Bundesblatt. 12. April 1878, abgerufen am 3. Februar 2026.
  17. Riforma dei comuni, aggregazioni. Bellinzona. Repubblica e Cantone Ticino, Dipartimento delle istituzioni, Sezione degli enti locali, abgerufen am 1. September 2024 (italienisch, mit Links zum Entscheidungsprozess: Bericht Studienkommission, Botschaft Staatsrat, Abstimmungsergebnisse, usw.).
  18. Dominic Iten: Die Linke in der Schweiz: Eine Einführung (= Reihe «mandelbaum kritik & utopie»). Mandelbaum Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-99136-522-8, S. 101.
  19. Graziano Tarilli: Storie e tradizioni – Anno 40 - N. 2 – “La Via dell’acqua” in valle Morobbia. Terra ticinese, abgerufen am 3. Januar 2019 (italienisch).
  20. Eidgenössisches Amt für Wasserwirtschaft (Hrsg.): Statistik der Wasserkraftanlagen in der Schweiz. 1. Januar 1947, S. 186–187.
  21. Elezioni comunali 2004. Republik und Kanton Tessin, 7. April 2014, abgerufen am 22. April 2021 (italienisch).
  22. Elezioni comunali 2008. Republik und Kanton Tessin, abgerufen am 22. April 2021 (italienisch).
  23. Elezioni comunali 2012. Republik und Kanton Tessin, abgerufen am 22. April 2021 (italienisch).
  24. Risultati elezioni comunali 2017. Republik und Kanton Tessin, abgerufen am 22. April 2021 (italienisch).
  25. Risultati elezioni comunali 2021. Republik und Kanton Tessin, abgerufen am 2. Juni 2024 (italienisch).
  26. Elezioni comunali 2024. In: www2.ti.ch/comunali
  27. Bundesamt für Statistik: NR - Ergebnisse Parteien (Gemeinden) (INT1). In: Eidgenössische Wahlen 2023| opendata.swiss. Abgerufen am 30. Januar 2024.
  28. Patriziato di Bellinzona auf ti.ch/di/sel/patriziati
  29. Patriziato di Bellinzona mit Bürgerfamilien und Wappen (italienisch) auf fondazionepatriziato.ch
  30. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 11. Mai 2026.
  31. Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 16. Mai 2026.
  32. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 16. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  33. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 16. Mai 2026.
  34. Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 16. Mai 2026.
  35. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 16. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  36. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 16. Mai 2026.
  37. Sedi e comprensori. In: Repubblica e Cantone Ticino. Abgerufen am 3. März 2026.
  38. Liceo cantonale di Bellinzona. Abgerufen am 2. März 2026.
  39. Scuole Professionali. In: Le scuole del Cantone Ticino. Abgerufen am 2. März 2026.
  40. Sistema bibliotecario ticinese auf sbt.ti.ch/sbt/
  41. Archivio di Stato del Canton Ticino
  42. Centro di dialettologia e di etnografia (mit Fotos) (italienisch) auf ti.ch/decs/dcsu/cde/cde/
  43. Il Repertorio toponomastico ticinese (mit Video) (italienisch) auf lanostrastoria.ch/entries/
  44. Osservatorio culturale del Cantone Ticino (italienisch) auf ti.ch/decs/dcsu/uapcd/osservatorio/
  45. Istituto di Ricerca in Biomedicina (italienisch) auf irb.usi.ch/it (abgerufen am 9. März 2017).
  46. Istituto Oncologico della Svizzera Italiana
  47. Bellinzona. In: ISOS - Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung. Bundesamt für Kultur BAK, 2008, abgerufen am 11. Februar 2025 (italienisch).
  48. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 463.
  49. Die Murata Bellinzona auf ETHorama
  50. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 464.
  51. Castelgrande auf ETHorama
  52. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 463 f.
  53. Castello di Montebello auf ETHorama
  54. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 464.
  55. Castello di Sasso Corbaro auf ETHorama
  56. Piazza Collegiata auf ETHorama
  57. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 466–468.
  58. Chiesa collegiata dei Santi Pietro e Stefano auf ETHorama
  59. a b c Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 468.
  60. Piazza Nosetto auf ETHorama
  61. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 469.
  62. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 469 f.
  63. Maria Will: Le vetrate di Augusto Sartori nell’officina del Palazzo civico a Bellinzona. In: Arte + Architettura in Svizzera. Nr. 50, 1994, doi:10.5169/seals-394132, S. 64–67.
  64. Jona Mantovan: «Quella fontana ci è mancata» e la «Foca» torna a splendere. In: Corriere del Ticino. 11. Juni 2025, abgerufen am 2. März 2026.
  65. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 471.
  66. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 471 f.
  67. Simona Maspoli: Teatro Sociale, Bellinzona TI. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz – Dizionario Teatrale Svizzero. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1823 f. (italienisch)
  68. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 472.
  69. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 472 f.
  70. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 473–475.
  71. Kirche Santa Maria delle Grazie auf ETHorama
  72. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 479.
  73. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 481.
  74. Kunstführer durch die Schweiz. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 2. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, S. 482 f.
  75. Chiesa di San Biagio auf ETHorama
  76. Museo Civico Villa dei Cedri. Abgerufen am 16. Dezember 2020.
  77. MACT/CACT Arte Contemporanea Ticino
  78. Museum Castel Grande. In: Fortezza Bellinzona. Abgerufen am 2. März 2026.
  79. Archeologia Montebello. In: Fortezza Bellinzona. Abgerufen am 2. März 2026.
  80. Castello di Sasso Corbaro / Centro espositivo. In: Museums.ch. Abgerufen am 2. März 2026.
  81. Bellinzona Beatles Days 2019 (mit Foto) (italienisch) auf ticino.ch
  82. home. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (italienisch).

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Quartiere von Bellinzona
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Aussprache Bellinzona
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Ein Astronaut an Bord der Internationalen Raumstation nahm diese Photographie auf, die den Ticino zeigt, wie er sich durch die Gemeinde Bellinzona in den schweizerischen Lepontiner Alpen windet. Das Nachmittagssonnenlicht hebt die Westseiten der Berge hervor und kontrastiert mit den Schatten der Berge, was dem Bild Tiefe und Raum verschafft.

Siedlungen wie diese sind typisch für die Alpenränder, weil das Tal flach ist. Bellinzona ist der Hauptort des Kantons Tessin, der Italienisch sprechenden Region der Schweiz. Der Ticino mündet in den Lago Maggiore, den größten See in der Südschweiz, etwa 14 Kilometer unterhalb von Bellinzona.

Die Schweiz ist ein föderaler Staat, sodass die politische Macht zwischen der Konföderation, den Kantonen und den Gemeinden geteilt ist. Die Gemeinden sind die kleinsten politischen Einheiten mit ihren eigenen Parlamenten. Die Gemeinden schließen sich teilweise zusammen, um Schulen, Energie- und Wasserversorgung, Straßen, lokaler Planung und Besteuerung gemeinsam zu regeln. Vor 2017 gab es im Bereich dieses Bildes fünfzehn Gemeinden, doch am 2. April 2017 urdn mehrere kleinere Gemeinde in Bellinzona eingemeinde. Die Zahl der Gemeinden im Tessin hat sich in den letzten acht Jahren halbiert.

Es gibt drei UNESCO-Welterbestätten in Bellinzona: Castelgrande, Montebello und Sasso Corbaro. Ein Verteidigungswall (als "murata" bezeichnet) verbindet die Kastelle und erinnert an das Mittelalter, als dieser Alpenübergang gegen Feinde geschützt wurde, die nach Norditalien unterwegs waren.
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Castelgrande in Belinzona
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Bellinzona: Piazza Indipendenza
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Aerial view of the three castles of Bellinzona, Switzerland, from the third castle Sasso Corbaro. Taken on swiss national day, 2020.
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Rätoromanische Aussprache von "Blizuna" (Bellinzona).
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Denkmal für Giuseppe Motta, beim Bahnhof Bellinzona, Remo Rossi
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Blick auf die Kirche Collegiata dei SS. Pietro e Stefano in der Altstadt von Bellinzona (Kanton Tessin / Ticino, Schweiz) von der Burg Castelgrande
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Schloss Montebello in Bellinzona TI, Ausschnitt, Aufnahme vom 11.März 2005.
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Aerial view of the old town and Castelgrande castle of Bellinzona, Switzerland.
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Santi Pietro e Stefano (Bellinzona)
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