Bariumperchlorat

Strukturformel
Bariumion 2 Perchloration
Allgemeines
NameBariumperchlorat
Summenformel
  • Ba(ClO4)2
  • Ba(ClO4)2·3 H2O
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer236-710-4
ECHA-InfoCard100.033.359
PubChem61623
ChemSpider55531
WikidataQ361627
Eigenschaften
Molare Masse336,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,74 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

505 °C[2]

Siedepunkt

Zersetzung > 700 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[3]
GefahrensymbolGefahrensymbol

Gefahr

H- und P-SätzeH: 271​‐​302+332
P: 210​‐​301+312+330​‐​304+340+312 [3]
MAK

0,5 mg·m−3 (bezogen auf Ba)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Bariumperchlorat ist eine chemische Verbindung der Elemente Chlor, Sauerstoff und Barium mit der Formel Ba(ClO4)2 · 3 H2O. Es ist das Bariumsalz der Perchlorsäure.

Darstellung

Bariumperchlorat kann durch Salzbildungsreaktion aus Bariumhydroxid und Perchlorsäure gewonnen werden.[5]

Es kann auch durch Glühen von Bariumchlorat hergestellt werden, wobei in einer Disproportionierungsreaktion zusätzlich Bariumchlorid entsteht.[5]

Eigenschaften

Es kristallisiert als farbloses Trihydrat im hexagonalen Kristallsystem, die Kristalle sind isomorph zu Lithiumperchlorat. 2 Mol Kristallwasser werden beim Stehen über konzentrierter Schwefelsäure schon bei Raumtemperatur leicht abgegeben, das Anhydrat entsteht jedoch erst bei etwa 100 °C.[5] Es schmilzt bei 505 °C, jedoch beginnt schon ab 460 °C die Zersetzung zu Bariumchlorid und Sauerstoff.[5]

Gefährlichkeit

Bariumperchlorat wirkt toxisch auf den menschlichen Körper und kann auch bei Berührung mit organischen Substanzen explodieren.

Verwendung

Es findet Verwendung als Oxidationsmittel, zur Gastrocknung, zur Ribonuklease-Bestimmung und in der Wasseranalytik zur Sulfat-Titration mit Thorin als Indikator.[1]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Eintrag zu Bariumperchlorat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 6. Juni 2014.
  2. ↑ a b c d e Datenblatt Bariumperchlorat wasserfrei (PDF) bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.
  3. ↑ a b Eintrag zu Bariumperchlorat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. Oktober 2021. (JavaScript erforderlich)
  4. ↑ Eintrag zu Barium perchlorate im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. ↑ a b c d R. Abegg, F. Auerbach: "Handbuch der anorganischen Chemie". Verlag S. Hirzel, Bd. 2, 1908. S. 269.Volltext

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