Ausbooten

(c) Bundesarchiv, N 1572 Bild-1925-109 / Fleischhut, Richard / CC-BY-SA 3.0
Ausbooten in Gudvangen bei einer Polarfahrt mit dem Dampfer München (1925)

In der Schifffahrt bezeichnet man als Ausbooten die Beförderung von Passagieren von einem auf Reede liegenden Schiff zum Land.[1] Die Beförderung von Passagieren zum Schiff bezeichnet man als Einbooten.[2]

In Deutschland gibt es diese Transportform traditionell nur noch auf der Insel Helgoland. Dort werden zum Ausbooten sogenannte Helgoländer Börteboote eingesetzt.[3]

Auch das Verlassen eines in Not befindlichen Schiffes mit Rettungsmitteln wie Rettungsboot oder Rettungsinsel wird als Ausbooten bezeichnet.[4]

Ferner kann man auch Gegenstände ausbooten, das heißt, sie aus dem Boot herausschaffen, zum Beispiel Fische nach dem Fischfang.[1]

Übertragener Wortgebrauch

In der Soldatensprache bedeutet Einbooten das Besteigen eines Fahrzeugs, Ausbooten das Aussteigen aus einem Fahrzeug,[5] zum Beispiel das Aussteigen aus einem Panzer.[6]

Umgangssprachlich wird das Wort ausbooten im Sinne von „eine missliebige Person aus ihrer Position entfernen oder verdrängen“ gebraucht.[1]

Einzelnachweise

  1. a b c Duden online: ausbooten
  2. Duden online: einbooten
  3. Ausbooten nach Helgoland – Wie geht das? nordseey.de
  4. Autorenkollektiv: Seemannschaft 4, Schiffssicherheit. 1. Auflage. transpress Verlag, Berlin 1984.
  5. Slang im Militär – Das grosse Militär-ABC srf.ch, 1. Juli 2020, siehe Stichwort Einbooten.
  6. Deutsches Panzermuseum: Mit diesen Tanks kämpft Russland in der Ukraine spiegel.de, 6. März 2022, siehe Videotranskript. Der Militärhistoriker Ralf Raths erwähnt das Ausbooten aus dem Panzer im Notfall.

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Polarfahrt mit dem Dampfer "München".- Ausbooten in Gutvangen
17. Juli - 12. August 1925