Arthur von Wolff
Arthur Paul Ferdinand von Wolff (* 7. Juni 1828 in Berlin; † 13. Februar 1898 in Potsdam) war königlich-preußischer Regierungsbeamter, Chef-Präsident des Rechnungshofes des Deutschen Reichs, Mitglied des Staatsrats, Domherr von Brandenburg.
Herkunft
Seine Eltern waren der Geheime Oberregierungsrat Ludwig Andreas Ferdinand von Wolff (* 13. Juni 1792; † 1. Februar 1867) und dessen Ehefrau Sophie Mathilde Luise Hennenberg (* 23. April 1802; † 11. September 1870).
Leben
1846 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg. In den ersten Jahren seiner beruflichen Laufbahn in Preußen durchlief er ab 1847 Positionen am Kammergericht Berlin, an der Regierung Potsdam, dem preußischen Innenministerium sowie der Regierung Frankfurt/Oder. 1872 wurde er zum Regierungspräsident von Trier ernannt, was er bis 1881 war. Von 1881 bis 1890 war er Oberpräsident der preußischen Provinz Sachsen. Seit 1890 war er Chefpräsident der Preußischen Oberrechnungskammer bzw. Präsident des Rechnungshof des Deutschen Reiches in Potsdam, wo er am 13. Februar 1898 im Dienst verstarb.
Familie
A. von Wolff heiratete in Großfurra am 18. Mai 1858 Elise von Wurmb aus dem alten thüringischen Adelsgeschlecht. Das Ehepaar hatte mehrere Kinder:
- Artur Wolf Eduard Ferdinand * 3. Mai 1859 Berlin; † 26. November 1945, Generalleutnant, Johanniter, zweimal verheiratet, zwei Kinder (1. Ehe)
- Mathilde Emilie Elisabeth * 27. Dezember 1860 in Frankfurt a. O., verheiratet m. Peter von Blanckensee, Offizier
- Elise Hedwig * 1. August 1862, verheiratet m. Kurt Freiherr von Manteuffel, General
- Hans Wilhelm * 1865; † 1888, zuletzt kgl. preuß. Leutnant im Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1
- Artur Horst * 1868; Landrat in Sagan, verheiratet, zwei Söhne
- Paul Artur * 1875, Offizier, verheiratet, eine Tochter
- Margarete Luise */ † 1878
Karl von Wolff und Wolf von Wolff waren Vettern aus der ersten Familienlinie der 1786 nobilitierten von Wolff.

Ehrungen
- Eisernes Kreuz II. Klasse 1870 am weiß-schwarzen Band
- Roter Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub am 27. Januar 1879
- Kreuz der weltlichen Domherrn des Stifts Brandenburg
- Rechtsritterkreuz des Johanniterordens 1867[1]
Literatur
- Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band 2, Hrsg. Königliches Herolds-Amt, E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1893, S. 612.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1902. Jg. 3, Justus Perthes, Gotha 1901, S. 906. Familie der Ehefrau.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1907. Jg. 1, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 835. Stammbaum. v. Wolff. 1786.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der DAG. Teil B (Briefadel). 1941. Jg. 33, Justus Perthes, November Gotha 1940, S. 571–572.
- Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. A (Uradel). 1958. Band III, Band 17 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Ausschuss für adelsrechtliche Fragen/in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1958, S. 563–567.
Weblinks
- Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Dem Regierungspräsidenten zu seinem Abschied...
- Wolff Arthur Paul Ferdinand von in der Datenbank Saarland Biografien
- Arthur von Wolff in der Rheinland-Pfälzischen Personendatenbank
Einzelnachweise
- ↑ Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. 1890. Julius Sittenfeld, Berlin 1890, S. 165.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wolff, Arthur von |
| ALTERNATIVNAMEN | Wolf, Arthur Paul Ferdinand von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker |
| GEBURTSDATUM | 7. Juni 1828 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 13. Februar 1898 |
| STERBEORT | Potsdam |
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Wappen Sachsens als preussischer Provinz.
