Anne van Bonn

Anne van Bonn
Anne van Bonn (2010)
Personalia
Geburtstag12. Oktober 1985
GeburtsortGeldernDeutschland
Größe168 cm
PositionAbwehr
Juniorinnen
JahreStation
1992–GSV Geldern 09/34
0000–2001FCR 2001 Duisburg
Frauen
JahreStationSpiele (Tore)1
2001–2011FCR 2001 Duisburg[1] 146 0(6)
2009–2010FCR 2001 Duisburg II3 0(0)
2011–20121. FC Lok Leipzig12 0(4)
20121. FC Lok Leipzig II9 0(8)
2012–2013FSV Gütersloh 200922 0(3)
2013–2020SC Sand150 (27)
2020–Hamburger SV3 (3)
Nationalmannschaft
JahreAuswahlSpiele (Tore)
2002–2004Deutschland U-1925 0(1)
2005–2006Deutschland U-2110 0(0)
2007–2008Deutschland U-235 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 20. Januar 2021

Anne van Bonn (* 12. Oktober 1985 in Geldern) ist eine deutsche Fußballspielerin. Nach Kerstin Garefrekes ist sie die Spielerin mit den meisten Spielen in der eingleisigen Frauen-Bundesliga.

Karriere

Vereine

Van Bonn begann ihre Karriere eher zufällig im Alter von sechs Jahren. Sie begleitete ihren Bruder zu einem Fußballturnier. Da die Mannschaft nicht genügend Spieler hatte, wurde sie gefragt, ob sie mitspielen möchte. Nach mehreren Jahren beim GSV Geldern 09/34 wechselte sie 2001 zum FCR 2001 Duisburg.[2] Am 4. November 2001 wurde sie im Spiel gegen den SC Freiburg zum ersten Mal in der Bundesliga eingesetzt. Mit Duisburg erreichte sie 2003 und 2007 das Pokalfinale und wurde 2005, 2006, 2007 und 2008 Zweite der Meisterschaft.[3] Zur Saison 2011/12 wechselte sie zum Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig, wo sie jedoch am 18. Februar 2012 suspendiert wurde.[4] Die Abwehrspielerin unterschrieb am 5. Juni 2012 einen Zweijahresvertrag mit dem FSV Gütersloh 2009.[5] Nach dem Abstieg der Gütersloherinnen aus der Bundesliga wechselte sie aber bereits im Sommer 2013 zum SC Sand in die 2. Bundesliga Süd. Mit dem SC Sand gelang ihr 2014 der Aufstieg in die Bundesliga.

Zur Saison 2020/21 beendete sie ihre Karriere im bezahlten Fußball und wechselte zum Regionalligisten Hamburger SV, wo sie neben ihrem Beruf weiterspielt.[6]

Nationalmannschaft

Ihr Debüt im Nationaltrikot gab sie in der U-19-Nationalmannschaft, die am 6. November 2002 die Auswahl Italiens mit 4:0 besiegte. Ferner nahm sie mit der Mannschaft an der vom 25. Juli bis 3. August 2003 in Deutschland ausgetragenen Europameisterschaft teil, kam in den zwei Gruppenspielen gegen die Auswahlen Schwedens und Englands zum Einsatz und schied als Gruppenletzter aus dem Turnier aus. Ihr erstes Länderspieltor erzielte sie am 27. Oktober 2004 beim 7:0-Sieg über die Auswahl der Schweden mit dem Treffer zum 2:1 in der 51. Minute. Sie nahm an der vom 28. Juli bis 8. August 2004 in Finnland ausgetragenen U-19-Europameisterschaft teil und beendete das Turnier mit der Mannschaft als Zweitplatzierte, nachdem das Finale mit 1:2 gegen die Auswahl Spaniens verloren wurde. In der vom 10. bis 27. November 2004 in Thailand ausgetragenen U-19-Weltmeisterschaft nahm sie ebenfalls teil, erreichte mit der Mannschaft ebenfalls das Finale, das allerdings mit 2:0 gegen die Auswahl Chinas gewonnen wurde.

Nachdem sie bis 2004 25 Länderspiele in dieser Altersklasse bestritten hatte, debütierte sie am 6. April 2005 in der U-21-Nationalmannschaft beim 4:1-Sieg über die Auswahl Dänemarks. Für die U-23-Nationalmannschaft kam sie in fünf Spielen zum Einsatz, erstmals am 26. Juni 2007 beim 1:0-Sieg über die Auswahl Norwegens.

Erfolge

Sonstiges

Nach ihrem Abitur am Friedrich-Spee-Gymnasium in Geldern absolvierte van Bonn eine Ausbildung zur Bauzeichnerin. Ein Studium in Bauingenieurwesen hat sie mittlerweile erfolgreich abgeschlossen.[7]

Weblinks

Commons: Anne van Bonn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. nur 2003 bis 2011
  2. Interview mit Anne van Bonn (FCR 2001 Duisburg): „Ich habe ‚ja‘ gesagt, mich umgezogen – und seitdem nicht mehr aufgehört!“ ~ Exklusivinterview mit der U 19-Weltmeisterin des FCR Duisburg – Anne van Bonn , abgerufen am 6. Juni 2012.
  3. Anne van Bonn: «Ich hatte den Spaß am Fußball verloren», abgerufen am 6. Juni 2012.
  4. Zoff um Ex-Kapitänin Lok suspendiert drei Spielerinnen, abgerufen am 6. Juni 2012.
  5. Anne van Bonn geht nach Gütersloh (Memento vom 18. Oktober 2014 im Internet Archive), abgerufen am 6. Juni 2012.
  6. https://www.welt.de/regionales/hamburg/article214867374/Anne-van-Bonn-wechselt-zu-HSV-Fussballfrauen.html
  7. Christoph Kellerbach: Sportlerin mit Leib und Seele. RP Online, 26. Januar 2018, abgerufen am 26. Januar 2018.

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