Angela Dorn-Rancke

Angela Dorn-Rancke (Februar 2019)

Angela Dorn-Rancke (geb. Dorn; * 2. Juni 1982 in Aschaffenburg) ist eine deutsche Politikerin bei Bündnis 90/Die Grünen. Sie ist seit dem 18. Januar 2019 hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Kabinett von Volker Bouffier, einer schwarz-grünen Koalition. Außerdem war sie vom 19. November 2017 bis zum 11. Mai 2019 Landesvorsitzende der hessischen Grünen. Dorn-Rancke ist seit dem 18. Januar 2009 Mitglied des Hessischen Landtags und war für die Landtagswahl in Hessen 2013 Spitzenkandidatin ihrer Partei.

Leben und Beruf

Angela Dorn-Rancke besuchte in ihrer bayerischen Geburtsstadt Aschaffenburg die Maria-Ward-Schule und machte 2001 das Abitur in Hessen.[1] Nach ihrem Psychologiestudium an der Philipps-Universität Marburg arbeitete sie als Psychologin an der Klinik für Forensische Psychiatrie in Haina. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.

Partei

2007 bis 2008 war Dorn-Rancke frauenpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Hessen (GJH). Von Mai 2008 bis April 2010 war sie Vorsitzende der GJH und 2008 bis 2009 GJH-Delegierte zum Landesvorstand der Grünen Hessen. Parallel war Dorn-Rancke 2007 bis 2009 Mitglied im Stadtvorstand der Marburger Grünen und war von Februar 2010 bis 2014 Mitglied des Kreisvorstandes der Grünen im Landkreis Marburg-Biedenkopf[2]. Vom 19. November 2017 bis zum 11. Mai 2019 war Dorn-Rancke neben Kai Klose Vorsitzende der hessischen Grünen.

Abgeordnete

Angela Dorn-Rancke im Gespräch mit Tarek Al-Wazir während einer Debatte im Hessischen Landtag

Über den 13. Platz auf der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen zog sie nach der Wahl zum Hessischen Landtag am 18. Januar 2009 als damals jüngste Abgeordnete ein.[3] Sie war zunächst bis Mai 2012 Sprecherin für Verbraucher- und Ressourcenschutz sowie Belange der Studierenden der Grünen Landtagsfraktion und gehörte dem Ausschuss für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie dem Ausschuss Wissenschaft und Kunst an. Von Juni 2012 bis zum Ende der 19. Wahlperiode war Dorn-Rancke als Sprecherin für Umwelt, Energie und Klimaschutz der Grünen Landtagsfraktion Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landtags. Vom 18. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2017 war sie auch Parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion, gab dieses Amt jedoch nach ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden ab. Als Parlamentarische Geschäftsführerin war Dorn-Rancke zudem Mitglied im Ältestenrat. Regional ist Dorn-Rancke zuständig für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. Außerdem war Dorn-Rancke von April 2006 bis Ende März 2019 Stadtverordnete in der Universitätsstadt Marburg.

Bei der Landtagswahl in Hessen 2013 trat sie im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II an, bei der sie 9,49 Prozent der Erststimmen erhielt.[4] Das Direktmandat gewann Thomas Spies (SPD), Dorn-Rancke zog über die Landesliste, wo sie auf Platz 1 ihrer Partei stand, erneut in den Landtag ein. Bei der Landtagswahl in Hessen 2018 trat sie wieder im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II an und erhielt 17,96 Prozent der Erststimmen, das Direktmandat errang Dirk Bamberger (CDU).[5] Dorn-Rancke wurde wieder über die Landesliste gewählt, wo sie diesmal auf Platz 3 stand. Nach der Landtagswahl wurde sie im neuen Kabinett Bouffier III am 18. Januar 2019 zur Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst ernannt.

Weblinks

Commons: Angela Dorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Maria-Ward-Schule: Ehemalige – Angela Dorn (Memento vom 13. Oktober 2010 im Internet Archive)
  2. Über mich. Abgerufen am 13. April 2021 (deutsch).
  3. Matthias Thieme: Im Sauseschritt ins Parlament: Angela Dorn - die jüngste Abgeordnete. In: Frankfurter Rundschau. 4. Februar 2009, abgerufen am 17. Januar 2013.
  4. LTW 2013 Wahlkreisstimmen WK 13 - Marburg-Biedenkopf II. Abgerufen am 22. Mai 2019.
  5. LTW 2018 Wahlkreisstimmen WK13 - Marburg-Biedenkopf II. Abgerufen am 22. Mai 2019.

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Tarek Al-Wazir und Angela Dorn im Hessischen Landtag während einer Debatte zur Klage gegen den Länderfinanzausgleich
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Autor/Urheber: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Lizenz: CC BY-SA 3.0
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