Andrea Rudorff

Andrea Rudorff (* 1975 in Berlin) ist eine deutsche Historikerin, Polonistin und Übersetzerin.

Rudorff absolvierte ein Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und Polonistik in Berlin, Wrocław und Kraków. Sie wurde 2012 am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin zur Dr. phil. promoviert, wo sie von 2004 bis 2007 im Rahmen der Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager an dem mehrbändigen Werk Der Ort des Terrors mitgearbeitet hatte. Von 2013 bis 2018 war sie an der Quellenedition zur Holocaustforschung Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945 beteiligt. Seit 2018 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Derzeit forscht sie zu dem Projekt Polnische Strafverfahren gegen Angehörige der Lagerbesatzung von Auschwitz-Birkenau. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die NS-Judenverfolgung und der Holocaust, das Konzentrationslagersystem und die Aufarbeitung von NS-Straftaten.

Schriften (Auswahl)

  • Katzbach – das KZ in der Stadt : Zwangsarbeit in den Adlerwerken Frankfurt am Main 1944/45, Wallstein-Verlag, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-4680-2 (= Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust; Band 5)
  • Das KZ Auschwitz 1942–1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45, De Gruyter Oldenbourg, Berlin/München/Boston 2018/19, ISBN 978-3-11-036503-0 (Bearbeiterin)
  • Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen, Metropol, Berlin 2014, ISBN 978-3-86331-162-9 (= Dissertation an der TU Berlin)