Alfred von Boxberg

Alfred von Boxberg (* 26. Oktober 1841 in Leipzig; † 14. Juni 1896 in Weimar) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Ministerialbeamter.

Leben

Seine Eltern waren Ottomar von Boxberg, geboren in Glogau, und Adelheid Keil, aus Leipzig stammend. Der Vater war zuletzt kgl. sächs. Kammerherr, Oberstleutnant a. D., Rechtsritter des Johanniterordens. Sie gehörten zur sächsischen Familienlinie der Boxberg/Boxberger, deren genealogischer Anschluss an die Gesamtfamilie 1940 juristisch nicht gänzlich geklärt war. Boxbergs Bruder Kurt war Gutsbesitzer.

Adelheid und Alfred von Boxberg hatten eine Tochter Esther, die den Prof. Ernst Moritz Geiger heiratete und mit ihm in Florenz wohnte, und sie hatten einen älteren Sohn Hermann von Boxberg, der Offizier wurde.

Alfred von Boxberg studierte an der Universität Leipzig Rechtswissenschaft und wurde 1860 im Corps Misnia Leipzig aktiv.[1] Er war Gerichtsreferendar beim Gerichtsamt Kamenz und Assessor beim Gerichtsamt Dresden. 1875 kam er als Regierungsassessor zur Amtshauptmannschaft Oschatz, der er ab 1882 als Amtshauptmann vorstand. Am 1. Oktober 1883 wechselte als Amtshauptmann zur Amtshauptmannschaft Bautzen, wo er zum Oberregierungsrat ernannt wurde. Seit dem 1. Januar 1892 Geheimer Staatsrat, war er bis zum 14. Juni 1896 Mitglied des Staatsministeriums zu Weimar und Chef des Kultusdepartements.[2] Er starb mit 55 Jahren im Amt.

Genealogie

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1911. Jahrgang 5, Verlag Justus Perthes, Gotha 1910. Internet Archive.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel. Teil B (Briefadel). 1933. Jahrgang, Verlag Justus Perthes, Gotha 1932, S. 57 f.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang, Verlag Justus Perthes, Gotha 1941, S. 63 ff.

Einzelnachweise

  1. Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1930. Im Verlag der Deutschen Corpszeitung, Frankfurt am Main 1930, 94/165.
  2. Ulrich Hess: Das Staatsministerium des Großherzogtums und Freistaates Sachsen-Weimar-Eisenach 1849–1920. Weimar 1979 (Landesarchiv ThüringenHauptstaatsarchiv Weimar, Signatur L 322/50)