Adler Group

Adler Group S.A.
RechtsformSociété anonyme
ISINLU1250154413
Gründung2006
SitzLuxemburg
Leitung
Mitarbeiterzahl354[2]
Umsatz235 Mio. Euro (2019)[2]
BrancheImmobilien
Websitewww.ado.properties

Adler Group S.A. (vormals ADO Properties) ist ein börsennotiertes luxemburgisches Immobilienunternehmen. Nach der Übernahme der Adler Real Estate firmierte das Unternehmen 2020 in Adler Group um.

Hintergrund

Die Erstnotierung an der Frankfurter Börse fand am 23. Juli 2015 zu einem Emissionspreis von 20 Euro statt.[3] Am 13. Oktober wurde ADO Properties in den SDAX aufgenommen.[4] Rund 61,76 % der Aktien befinden sich in Streubesitz; die restlichen 38,24 % sind im Besitz der israelischen, an der Börse Tel Aviv gelisteten ADO Group.[3] Die Tätigkeit von ADO Properties war ursprünglich auf Berlin begrenzt, wo es 2019 rund 18.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten besass.[5]

ehemaliges Logo

Im September 2019 verkaufte Ado knapp 6000 Wohnungen an die Gewobag.[6] Mit dem Erlös machte ADO Properties Ende 2019 ein Übernahmeangebot für Adler Real Estate, das die Mehrzahl der Aktionäre annahm.[7] In der Folge firmierte ADO Properties in Adler Group um.

Am 8. Mai 2020 meldete die ADO Properties S.A. ihr Vorhaben des Anteils- und Kontrollerwerbs über die in Berlin ansässigen Immobiliengesellschaft Consus Real Estate beim Bundeskartellamt zur Prüfung an.[8]

Kritik

So wie andere Wohnungsunternehmen wurde auch die ADO kritisiert. So wirke sie an der Verschärfung der Situation des Berliner Wohnungsmarktes mit, indem sie zahlreiche Wohnungen aufkaufe und, wie das Unternehmen selbst sagte, ein Steigerungspotential von 17 bis 38 % bei Neuvermietungen sehe.[9] Zum Teil hat das Unternehmen bei diesen Käufen keine Grunderwerbsteuer gezahlt, weil diese in Form von sogenannten „Share Deals“ gestaltet wurden.[10] Auch in Bezug auf bestehende Mietverhältnisse wurde die ADO mehrfach kritisiert, weil sie über Zeiträume von bis zu zwei Wochen hinweg ihrer Pflicht nicht nachgekommen war, bei niedrigen Außentemperaturen für das Funktionieren der Heizungen zu sorgen.[11][12]

Einzelnachweise

  1. Verwaltung. Abgerufen am 27. August 2020.
  2. a b ADO PROPERTIES Bilanz GuV | Kennzahlen | Umsatz | Gewinn. In: www.finanzen.net. Abgerufen am 5. November 2020.
  3. a b Basisinformationen, auf https://ado.properties, abgerufen am 3. Juli 2018
  4. ADO Properties S.A.: Deutsche Börse nimmt ADO Properties in den SDAX auf, auf https://ado.properties, abgerufen am 3. Juli 2018
  5. ADO Properties S.A.: Abschluss des Verkaufs eines Immobilienportfolios, auf https://www.ado.properties, abgerufen am 29. November 2019
  6. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/berlin-kauft-knapp-6000-wohnungen-von-ado-properties-zurueck-16405959.html
  7. Michael Fabricius: Ado Properties: Übernahme-Coup mit Adler Real Estate. In: DIE WELT. 15. Dezember 2019 (welt.de [abgerufen am 27. Mai 2020]).
  8. Bundeskartellamt: Laufende Fusionskontrollverfahren: ADO Properties S.A., Luxemburg; Anteils- und Kontrollerwerb über die Consus Real Estate AG, Berlin;. In: Finanznachrichten.de. 8. Mai 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
  9. Ulrich Paul: Wohneigentum: Die Preise in Berlin steigen, der Druck auf die Mieter wächst. In: Berliner Zeitung. (berliner-zeitung.de [abgerufen am 10. März 2017]).
  10. Bei neuem Share Deal wechseln fast 2000 Wohnungen den Besitzer. In: Tagesspiegel. (tagesspiegel.de [abgerufen am 10. März 2017]).
  11. Julia Backes: Mieter bibbern, weil die Hausverwaltung nicht heizt. In: B.Z. (bz-berlin.de [abgerufen am 10. März 2017]).
  12. Cornelia Schmalenbach: Seit fünf Tagen Heizung kaputt: Die Frost-Häuser von Karow. In: Berliner Kurier. (berliner-kurier.de [abgerufen am 10. März 2017]).

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