Aare

Aare

Verlauf der Aare mit ihrem Einzugsgebiet.

Daten
GewässerkennzahlCH: 37, DE: 22
LageBerner Alpen
Urner Alpen[1]
Voralpen
Mittelland
Jura[2]

Schweiz

FlusssystemRhein
Abfluss überRhein → Nordsee
Ursprungam Unteraargletscher im Grimselgebiet
46° 33′ 58″ N, 8° 14′ 33″ O
Quellhöhe1977 m ü. M. (Unteraargletscher)
Mündungbei Koblenz in den RheinKoordinaten: 47° 36′ 21″ N, 8° 13′ 25″ O; CH1903: 659023 / 273089
47° 36′ 21″ N, 8° 13′ 25″ O
Mündungshöhe312 m ü. M.[3]
Höhenunterschied1665 m
Sohlgefälle5,7 ‰
Länge291,5 km[4]
Einzugsgebiet17.709 km²[5]
Abfluss am Pegel Bern, Schönau[6]
AEo: 2941 km²
NNQ (1944)
MNQ 1935–2016
MQ 1935–2016
Mq 1935–2016
MHQ 1935–2016
HHQ (1999)
28,9 m³/s
90,4 m³/s
122 m³/s
41,5 l/(s km²)
157 m³/s
613 m³/s
Abfluss am Pegel Brugg[7]
AEo: 11.681 km²
Lage: 18,9 km oberhalb der Mündung
NNQ (1969)
MNQ 1935–2016
MQ 1935–2016
Mq 1935–2016
MHQ 1935–2016
HHQ (2007)
93,4 m³/s
190 m³/s
314 m³/s
26,9 l/(s km²)
407 m³/s
1387 m³/s
Abfluss am Pegel Untersiggenthal, Stilli[8]
AEo: 17.553 km²
Lage: 12,5 km oberhalb der Mündung
NNQ (1963)
MNQ 1935–2016
MQ 1935–2016
Mq 1935–2016
MHQ 1935–2016
HHQ (2007)
138 m³/s
351 m³/s
558 m³/s
31,8 l/(s km²)
735 m³/s
2656 m³/s
Linke NebenflüsseLütschine (Brienzersee), Kander (Thunersee), Gürbe, Saane, Zihl (Bielersee), Suze (Bielersee), Dünnern
Rechte NebenflüsseGadmerwasser, Zulg, Emme, Murg, Wigger, Suhre, Aabach, Reuss, Limmat, Surb
Durchflossene SeenBrienzersee, Thunersee, Bielersee
Durchflossene StauseenOberaarsee, Grimselsee, Räterichsbodensee, Wohlensee, Stausee Niederried, Klingnauer Stausee
GroßstädteBern
MittelstädteThun, Biel/Bienne, Aarau
KleinstädteInterlaken, Münsingen, Solothurn, Olten, Brugg
SchiffbarNidau – Solothurn
Die Aare in Bern mit Berner Münster und Nydeggbrücke

Die Aare in Bern mit Berner Münster und Nydeggbrücke

Die Aare (frz. Aar/Arole; lat. Arula/Arola/Araris[9]) ist der längste gänzlich innerhalb der Schweiz verlaufende Fluss. Ihre Gesamtlänge beträgt 288 km, das Gefälle 1665 m, ihr Einzugsgebiet 17'709 km² und der mittlere Abfluss 525 m³/s (Pegel Untersiggenthal, 2019). Die Aare ist der wasserreichste Nebenfluss des Rheins, noch vor der Maas und dem Hochrhein selbst, und sie führt mehr Wasser als Mosel und Main zusammen.

Die Aare entspringt in den beiden Aargletschern in den östlichen Berner Alpen am Finsteraarhorn, westlich des Grimselpasses im zentralen Süden der Schweiz. Ihr Lauf führt durch die Kantone Bern, Solothurn und Aargau. Zuerst passiert sie die in einen hohen Felsriegel eingeschnittene Aareschlucht und erreicht danach die Ebene zwischen Meiringen und dem glazialen Brienzersee. Kurz vor dem Eintritt in den Thunersee bei Interlaken ist sie kanalisiert und verlässt diesen nordwestlich in das breite Aaretal. Auf dem Gebiet von Bern umfliesst sie den mittelalterlichen Stadtkern und erreicht in westlicher Richtung den Wohlensee. Bei Aarberg wird sie über den Hagneckkanal in den Bielersee geleitet und folgt nach dem Austritt nordostwärts dem Verlauf des Juragebirges. Unterhalb von Brugg nimmt sie die Reuss und die Limmat auf, bevor sie bei Koblenz (CH) in den Rhein mündet.

Die Aare war im Laufe der geologischen Entwicklung nacheinander der Oberlauf der Donau, der Rhone und des Rheins.

Geographie

Verlauf

Renaturierte Alte Aare

Die Aare entströmt den beiden Aargletschern (Oberaar‑ und Unteraargletscher) im Grimselgebiet einige Kilometer südlich von Guttannen im Haslital und fliesst in nördlicher Richtung durch das lange, teilweise steile Tal bis nach Innertkirchen. Dann passiert sie die in einen hohen Felsriegel eingeschnittene Aareschlucht und erreicht danach die Ebene zwischen Meiringen und dem Brienzersee.

Bei Brienz mündet die Aare in den Brienzersee. An dessen Westende durchquert sie dann das sogenannte Bödeli, die weite Schwemmebene der Lütschine bei Interlaken, bevor sie an der Ortschaft Unterseen vorbei zum Thunersee fliesst. In den See fliesst seit der Flusskorrektion im 18. Jahrhundert die Kander, seither wirken sich auch deren Abflussschwankungen nicht mehr unmittelbar auf den Mittellauf der Aare aus.

Den Thunersee verlässt die Aare bei der Stadt Thun und fliesst durch das breite Aaretal zwischen Münsingen und dem Belpberg nach Bern. Bei Unteraar kommt die Giesse (auch „Giessen“) als kleiner Bach aus den Hügeln links der Aare und fliesst dann etwa zehn Kilometer lang parallel neben ihr, da das Bett der Aare durch Sedimente aus dem Hochgebirge etwas höher liegt. Die Giesse nimmt das Wasser der Aare-Aue auf und mündet im Norden des Belpmooses in die vom Alpenrand kommende Gürbe, die ausreichend Gefälle hat, um in die Aare zu münden.

Auf dem Gebiet der Stadt Bern verläuft die Aare in einem tief eingeschnittenen Tal um die im Mittelalter auf einem Geländesporn errichtete Altstadt. Mit einer seit Jahrhunderten bestehenden Staustufe, der Schwelle, wird ein kurzer Gewerbekanal, der Tych, abgeleitet. Wenig flussabwärts umfliesst die Aare in einer weiteren Talschlaufe die Engehalbinsel, bevor sie in westlicher Richtung den Wohlensee erreicht. Dieser See entstand als Stausee mit dem Bau der Staumauer des Wasserkraftwerks Mühleberg.

Nach der Einmündung der Saane bei Oltigen südlich von Aarberg fliesst die Aare durch den während der ersten Juragewässerkorrektion gebauten Hagneck-Kanal und bei Hagneck in den Bielersee. Bei Nidau verlässt sie den Bielersee und fliesst durch den Nidau-Büren-Kanal. Kurz vor Büren erreicht sie wieder ihr altes Flussbett. Die Strecke des ursprünglichen Flusslaufs zwischen Aarberg und Büren an der Aare, die sogenannte Alte Aare, bildet ein weites naturbelassenes Gebiet, das nördlich des Kanals um den weiten, bei der Flusskorrektion abgeschnittenen Altlauf im so genannten Häftli ergänzt wird.

Zusammenfluss von Aare (von rechts im Bild) und Hochrhein (von oben) zwischen Waldshut (oben links) und Bahnhof Koblenz (Mitte rechts)

Von Büren an der Aare an fliesst die Aare in einer weiten Ebene, die durch Verlandung des so genannten Solothurner Sees am Ende der letzten Kaltzeit entstand, dem Jurasüdfuss entlang in nordöstlicher Richtung durch Solothurn nach Luterbach, wo die Emme mündet. Sie fliesst an Wangen an der Aare, Bannwil, Aarwangen, Wolfwil, Murgenthal, Aarburg, Olten und Aarau vorbei und in einer klammartigen Klus durch Brugg. Dann nimmt sie kurz nacheinander Reuss und Limmat auf. Diese Gegend wird Wasserschloss der Schweiz genannt, da sich dort drei der wasserreichsten Flüsse der Schweiz vereinigen. Die Landschaft rechts der Aare zwischen Thun und Aarwangen gehörte seit dem Mittelalter zur Landgrafschaft Burgund. 60 Gemeinden in den Agglomerationen Aarau, Olten und Zofingen bildeten um 2005 eine regionale Partnerschaft unter der Bezeichnung Aareland rund um die Netzstadt Aarau/Olten/Zofingen.

Von Brugg an fliesst die Aare bei Stilli durch eine breite Klus im Jura nach Norden. Zwischen dem Ortsteil Felsenau der Gemeinde Leuggern und Koblenz (CH) gegenüber von Waldshut (DE) mündet sie bei Rhein-km 102,200 in den Rhein.

Die Aare ist mit ca. 485 m³/s der wasserreichere Fluss (Rhein: 439 m³/s); aus hydrologischer Sicht ist also der Rhein ein Nebenfluss der Aare, nicht umgekehrt. Für die Strecke von Biel nach Koblenz benötigt die Aare eine Fliesszeit von rund zwei Tagen bei mittlerem Wasserstand.[10]

Die Wassertemperatur in Bern zeigt einen typischen Tagesgang. Sie steigt im Laufe des Tages um ein Grad. Darin spiegelt sich die Erwärmung auf der Strecke vom Thunersee bis nach Bern wider. Selten werden Temperatursprünge von mehr als 5 °C während weniger Stunden beobachtet. Vermutlich hängen sie von den Windverhältnissen am Thunersee ab, wodurch Tiefenwasser aus dem See zum Ausfluss transportiert wird.

Aare (Schweiz)
Quelle (661642 / 157514)
Quelle
Mündung (659023 / 273089)
Mündung
Quelle- und Mündungsort der Aare

Flusssystem

Die Aare und ihre Zuflüsse haben verglichen mit dem übrigen Flusssystem des Rheins zwei Besonderheiten:

  • Sie durchfliessen zahlreiche natürliche Seen.
  • Mehrere der Gewässer entspringen nicht aus einer Quelle, sondern beginnen mit einem Ursprungsgletscher.

Flusshistorie

Die Aare zeichnet in ihrem gestreckt nordöstlich gerichteten unteren Laufabschnitt die seit rund 30 Millionen Jahren nachweisbare Entwässerungslinie der Vorlandsenke im Norden der sich heraushebenden Alpen nach. Nach der wechselvollen Auffüllung und schliesslichen Anhebung des einstigen schmalen Helvetmeeres entwässerte das Gebiet wechselnd west- oder ostwärts, bis sich im Pliozän vor 3 bis 4 Millionen Jahren das obere Flusssystem der Urdonau herausbildete. Eine Zeitlang war sein Hauptquellfluss sogar die obere Rhone. Im jüngeren Pliozän brach diese Aare-Donau zur Burgundischen Pforte hin aus und bildete als Aare-Sundgaustrom den Hauptstrang der Ur-Rhone. Am Ende des Pliozäns war die Talwasserscheide quer zum heutigen Oberrheingraben nahe dem einstigen Kaiserstuhl-Vulkan so weit abgesunken, dass der Strom erneut ausbrach und zum Hauptstrang des sich rasch ausweitenden Rhein-Systems wurde. Erst vor rund 800.000 Jahren wurde der Alpenrhein, damals Hauptstrang der verbliebenen Donau, nach Westen zum heutigen Hochrheintal hin abgelenkt, wohl unter Mitwirkung der ersten grossen pleistozänen Vergletscherungen des Alpenvorlandes, aber auch tektonischer Veränderungen: Heute liegt das Mittelwasser der Donau in Neu-Ulm 466,68 m ü. NHN,[11] das des Bodensees bei 395,3 m ü. NHN.[12]

Damit war die Aare im Laufe ihrer Geschichte der oberste hydrologische Hauptstrang aller drei nordalpinen Stromsysteme.

Gliederung

Der Verlauf der Aare besteht im Wesentlichen aus drei Teilen:

  • Zunächst ist sie ein Alpenfluss, der in zwei Fjordseen ausläuft. Der ursprünglich zusammenhängende See wurde durch Sedimente des seitlichen Zuflusses Lütschine geteilt. Der Einzugsbereich dieses alpinen Abschnitts der Aare entspricht grossenteils dem Berner Oberland.
  • Dann fliesst sie nordwestwärts vom Alpenrand zum Fuss des Juragebirges.
  • Dort folgt sie wie schon ihr von Westen einmündender Nebenfluss, die überwiegend aus dem Neuenburgersee bestehende Zihl, dem Jurasüdfuss. Östlich von Brugg wendet sie sich nach Norden und fliesst durch eine weite Juraklus dem Rhein zu.
Einzugsgebiet der Aare

Den Weg aus den Alpen ins Schweizer Mittelland nehmen in ähnlicher Weise ihr linker Zufluss Saane und dann die beiden grossen rechten Zuflüsse Reuss (Fluss) und Limmat, die nahe beieinander am Jurafuss die Aare erreichen, 15 bzw. 14 km vor deren Mündung in den Rhein. Das Einzugsgebiet der Aare oberhalb der Reussmündung ist mit 11'709 km² etwa so gross wie das des Bodensees (11'487 km², Ausfluss 78,4 km oberhalb der Aaremündung). Unterhalb der Mündung der Limmat ist der mittlere Abfluss der Aare grösser als derjenige des Rheins vor der Aaremündung.

Von den im Mittelland entstehenden Aare-Nebenflüssen sammeln sich die südwestlichen in der Zihl. Die übrigen fliessen annähernd parallel zueinander und münden zwischen dem Bielersee und der Reuss in die Aare.

Die bedeutenden Zuflüsse aus dem Jura sind von den Besonderheiten dieses Kalkgebirges geprägt: Die Orbe fliesst zwischen ihrem Oberlauf in einem beidseits vom Einzugsgebiet der Rhone begrenzten Tal und dem Unterlauf durch eine Doline. Die Areuse erhält durch zwei seitliche Karstquellen Wasser aus Hochtälern ohne oberirdischen Abfluss. Die Schüss entspringt in einem Karstgebiet, das nördlich des Passübergangs der Vue des Alpes liegt, und durchquert auf ihrem Lauf verschiedene Juraklusen. Die Dünnern schneidet etwa in der Mitte ihres Laufs eine Klus in das Juragestein und erreicht bei Oensingen das Mittelland.

Flusssystemtafel

Hauptartikel: Flusssystemtafel zur Aare

Zuflüsse

Diagramme

Nebenflüsse mit einem mittleren Abfluss grösser 40 m³/s

Nebenflüsse mit einem Einzugsgebiet grösser 500 km²

Nebenflüsse mit einer Länge grösser 40 km

Direkte Zuflüsse

Im Folgenden werden die Zuflüsse der Aare mit einem Einzugsgebiet grösser 50 km² in der Reihenfolge von der Quelle zur Mündung genannt. Angegeben ist der Name, die Gewässerkennzahl[Z 1] (GKZ), die orographische Lage der Mündung, die Länge in km, die Grösse des Einzugsgebietes in km², der mittlere Abfluss (MQ) in m³/s, die Höhenlage der Mündung und der Mündungsort. Die Kenngrössen erfolgen nach dem GIS des Bundesamts für Landestopografie (Swisstopo).

Zuflüsse der Aare > 50 km²
NameGKZLageLänge
in km
EZG
in km²
MQ
in m³/s
Mündungs­ortMündungs­höhe
in m
Bemerkungen


Ürbachwasser580links0018,70000068,42000004,9900 bei Innertkirchen63000000
Gadmerwasser über Steiwasser[Z 2]569rechts021,60000168,85000011,5700 bei Innertkirchen62000000Das Gadmerwasser[Z 3] ist 17,6 km lang
Rychenbach1874links0012,00000052,59000002,8300 bei Meiringen59700000
Lütschine[Z 4]
(mit Schwarzer Lütschine)
500links0029,30000386,38000019,7200 bei Interlaken56400000mündet in den Brienzersee
Kander430links0060,70001094,19000042,6000 bei Thun55800000mündet in den Thunersee
Zulg548rechts023,30000088,15000002,4000 nordwestlich von Thun55000000
Glütschbach8890links0026,00000054,99000001,5400 bei Uttigen54400000
Chise548rechts021,00000071,18000002,1000 westlich der Kiesen53500000
Gürbe471links0029,60000143,00000003,0800 kurz vor Wabern bei Bern50500000
Worble544rechts014,90000069,80000001,7000 bei Worblaufen48900000
Saane227links0125,90001892,86000053,3000 westlich von Bern46100000
Zihl[Z 5]207links0119,60002728,00000053,5000 bei Neuveville43100000mündet als Zihlkanal in den Bielersee
Schüss274links0043,40000216,27000006,1500 in Brügg42900000mündet in den Bielersee
Emme468rechts082,00000975,89000019,1000 bei Luterbach42600000
Ösch1354rechts028,00000084,50000002,1000 nordöstlich von Burgdorf41700000
Önz524rechts024,80000087,36000001,6400 bei Graben41700000
Murg[Z 6]
(mit Langete)
497rechts034,00000184,82000003,4700 bei Murgenthal40000000
Wigger507rechts041,00000380,29000007,3500 zwischen Rothrist und Aarburg39200000
Dünnern436links0036,00000234,00000004,2800 bei Olten38900000
Suhre495rechts034,00000368,29000006,4500 östlich von Aarau36000000
Aabach[Z 7]
(mit Ron)
680rechts039,00000302,70000005,2100 in Wildegg34800000
Reuss38rechts164,00003425,97000140,0000 bei Windisch32900000
Limmat[Z 8]
(mit Linth)
294rechts141,20002412,38000101,0000 bei Gebenstorf32800000Die Limmat allein ist 36 km lang
Surb696rechts020,00000066,80000000,8700 in Döttingen32000000
Aare[Z 9]37291,500017.709,00000558,0000 bei Koblenz AG31200000mündet in den Rhein

Anmerkungen zur Tabelle

  1. In der Schweiz die GEWISS-Nummer
  2. Die Längenangabe bezieht sich auf den Strang Gadamerwasser-Steiwasser
  3. Namensstrang
  4. Gesamtlänge mit der Schwarzen Lütschine, die Lütschine selbst ist 8,6 km lang
  5. Länge: Orbe 63,5 km + Zihl 9,0 km + Neuenburgersee 38,3 km + Zihlkanal 8,8 km = 119,6 km
  6. Gesamtlänge mit der Langete, die Murg selbst ist 2,4 km lang
  7. Gesamtlänge mit der Ron
  8. Gesamtlänge mit Linth und Zürichsee, die Limmat selbst ist 36 km lang
  9. Die Daten der Aare zum Vergleich

Hochwasser

Hochwasser Juni 2005, hier in Olten mit älteren Hochwassermarken

Hochwasserwahrscheinlichkeit

Das mittlere Jahreshochwasser der Aare beträgt an der Messstelle Untersiggenthal bei Stilli 1574 m³/s.

Die höchste bisher gemessene Jahresspitze wurde beim Jahrhunderthochwasser 2007 erreicht und betrug 2656 m³/s[13].

Die Tabelle der Hochwasser-Wahrscheinlichkeit:

Eintrittswahrscheinlichkeit von Jahreshochwasserwerten (HQn)
Messperiode 1904–2017 [14]
Messstelle: Aare – Untersiggenthal, Stilli – 2205
Jährlichkeit (Jahre)25203050100
Abfluss (m³/s)151822212446
Anmerkung zu HQn: die Zahl entspricht dem Hochwasserdurchfluss (HQ = Hochwasserquantität) in m³/s, der sich – im Mittel – mit der angegebenen Jährlichkeit (n = Anzahl der Jahre) wiederholt.

Historische Hochwasser der Aare

Das schwerste überlieferte Hochwasser im Flussgebiet der Aare ereignete sich im Rahmen des Magdalenenhochwassers von 1480, das auch andere Teile des Rheingebiets betraf, aber nicht so ausgedehnte Regionen wie das Magdalenenhochwasser von 1342. Nach regenreichem Mai und Juni hatte eine Hitzewelle die Schneeschmelze in den Alpen beschleunigt. Dann fielen tagelang schwere Niederschlägen in den Voralpen. Die Schäden in den Städten entlang der Aare sind in den spätmittelalterlichen Chroniken gut dokumentiert. In Solothurn wurde ein Teil der Stadt und die Aarebrücke überflutet.[15]

Weitere ausserordentliche Hochwasser führte die Aare in den Jahren 1651, 1852, 1876 und 1999.

Mögliche Extremhochwasser

Ein 2021 veröffentlichter Bericht[16][17] im Auftrag von BAFU, BFE, ENSI, BABS, MeteoSchweiz und ausgeführt u. a. von Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Universität Zürich und Paul Scherrere Institut PSI schätzt die möglichen Auswirkungen von Hochwassern mit einer Wiederkehrperiode von bis zu 100'000 Jahren ab. Dies vor allem hinsichtlich der Kernkraftwerke Mühleberg, Gösgen und Beznau, die an der Aare liegen: In Mühleberg würde ein 100’000-jährliches Hochwasser das Gelände knapp 1 m hoch überfluten; beim KKW Gösgen betrüge die Wassertiefe bei einem 100’000-jährlichen Hochwasser 1,15 m, während in Beznau mit ca. 1,1 m zu rechnen wäre. Zudem könnte beim Hagneckkanal der alte Aarelauf reaktiviert werden.

Nutzungs- und Kulturgeschichte

Frühe Nutzung

Im Mittelalter war die Aare ein wichtiger Grenzfluss: Sie trennte z. B. die Stammesherzogtümer Burgund und Alemannien, war Grenzabschnitt der karolingischen Reichsteilungen und trennte auch eine Weile Hochburgund vom römisch-deutschen Reich. Mit der Gründung der Stadt Bern am Ende vom 12. zum 13. Jahrhundert änderte sich der Charakter der Aare, denn spätestens ab Mitte des 13. Jahrhunderts gab es Brücken über den Fluss und entwickelten sich zusammenhängende Herrschaftsgebiete auf beiden Seiten der Aare.

Die kurzen Grenzabschnitte, die heute an verschiedenen Stellen vom Aarebett abweichen, sind auf die früheren natürlichen Mäander zurückzuführen, die seinerzeit noch die Grenzziehung vorgegeben hatten und heute trocken gefallen sind.

Lange Zeit war die Aare für die Holzflösserei wichtig. Holz aus dem Emmental wurde zum Rhein und bis zu dessen Mündung in die Nordsee transportiert. Zur Erinnerung an diese Tradition besteht zwischen Stilli und Laufenburg der kulturhistorische Flösserweg.

Die Aarestrecke von Nidau bis Solothurn ist ebenso wie der Bielersee schiffbar. Seit der Antike diente die Aare dem Schiffsverkehr, wie einer Steininschrift der römischen Schiffleute in Avenches zu entnehmen ist.[18] Der Fernverkehr auf dem Fluss kam erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nach dem Bau der Eisenbahnlinien und der ersten Flusskraftwerke zum Erliegen.

Heutige Nutzung

Kraftwerke

Wasserkraft

Das Wasser der Aare dient in zahlreichen Wasserkraftwerken der Elektrizitätsproduktion. Im Quellgebiet an der Grimsel befinden sich die Kraftwerksgruppe der Kraftwerke Oberhasli (KWO). Sie verarbeitet mit ihren Speicherkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke das Wasser aus den Stauseen Oberaar, Grimsel, Räterichsboden und Gelmer zu Spitzenenergie, die eine wichtige Rolle in der Netzregelung spielt. Kurzfristig kann eine Leistung von 1,3 GW abgerufen werden, was ungefähr der Leistung des Kernkraftwerks Leibstadt entspricht.

Ab Interlaken bis zur Mündung wird das Wasser der Aare für den Betrieb mehreren Niederdruck-Laufwasserkraftwerken benutzt.

Karte

Liste der Wasserkraftwerke der Aare:[19]

Name des KraftwerksBesitzerTyp des KraftwerksLageerste Inbetrieb-
nahme
Durchfluss-
menge m³/s
Höhendif mTurbineLeistung MWEnergie pro Jahr GWh/a
Grimsel 1

Oberaarsee

KWOSpeicherkraftwerkChessituren, Guttannen195485361 × Doppel-Pelton33,674
Grimsel 1,

Grimselsee

KWOSpeicherkraftwerkChessituren, Guttannen197420,21421 × Francis32,232,8
Grimsel 2KWOUmwälzwerkChessituren, Guttannen19811004 horizontale Maschinengruppen bestehend aus Francis + Motor/Generator + einstufige Pumpe, davon eine Gruppe mit Frequenzumrichter388600
Grimsel NollenKWOkleines Laufkraftwerk im Verbindungsstollen GrimselseeGelmersee (Nachschubturbine)Spittelnollen, Guttannen20172,51 × Francis1,15
Handeck 1KWOSpeicherkraftwerkHandegg, Guttannen193210,56802 × Pelton45168
Handeck 2 + 2aKWOSpeicherkraftwerkHandegg, Guttannen19504655 × vertikale Pelton215262
Handeck 3

(Isogyre)

KWOPumpspeicherkraftwerkHandegg, Guttannen197614,31 × horizontale Isogyre-Pumpturbine5539
Hopflauenen (Trift)KWOSpeicherkraftwerkHopflauenen, Gadmen196723,64632 × Doppel-Pelton81,6245
Innertkirchen 1 + 1aKWOSpeicherkraftwerkInnertkirchen1943696 × Pelton394720
Innertkirchen 2KWOSpeicherkraftwerkInnertkirchen196729,52422 × Francis54,8161
InterlakenIBILaufkraftwerk

kleines historisches Ausleitungskraftwerk

Schifffahrtskanal, Interlaken1897303,63 × Kaplan0,825,1
Interlaken-DotierzentraleIBIDotierzentrale (Kleinkraftwerk)Aare-Stauwehr, Interlaken1996150,31,2
AAREwerk62Energie ThunLaufwasserkraftwerk (Ausleitungskraftwerk)Thun19621252 × vertikale Kaplan6,3232
AAREwerk94Energie ThunLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Thun191749,71 × S-Turbine2,838,4
ThunRUAGkleines Laufwasserkraftwerk der MunitionsfabrikGewerbekanal, Thun190160,442
MatteEWBLaufwasserkraftwerk (Ausleitungskraftwerk)Matte, Bern1891402–31 × S-Turbine1,166,8
Engehalde-DotierzentraleEWBDotierzentrale (Kleinkraftwerk)Stauwehr Kraftwerk Felsenau, Felsenau, Bern1998160,442,6
FelsenauEWBLaufwasserkraftwerk (Ausleitungskraftwerk)Felsenau, Bern19091001 × Rohrturbine11,573
MühlebergBKWLaufkraftwerk am Wohlensee

(Durchlaufkraftwerk)

Buttenried, Mühleberg1919291201× Kaplan

6× Francis

45160
Niederried-RadelfingenBKWLaufwasserkraftwerk (Ausleitungskraftwerk)Niederried

Radelfingen

19631702 × Kaplan1581,2
AarbergBKWLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Aarberg19681702 × Kaplan1590
KallnachBKWLaufwasserkraftwerk

(Ausleitungskraftwerk)

Kallnach1913451 × Rohrturbine8,149
Hagneck (alt)Bielersee

Kraftwerke

altes Laufwasserkraftwerken benutzt als DotieranlageHagneckkanal, Hagneck1900403 × Propeller

2 × Kaplan

311
HagneckBielersee

Kraftwerke

Laufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Hagneckkanal, Hagneck20152802 × Rohrturbine2199
BrüggBielersee

Kraftwerke

Laufwasserkraftwerk

(Buchtenkraftwerk)

Nidau-Büren-Kanal, Brügg19952192 × Rohrturbine5,221,3
FlumenthalAlpiqLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Flumenthal19703956–8.53 × Rohrturbine23,4147
BannwilBKWLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Bannwil19704353 × Rohrturbine28,5149
WynauOnyxLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Wynau19962201 × Rohrturbine1251
SchwarzhäusernOnyxLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Schwarzhäusern19232004 × Propeller8,241
RuppoldingenAlpiqLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Boningen20004754–6.52 × Rohrturbine21,1115
GösgenAlpiqLaufwasserkraftwerk

(Ausleitungskraftwerk)

Niedergösgen191738013–17.45 × Kaplan48.5300
Aarau StadtEniwaLaufwasserkraftwerk

(Ausleitungskraftwerk)

Aarau18933945.3–7.49 × Kaplan

2 × Propeller

1 × Francis

16102
RüchligAxpoLaufwasserkraftwerk

(Ausleitungskraftwerk)

Aarau19293603.3–3.54 × Rohrturbine954
RüchligAxpoDotierzentrale (Kleinkraftwerk)Aarau2014401,28,1
Rupperswil-AuensteinAxpoLaufwasserkraftwerk

(Ausleitungskraftwerk)

Auenstein AG19454922 × Kaplan40221
RupperswilAxpoDotierzentrale (Kleinkraftwerk)Rupperswil1945251,710
Wildegg-BruggAxpoLaufwasserkraftwerk

(Ausleitungskraftwerk)

Villnachern19534102 × Kaplan50290
Wildegg-BruggAxpoDotierzentrale (Kleinkraftwerk)Schinznach-Dorf195311,50,63,5
BeznauAxpoWehrkraftwerkDöttingen AG20011401 × Kaplan636
BeznauAxpoLaufwasserkraftwerk

(Ausleitungskraftwerk)

Döttingen AG190241811 × Propeller20120
KlingnauAxpoLaufwasserkraftwerk (Durchlaufkraftwerk)Klingnau

Gippingen

19358103 × Kaplan38230
Total25014827
Kernkraftwerke

Am Flusslauf befinden sich die Schweizer Kernkraftwerke Mühleberg, Gösgen und Beznau, deren Kühlsysteme Wasser aus der Aare verwenden.

Verkehr

Kanalisation
Alte Aare und Führung der Aare durch den Bielersee seit 1878

Auf mehreren Abschnitten wurde der Flussverlauf durch grosse Baumassnahmen verändert. Seit dem 18. Jahrhundert versuchten die Kantone Bern und Solothurn, die durch Erosion gefährdeten Ufer an zahlreichen Stellen zu sichern und zogen dazu den Bündner Spezialisten Richard La Nicca bei. Mit der ersten Juragewässerkorrektion, einem der grössten Flussbauprojekte der Schweiz im 19. Jahrhundert, sanierten Bund und Kantone das versumpfte und von häufigen Überschwemmungen bedrohte Berner Seeland, indem die Aare und ihr Geschiebe in den Bielersee umgeleitet wurden. Seit 1939 steuert das Regulierwehr Port den Wasserhaushalt der Seen und der Aare im Abschnitt am Jurasüdfuss. In der Pegelstation bei Murgenthal wird der für die Regulierung massgebliche Wasserstand der Aare gemessen, weil sich dort auch die von der Emme zugeführte Wassermenge auswirkt.[20]

Die zweite Juragewässerkorrektion verbesserte um 1960 die Wirkung der Wasserstandregulierung.

Die 1964 gegründete Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare setzte sich gegen den Ausbau der Flussstrasse durch den geplanten Transhelvetischen Kanal ein.

Schifffahrt

Heute betreibt die 1966 aus einer Vorgängergesellschaft hervorgegangene Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft AG mit Sitz in Biel die Kurse auf dem Bielersee und der Aare.

Brücken

Über die Aare führen zahlreiche Brücken. In der Stadt Bern alleine 18 an der Zahl. (→ Liste der Aarebrücken)

Freizeit und Erholung

Wassertemperatur der Aare bei Bern im Juli/August 2013

Auf vielen Abschnitten hat die Aare einen hohen Wert für sportliche Aktivitäten. Fast der ganze Flusslauf unterhalb von Meiringen kann mit Booten befahren werden.[21][22] Das Flussufer ist wenig zerklüftet und vielerorts gut zugänglich, sodass man trotz der stellenweise recht hohen Strömung gefahrlos in der Aare baden kann. Strandbäder mit direktem Zugang in den Fluss bestehen bei Thun, Münsingen, Muri, Bern, Solothurn, Wangen, Brugg und Olten.

Die Flusslandschaft entlang der Aare ist ein wichtiges Naherholungsgebiet und verfügt über gut markierte Wander- und Velowege. Der Verein AareLand unterstützt verschiedene Projekte zur Koordination der Freizeitaktivitäten und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der Region.

Siehe auch

  • Aarmassiv
  • Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare

Literatur

  • Johannes Zürcher: Aar-Korrektion zwischen Thun und Uttigen (Teil 1). In: Allgemeine Bauzeitung, Jahrgang 1876, S. 65–67, mit zwei Zeichnungsblättern (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/abz
  • Johannes Zürcher: Aar-Korrektion zwischen Thun und Uttigen (Teil 2). In: Allgemeine Bauzeitung, Jahrgang 1876, S. 79–83 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/abz
  • Erich Liechti, Jürg Meister, Josef Gwerder: Die Geschichte der Schifffahrt auf den Juragewässern. Neuenburgersee – Murtensee – Bielersee – Aare. Meier, Schaffhausen 1982, ISBN 3-85801-035-9.
  • H. Juilard: Der Ausbau der Wasserkräfte im Oberhasli. In: Schweizerische Bauzeitung. Band 70, 1952, S. 707ff.
  • Kurt Hasler: Die ehemalige Flösserei auf der Aare. In: Oltner Neujahrsblätter. Band 33, 1975, S. 35–40.

Weblinks

Wiktionary: Aare – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Aare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource Wikisource: Aare – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon

Einzelnachweise

  1. Grenzfluss zwischen Berner- und Urner Alpen
  2. Geografische Namen der Landesvermessung (Bundesamt für Landestopografie swisstopo)
  3. Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  4. Hydrologischer Atlas der Schweiz: Objektinformation des untersten Gewässerlaufabschnitts der Aare
  5. Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Gebietsauslässe. Abgerufen am 30. Mai 2019.
  6. Messstation Bern, Schönau 2016 (PDF), Bundesamt für Umwelt BAFU
  7. Messstation Brugg 2016 (PDF), Bundesamt für Umwelt BAFU
  8. Messstation Untersiggenthal, Stilli 2016 (PDF), Bundesamt für Umwelt BAFU
  9. Andres Kristol: Aarau AG (Aarau). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 73.
  10. Broschüre der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare
  11. Hochwassernachrichtendienst Bayern: Pegel Neu-Ulm
  12. WSV: Pegel Konstanz
  13. Hochwasserwahrscheinlichkeiten (Jahreshochwasser), Aare – Untersiggenthal, Stilli. (PDF) Bundesamt für Umwelt BAFU, Abteilung Hydrologie, abgerufen am 9. Juni 2020.
  14. Messstelle: Aare – Untersiggenthal, Stilli (2205) , auf BAFU Hydrodaten
  15. Christian Pfister und Oliver Wetter über das Hochwasser von 1480
  16. Extremhochwasser an der Aare. Hauptbericht Projekt EXAR. Methodik und Resultate | DORA WSL. Abgerufen am 9. März 2021.
  17. Extremhochwasser an der Aare. Wichtigste Erkenntnisse und Resultate des Projekts EXAR | DORA WSL. Abgerufen am 9. März 2021.
  18. CIL XIII 5096
  19. Bundesamt für Energie (Hrsg.): Statistik der Wasserkraftanlagen der Schweiz. 1. Januar 2020 (admin.ch).
  20. Regulierung der Jurarandseen bei Hochwasser (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)
  21. Eberle, Iwona. Gummibootführer Schweiz. Thun: Werd Verlag, 2015, ISBN 978-3-85932-742-9.
  22. Ramajzl, Hans. DKV Auslandsführer 01: Österreich/Schweiz (Kanuführer für die Gewässer des Alpenraumes). Duisburg: DKV, 2009, ISBN 978-3-937743-19-6.

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Aar joining Rhine. Aerial view. Aar flowing north (from the bottom right side) into the Rhine.
  • Train station of Koblenz slightly to the right of the center
  • Felsenau (Leuggern) slightly to the left of the center
  • Gippingen (Leuggern) on the lower right side
  • Klingnauer Stausee, a reservoir on the Aar, above it
  • Waldshut (Germany), north of the Rhine