Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren

Die Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF bund) ist ein Zusammenschluss der Leiterinnen und Leiter von Berufsfeuerwehren in Deutschland. Sie stellt eine sich selbst tragende Vereinigung im Deutschen Städtetag (DST) dar.[1]

Geschichte

Die AGBF wurde am 8. Juni 1952 in Mannheim gegründet, weil sich die Berufsfeuerwehren in den Gremien des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes nicht ausreichend repräsentiert sahen. Initiator war der Leiter der Berufsfeuerwehr Kiel, Holsten. Erster Vorsitzender wurde der Leiter der Berufsfeuerwehr Mannheim, Gert Magnus. Bis einschließlich des Jahres 1989 waren in der AGBF nur westdeutsche Berufsfeuerwehren vertreten. Im März 1990 nahmen erstmals Vertreter von Berufsfeuerwehren der DDR teil.[2]

Aufgaben

Die AGBF hat nach eigener Angabe „die Aufgabe, Erfahrungsaustausch zu pflegen, auf eine Koordination in wichtigen Fragen der Feuerwehren hinzuwirken sowie Grundsätze und Empfehlungen im Bereich des Feuerwehrwesens, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes und der Gefahrenabwehr auf dem Gebiete des Umweltschutzes zu entwickeln.“ [1] Besondere Bedeutung kommt der AGBF zum Beispiel bei der Ausbildung von Höhenrettungsgruppen zu, bei der sie den Quasi-Standard bildet. Gleiches gilt für die vom AGBF als Qualitätskriterien entwickelten Schutzziele (Bewältigung kritischer Wohnungsbrand – Hilfsfrist, Funktionsstärke, Erreichungsgrad), die eine Basis der aktuellen Brandschutzbedarfsplanungen darstellen.

Organisation

Neben der AGBF Bund gibt es in jedem der 16 Bundesländern eine AGBF. Sie bestehen aus den Leiterinnen und Leitern der Berufsfeuerwehren des jeweiligen Bundeslandes.

Alle drei Jahre findet die Vollversammlung statt, an der alle Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren teilnehmen können.[3]

Die AGBF-Bund hat einen Vorsitzenden und vier Stellvertreter, die sowohl die unterschiedlichen Größen der Berufsfeuerwehren als auch die geografische Verteilung repräsentieren.

Neben dem Vorstand gibt es den Arbeitskreisgrundsatzfragen (AK G) als zentrales Gremium. Ihm gehören der Vorstand, die Landesvorsitzenden und die Vorsitzenen der Arbeitskreise / Fachausschüsse an. Der AK G tagt in der Regel zwei Mal pro Jahr.[4]

Die Facharbeit wird in Arbeitskreisen geleistet, die in der Regel zwei Mal pro Jahr tagen.

Der Vorsitz der AGBF Bund und der jeweiligen Arbeitskreise wird von den Leitungen der Berufsfeuerwehren in Deutschland oder hochrangigen Abteilungsleitungen der jeweiligen Berufsfeuerwehren übernommen.

Der Vorsitzende der AGBF-Bund, Leitender Branddirektor Jochen Stein, leitet die Berufsfeuerwehr in Bonn.[5]

Arbeitskreise der AGBF-Bund[6]
ArbeitskreisLeitung des Arbeitskreises
Arbeitskreis AusbildungOberbranddirektor Volker Skrok
Arbeitskreis GrundsatzfragenOberbranddirektor Jörg Sauermann
Arbeitskreis RettungsdienstBranddirektor Jörg Schmidt

Zusätzlich zu den Arbeitskreisen bestehen gemeinsame Fachausschüsse mit dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV)

Arbeitsgruppen und Fachausschüsse der Arbeitskreise der AGBF-Bund[7]
FachausschussLeitung der des Fachausschusses
Fachausschuss Einsatz und TaktikLtd. Branddirektor Andreas Ruhs
Fachausschuss Leitstellen und DigitalisierungLtd. Branddirektor Florentin v. Kaufmann
Fachausschuss TechnikLtd. Branddirektor Jörg Fiebach (Stv.)
Fachausschuss Vorbeugender Brand- und GefahrenschutzLtd. Branddirektor Peter Bachmeier
Fachausschuss Zivil- und KatastrophenschutzLtd. Branddirektor Per Kleist

Siehe auch

Quellen

  1. a b Wir über uns. AGBF bund – Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF), abgerufen am 25. April 2018.
  2. Gerhard Schleß: Die AGBF. In: 50 Jahre Berufsfeuerwehr Wolfsburg. Wolfsburg, 2002
  3. Vollversammlung.
  4. Arbeitskreise und Fachausschüsse.
  5. AGBF Wir über uns.
  6. [1]
  7. https://www.agbf.de/arbeitskreise