27. Flak-Division

27. Flak-Division

Aktiv19. September 1944 bis 4. Mai 1945
StaatDeutsches Reich NS Deutsches Reich
StreitkräfteWehrmacht
TeilstreitkraftLuftwaffe
TruppengattungFlakartillerie
AufstellungsortKönigsberg

Die 27. Flak-Division war ein Großverband der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte

Hervorgegangen durch Umwandlung der vormals 11. Flakbrigade am 19. September 1944 mit Gefechtsstand in Königsberg (Ostpreußen) unter dem Kommando von Oberst Alexander Nieper oblag der Division die Sicherung des Luftraumes (später auch Bodenkampf) nachstehender Gebiete. Sie gliederte sich zum 1. November 1944 unter ihrem neuen Kommandanten Generalleutnant Walter Kathmann wie folgt:

  • Flakregiment 62 Westpreußen-Danzig, (nur bis Dezember 1944)
    • gemischte Flakabteilung 114
    • gemischte Flakabteilung 315
    • gemischte Flakabteilung 316 und
    • gemischte Flakabteilung 317[1]
  • Flakregiment 81 Ostpreußen-Königsberg,
    • gemischte Flakabteilung 172
    • gemischte Flakabteilung 214
    • schwere Flakabteilung 217
    • schwere Eisenbahnflakabteilung 872 E
    • leichte Flakabteilung 833
    • Flakscheinwerferabteilung 348
    • Flakscheinwerferabteilung 378[2]
  • Flakregiment 121 mit Regimentsstab in Bromberg
    • schwere Flakabteilung 213
    • schwere Flakabteilung 633[3]
  • Flakbrigade 16 (nur für November 1944)
  • Flakregiment 6 (ab 13. Januar 1945)[4]

Anfang Januar 1945 wurde der Division die operative Führung aller im Bereich der 3. Panzerarmee befindlichen Flakeinheiten zugeteilt. Am 14. Januar 1945 begann der sowjetische Angriff auf Ostpreußen. Ihre unterstellten Regimenter lagen zu dieser Zeit im Abschnitt GaudenzWeichselmündung. Allerdings wurde der Führungsstab der 27. Flak-Division bereits am 31. Januar 1945 von dieser Aufgabe entbunden und nach Stargard verlegt, wo er als Verfügungsreserve auf neue Befehle warten musste. Schließlich wurde der Führungsstab im Großraum Stettin eingesetzt. Hier sollte er die Führung der Flakkräfte im Raum FürstenbergOdermündung übernehmen. Im Februar 1945 erfolgte ein letzter Wechsel an der Führungsspitze der Division. So übernahm am 10. Februar 1945 das Kommando Generalleutnant Walter von Hippel, der die Führung bis Kriegsende innehielt. Mit Beginn des Monats April 1945 unterstanden der Division noch folgende Verbände:

  • 6. Flakbrigade
    • Flaksturmregiment 6
    • Flaksturmregiment 21
    • Flakscheinwerferregiment 84 sowie das
    • Flakscheinwerferregiment 171 (ohne Verbände)

und die

  • 15. Flakbrigade
    • Flakregiment 138
    • Flakregiment 145 mit dem
    • Flakregiment Herzberg. (es besteht hier jedoch eine Unklarheit, da der Regimentsstab bereits am 6. April 1945 aufgelöst wurde)
      • gemischte Flakabteilung (Prenzlau)
      • Stab der schweren Flakabteilung 1106

Die letzte Gliederung der Division vom 27. April 1945 mit Gefechtsstand in Züsedom umfasste noch 89 schwere sowie 25 mittlere und leichte Batterien.

Einsatz in den letzten Kriegstagen und Verbleib der Einheiten

  • Führungsstab: im Raum Stettin am 4. Mai 1945 in sowjetische Gefangenschaft geraten.
  • 6. Flakbrigade
    • Flaksturmregiment 6: Reste möglicherweise in den letzten Kriegstagen Mai 1945 als Artillerieeinheit bei der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division.
    • Flaksturmregiment 21: nicht bekannt.
    • Flakscheinwerferregiment 84: nicht bekannt.
    • Flakscheinwerferregiment 171 (am 6. April 1945 in Flak-Regiment 171 umbenannt): nicht bekannt.
  • 15. Flakbrigade
    • Flakregiment 138: zerschlagen.
    • Flakregiment 145: zerschlagen, wobei einigen wenigen die Absetzung in amerikanische Gefangenschaft, u. a. der Kommandant gelungen ist.
    • Flakregiment Herzberg: unbekannt, da der Regimentsstab am 6. April 1945 aufgelöst wurde. Über den Verbleib ihrer beiden Abteilungen ist nichts bekannt.[5] Inwieweit die Gliederungszahlen noch als realistisch anzusehen waren, muss aufgrund der genannten Fakten ungeklärt bleiben.

Einzelnachweise

  1. Karl-Heinz Hummel: Die deutsche Flakartillerie 1935–1945. Ihre Großverbände und Regimenter. VDM, Zweibrücken 2010, ISBN 978-3-86619-048-1, S. 278.
  2. Karl-Heinz Hummel: Die deutsche Flakartillerie 1935–1945. Ihre Großverbände und Regimenter. VDM, Zweibrücken 2010, ISBN 978-3-86619-048-1, S. 295, 296.
  3. Karl-Heinz Hummel: Die deutsche Flakartillerie 1935–1945. Ihre Großverbände und Regimenter. VDM, Zweibrücken 2010, ISBN 978-3-86619-048-1, S. 334.
  4. Karl-Heinz Hummel: Die deutsche Flakartillerie 1935–1945. Ihre Großverbände und Regimenter. VDM, Zweibrücken 2010, ISBN 978-3-86619-048-1, S. 198.
  5. Karl-Heinz Hummel: Die deutsche Flakartillerie 1935–1945. Ihre Großverbände und Regimenter. VDM, Zweibrücken 2010, ISBN 978-3-86619-048-1, S. 140, 153, 394.

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National- und Handelsflagge des Deutschen Reiches von 1935 bis 1945, zugleich Gösch der Kriegsschiffe.
Das Hakenkreuz ist im Vergleich zur Parteiflagge der NSDAP um 1/20 zum Mast hin versetzt.
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