(3141) Buchar

Asteroid
(3141) Buchar
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
OrbittypHauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse3,404 AE
Exzentrizität0,066
Perihel – Aphel3,180 AE – 3,627 AE
Perihel – Aphel AE –  AE
Neigung der Bahnebene10,9°
Länge des aufsteigenden Knotens320,6°
Argument der Periapsis160,7°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs23. Juni 2024
Siderische Umlaufperiode6 a 102 d
Siderische Umlaufzeit{{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit{{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit16,13 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser36,1 km ± 2,2 km
Abmessungen{{{Abmessungen}}}
MasseVorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo0,09
Mittlere Dichteg/cm³
Rotationsperiode11 h 25 min
Absolute Helligkeit10,9 mag
Spektralklasse{{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
EntdeckerAntonín Mrkos
Datum der Entdeckung2. September 1984
Andere Bezeichnung1905 CE, 1952 PE, 1952 RQ, 1953 UF, 1953 VK2, 1977 NM, 1977 OE, 1979 YW9, 1984 RH
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(3141) Buchar ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 2. September 1984 vom slowakischen Astronomen Antonín Mrkos am Kleť-Observatorium in der Tschechoslowakei bei einer Helligkeit von 16,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 9. Februar 1905 an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg, 1952 und 1953 am Goethe-Link-Observatorium in Indiana, 1952 an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl sowie 1977, 1979 und 1980 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt in Erinnerung an den tschechischen Astronomen Emil Buchar (1901–1979), Professor für Astronomie und Geodäsie an der Tschechischen Technischen Universität Prag. Er war einer der Pioniere der Satellitengeodäsie und hatte 1925 selbst den Asteroiden (1055) Tynka entdeckt.

(3141) Buchar wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (3141) Buchar, für den damals Werte von 36,1 km bzw. 0,09 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen, die im Mai 2006 und August 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, führte 2012 zu Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 40 ± 1 km bzw. 0,07.[2]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (3141) Buchar eine taxonomische Klassifizierung als D-Typ.[3]

Buchar-Familie

(3141) Buchar ist namensgebendes und größtes Mitglied einer Asteroidenfamilie mit ähnlichen Bahneigenschaften, wie eine Große Halbachse von 3,34–3,45 AE, eine Exzentrizität von 0,03–0,10 und eine Bahnneigung von 11,3°–12,7°. Taxonomisch handelt es sich um Asteroiden der Spektralklassen X, D und C, die mittlere Albedo liegt bei 0,06. Die Buchar-Familie umfasste im Jahr 2019 65 bekannte Mitglieder.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).
  2. T. Kasuga, F. Usui, S. Hasegawa, D. Kuroda, T. Ootsubo, T. G. Müller, M. Ishiguro: AKARI/AcuA Physical Studies of the Cybele Asteroid Family. In: The Astronomical Journal. Band 143, Nr. 6, 2012, S. 1–11, doi:10.1088/0004-6256/143/6/141 (PDF; 477 kB).
  3. D. Lazzaro, C. A. Angeli, J. M. Carvano, T. Mothé-Diniz, R. Duffard, M. Florczak: S3OS2: the visible spectroscopic survey of 820 asteroids. In: Icarus. Band 172, Nr. 1, 2004, S. 179–220, doi:10.1016/j.icarus.2004.06.006 (arXiv-Preprint: PDF; 3,49 MB).
  4. T. A. Vinogradova: Empirical method of proper element calculation and identification of asteroid families. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Band 484, Nr. 3, 2019, S. 3755–3764, doi:10.1093/mnras/stz228 (PDF; 4,80 MB).