(3) Juno

Asteroid
(3) Juno ⚵
Juno
Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 13. September 2023 (JD 2.460.200,5)
OrbittypMittlerer Hauptgürtel
AsteroidenfamilieJuno-Familie
Große Halbachse2,669 AE
Exzentrizität

0,256

Perihel – Aphel1,985 AE – 3,353 AE
Neigung der Bahnebene13,0°
Länge des aufsteigenden Knotens169,8°
Argument der Periapsis247,7°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs2. April 2023
Siderische Umlaufperiode4 a 129 d
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit17,96 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser246,596 ± 10,594 km
Abmessungen(320 × 267 × 200) ± 6 km[1]
Masse2.86 ± 0.46 · 1019 [1]Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo0,214
Mittlere Dichte3,20 ± 0,56[1] g/cm³
Rotationsperiode7 h 12 min 36 s
Absolute Helligkeit5,3 mag
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Sk
Geschichte
EntdeckerK. L. Harding
Datum der Entdeckung1. September 1804
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(3) Juno ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels. Er wurde am 1. September 1804 von Karl Ludwig Harding[2] als dritter Asteroid entdeckt und von Carl Friedrich Gauß[3] nach Juno, der höchsten römischen Göttin, benannt. Juno wurde nach ihrer Entdeckung ebenso wie die zuvor entdeckten Asteroiden (1) Ceres und (2) Pallas zunächst als vollwertiger Planet eingestuft. Erst nach 1847 wurde zwischen Asteroiden und Planeten unterschieden. Ihre Bahn wurde in den 1810er Jahren in Göttingen unter Leitung von Carl Friedrich Gauß von Friedrich Ludwig Wachter berechnet.

Umlaufbahn

Juno bewegt sich in einem Abstand von 1,98 (Perihel) bis 3,35 (Aphel) AE in 4,36 Jahren um die Sonne. Die Umlaufbahn ist 13,0° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,26.

Eigenschaften

(c) Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, CC BY-SA 3.0
Eine Aufnahme von Juno mit dem 2,5-Meter-Hooker-Teleskop am Mt.-Wilson-Observatorium mit vier verschiedenen Wellenlängen zeigt einen großen Krater (Durchmesser geschätzt 97 km) im linken unteren Teil der Ansicht

Juno hat einen mittleren Durchmesser von etwa 257 km. Ihre Masse wurde zu 2,86×1019 Kilogramm bestimmt. Sie besitzt eine relativ helle Oberfläche mit einer Albedo von 0,21. Während der Opposition erreicht sie eine scheinbare Helligkeit von bis zu 7,7 mag und ist damit einer der hellsten Asteroiden am Nachthimmel. In rund 7,2 Stunden rotiert sie um die eigene Achse.

Im Jahr 1996 (Resultate publiziert im Jahr 2003) wurde Juno mit Hilfe eines 2,5-Meter-Spiegelteleskops des Mount-Wilson-Observatoriums und einer adaptiven Optik eingehend untersucht. Es zeigte sich, dass Juno ein unregelmäßig geformter Himmelskörper ist. Die Aufnahmen im Infrarotbereich zeigen einen etwa 100 km großen Impaktkrater, der wahrscheinlich vor geologisch kurzer Zeit entstanden ist.[4] Spektroskopische Untersuchungen lassen darauf schließen, dass Juno der Ursprungskörper von Gewöhnlichen Chondriten sein könnte, einer häufigen Gruppe von Steinmeteoriten, die aus eisenhaltigen Silikatverbindungen, wie Olivin und Pyroxenen aufgebaut sind.

Juno war der erste Asteroid, bei dem eine Sternbedeckung beobachtet wurde. Am 19. Februar 1958 zog Juno genau vor einem lichtschwachen Stern vorbei und verdunkelte diesen für mehrere Sekunden. Seither sind noch weitere Sternbedeckungen durch Juno beobachtet worden. Die Größe von Juno wurde aus diesen Beobachtungen zu 290 × 245 km bestimmt.

Siehe auch

Weblinks

Commons: (3) Juno – Album mit Bildern

Einzelnachweise

  1. a b c Jim Baer: Recent Asteroid Mass Determinations. Personal Website, 2011, archiviert vom Original am 15. Januar 2010; abgerufen am 21. März 2017.
  2. Göttingen. In: Göttingische Anzeigen von Gelehrten Sachen / Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen / Göttingische gelehrte Anzeigen, 29. September 1804, S. 1 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gas
  3. Göttingen. In: Göttingische Anzeigen von Gelehrten Sachen / Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen / Göttingische gelehrte Anzeigen, 13. Oktober 1804, S. 10 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gas
  4. Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics Press Release: Release Number 03-18, 6. August 2003: Asteroid Juno Has A Bite Out Of It Pressemitteilung auf dem Server des Harvard-Smithsonian Center

Auf dieser Seite verwendete Medien

Juno symbol (bold).svg
Autor/Urheber: Kwamikagami, Lizenz: CC BY-SA 4.0
U+26B5 ⚵: heavier line weight (1.333 px)
3 Juno VLT (2021).png
Autor/Urheber: VSO Very Large Telescope SPHERE/ZIMPOL team, Lizenz: CC BY-SA 4.0
VLT/SPHERE image of the asteroid
Juno 4 wavelengths.jpg
(c) Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, CC BY-SA 3.0
Images of asteroid 3 Juno taken with the 100-inch Hooker telescope at Mt. Wilson Observatory show what appears to be a 60-mile-wide crater. The crater is visible as a darkened area in the lower left quadrant in the 833 nm and 934 nm images. The material excavated by the collision that produced the crater "bite" has low reflectance, especially at the wavelength of 934 nm. An adaptive optics system provided a remarkably clear view of Juno's surface by reducing interference from the Earth's atmosphere. (Sallie Baliunas et al. Release date August 6, 2003)