Vom Einsteiger zum Stehprofi: Wie man sich an den Arbeitsplatz im Stehen gewöhnt


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Steh-Sitz-Arbeitsplätze sorgen für mehr Bewegung und Abwechslung im Arbeitsalltag. Vor allem Menschen, die viele Stunden am Schreibtisch verbringen, profitieren von einem Wechsel zwischen dem Arbeiten im Sitzen und Stehen. In regelmäßigen Intervallen die Haltung zu verändern, wirkt sich positiv auf die Bandscheiben, das Herz-Kreislaufsystem sowie die Bein-, Rücken-, Schulter- und Halsmuskulatur aus. Die Praxis zeigt, dass es Zeit braucht, sich an das Arbeiten im Stehen zu gewöhnen. Doch wie wird man ein Stehprofi?

Steh-, Sitz- und Bewegungsphasen kombinieren

Wer im Büro arbeitet, muss gute Gewohnheiten pflegen, um Rückenschmerzen proaktiv vorzubeugen oder vorhandene Beschwerden zu bekämpfen. Ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch ermöglicht es auf unkomplizierte Weise, Steh-, Sitz- und Bewegungsphasen miteinander zu kombinieren. Spezialisten empfehlen, zwischen 30 und 60 Prozent der Zeit im Stehen zu arbeiten sowie zwischen 5 und 10 Prozent mit aktiver Bewegung zu verbringen. Die restliche Zeit kann im Sitzen gearbeitet werden. Zu den Bewegungsphasen zählen ein kurzer Abstecher in die Kaffee- und Teeküche, eine kleine Stretching-Einheit oder ein kurzer Abstecher an die frische Luft.

Anzahl der Stunden und Minuten für jede Phase festlegen

Ein klassischer achtstündiger Arbeitstag lässt sich beispielsweise aufteilen in 40 Prozent (dreieinviertel Stunden) sitzen, 50 Prozent (vier Stunden) stehen sowie 10 Prozent (45 Minuten) gehen. In Abstimmung mit den täglichen Arbeitsanforderungen müssen nun die einzelnen Anteile in kleinere Sitzungen aufgebrochen werden, um einen häufigen Haltungswechsel herbeizuführen.

Wie Schmerzen am Bewegungsapparat vermeiden?

Auch zu langes Stehen kann - abhängig von Gesundheits- und Fitnesszustand - zu körperlichen Beschwerden führen. Daher ist es wichtig, nicht länger als eineinhalb Stunden durchgehend im Stehen und 45 Minuten am Stück im Sitzen zu verbringen. Ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch bietet die technischen Voraussetzungen dafür, innerhalb kurzer Zeit vom Sitzen ins Stehen und zurückzuwechseln. Die optimale Höhe für den Steh- und Sitzarbeitsplatz lässt sich bei nahezu allen Schreibtischen speichern.

Tipp: Wer sich in der Gewöhnungsphase befindet und zum ersten Mal im Stehen arbeitet, kann sich kurze Reminder schicken oder sogar einen Alarm stellen, um den nächsten Wechsel nicht zu vergessen.

Den Steharbeitsplatz optimal einrichten

Über die richtige Haltung beim Sitzen am Schreibtisch gibt es viele Ratgeber, doch auch die richtige Haltung beim Arbeiten im Stehen will gelernt sein. Viele Menschen neigen dazu, während längerer Stehphasen das Gewicht auf ein Bein zu verlagern. Fehlstellungen der Wirbelsäule begünstigen die Entwicklung dieser negativen Angewohnheit. Der Bewegungsapparat neigt dazu, länger andauernde Fehlhaltungen zu adaptieren, was zu Muskel- und Gelenkschmerzen - vor allem im Bereich des unteren Rückens - führen kann. Um gesund im Stehen arbeiten zu können, sind folgende Punkte zu beachten:

  • aufrechte Körperhaltung einnehmen
  • fest auf beiden Beinen stehen
  • Oberarme senkrecht nach unten richten
  • Oberarm und Unterarm im rechten Winkel oder größer beugen
  • Kopf- und Blickneigung in einem Winkel von rund 30 bis 35 Grad auf den Monitor richten

Mit kurzen Stehzeiten starten und Intervalle steigern

Ist ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch optimal an die Körpergröße des Nutzers angepasst, kann das Arbeiten im Stehen starten. In der ersten Woche empfiehlt sich ein häufiger Wechsel von 10 Minuten Stehen und 20 Minuten Sitzen. Ziel ist es, die Stehzeiten in der fünften Woche auf 40 Minuten am Stück auszudehnen. Die Sitzzeiten bleiben in der Länge gleich. Von entscheidender Bedeutung ist es während der Gewöhnungsphase, auf den eigenen Körper zu hören und bei Bedarf ins Sitzen zurückzuwechseln.