Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
– VM NRW –
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Staatliche EbeneNordrhein-Westfalen
StellungOberste Landesbehörde
Gründung29. August 1946
HauptsitzDüsseldorf, Nordrhein-Westfalen
BehördenleitungHendrik Wüst (CDU), Minister des Landes Nordrhein-Westfalen
Netzauftrittwww.vm.nrw.de
Stadttor Düsseldorf
© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Minister Hendrik Wüst, 2017

Das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (Kurzform: VM NRW) ist eines der zwölf Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen. Bis 2010 bestand es als Ministerium für Bauen und Verkehr (Kurzform: MBV NRW; auch abgekürzt als Bau- und Verkehrsministerium NRW). 2010 bis 2012 waren die Geschäftsbereiche des Ministeriums Teil des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sitz

Das Ministerium hat seinen Sitz in Düsseldorf im Stadttor (Düsseldorf).

Im Herbst 2017 erfolgte der Umzug vom Jürgensplatz 1, seitdem der Sitz des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Staatskanzlei, die bis dahin im Stadttor untergebracht war, wich in das Landeshaus aus.[1]

Leitung

Am 30. Juni 2017 wurde Hendrik Wüst (CDU) zum Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen ernannt. Staatssekretär ist Hendrik Clemens Schulte, der als Amtschef die Schnittstelle zwischen den politischen Organen und der nicht-politischen Beamtenschaft bzw. den Angestellten des Ressorts bildet.

Seit Juni 2014 war Michael von der Mühlen Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, der dem ins Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wechselnden Gunther Adler gefolgt war.[2]

Geschichte

Ein nur für Verkehr zuständiges Ministerium wurde mit Antritt der ersten Landesregierung Nordrhein-Westfalens am 29. August 1946 gegründet – neben den Ministerien für Inneres, Justiz, Finanzen, Kultus, Landwirtschaft, Wirtschaft sowie den damals getrennten Ministerien für Arbeit und für Soziales und einem Ministerium für Wiederaufbau. Bereits ab 1950 wurde unter Ministerpräsident Arnold das Verkehrs- mit dem Wirtschaftsministerium zu einem Ministerium für Wirtschaft und Verkehr verschmolzen (siehe Kabinett Arnold II). In dieser Zeit wurde der Verkehr vom Wirtschaftsministerium mitbetreut.

Erst 1985, mit Antritt des Kabinetts Rau III, wurde wieder ein eigenständiges, vom Wirtschaftsministerium losgelöstes Verkehrsministerium geschaffen, das sich neben dem Verkehr auch um die Bereiche Stadtentwicklung und Wohnen kümmerte. 1995 wurde das Verkehrsministerium erneut mit dem Wirtschaftsministerium vereinigt, die Stadtentwicklung wurde dem Ministerium für Stadtentwicklung, Kultur und Sport übertragen. 2002 wurde unter Ministerpräsident Steinbrück der Verkehr erneut vom Wirtschaftsministerium losgelöst, es entstand ein Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung (siehe Kabinett Steinbrück). 2005 blieb unter Jürgen Rüttgers das Verkehrsministerium eigenständig, aber mit neuer Zuständigkeit für das Bauen statt für Energie (siehe Kabinett Rüttgers).

Als 2010 die SPD an die Macht zurückkehrte, kreierte Hannelore Kraft ein Superministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr. Das Verkehrsressort verlor in ersten Kraft-Regierung erneut für zwei Jahre seine Eigenständigkeit, bis es unter der zweiten Kraft-Regierung 2012 erneut als Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr vom Wirtschaftsministerium unabhängig wurde. Mit der Verbindung von Bauen und Verkehr stellte die rot-grüne Landesregierung die Zuständigkeiten wie unter der schwarz-gelben Landesregierung von 2005 bis 2010 wieder her.

Mit der Regierungsübernahme des Kabinetts Laschet 2017 blieb nicht nur die Eigenständigkeit erhalten, erstmals wurde wie nach dem Krieg wieder ein Ministerium hergestellt, das sich ausschließlich mit der Thematik Verkehr befasste, nachdem die Zuständigkeit für das Bauen in das neu geschaffene Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen wechselte.

Organisation des Ministeriums

Stand Februar 2015[3] umfasste das Ministerium insgesamt sechs Abteilungen:

Allgemeines

  • Zentralabteilung

Bereich Verkehr

Bereich Bauen

Die drei Abteilungen für Bau-Angelegenheiten und Stadtentwicklung wechselten mit Bildung der Landesregierung Laschet im Juni 2017 ins neu geschaffene Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung.

Aufgaben des Ministeriums

Das Ministerium formulierte seine Aufgaben wie folgt:

Zu den Aufgaben gehört es, die Straßen, Schienen, Wasserwege und Flughäfen sowie Städte und Wohnraum des Landes zu pflegen, zu erhalten und weiter zu entwickeln.[4]

Dazu gehört auch die Aufsicht über den Landesbetrieb Straßenbau NRW (Straßen.NRW). Er bildet den nachgeordneten Bereich des Ministeriums.

Für Verkehr zuständige Minister in Nordrhein-Westfalen seit 1946

Die nachfolgende tabellarische Übersicht zeigt die Verkehrsminister (bzw. die ebenfalls für Verkehr zuständigen Wirtschaftsminister) in Nordrhein-Westfalen seit 1946. Zu beachten ist die zeitweise parallele Übernahme weiterer, heute in eigenen Landesministerien organisierter Kompetenzfelder, insbesondere im Bereich der Wirtschafts- und Baupolitik. Hierzu schafft die Liste der Minister im Artikel des ehemaligen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr Nordrhein-Westfalen Abhilfe.

NameLebensdatenParteiBeginn der AmtszeitEnde der AmtszeitKabinett(e)
Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen
Fritz Stricker1897–1949Zentrum29. August 194617. Juni 1947Amelunxen I
Amelunxen II
Heinz Renner1892–1964KPD17. Juni 19475. April 1948Arnold I
Karl Arnold1897–1949CDU5. April 19481. August 1950Arnold I
Minister für Wirtschaft und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Artur Sträter1902–1977CDU15. September 195027. Juli 1954Arnold II
Friedrich Middelhauve1896–1966FDP27. Juli 195428. Februar 1956Arnold III
Hermann Kohlhase1906–2002FDP28. Februar 195624. Juli 1958Steinhoff
Minister(in) für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Hans Lauscher1904–1981CDU24. Juli 195826. Juli 1962Meyers I
Gerhard Kienbaum1919–1998FDP26. Juli 19628. Dezember 1966Meyers II
Meyers III
Bruno Gleitze1903–1980SPD8. Dezember 196618. September 1967Kühn I
Fritz Kaßmann1908–1991SPD18. September 196728. Juli 1970Kühn I
Horst Ludwig Riemer1933–2017FDP28. Juli 197019. November 1979Kühn II
Kühn III
Rau I
Liselotte Funcke1918–2012FDP19. November 19794. Juni 1980Rau I
Reimut Jochimsen1933–1999SPD4. Juni 19805. Juni 1985Rau II
Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Christoph Zöpel* 1943SPD5. Juni 198512. Juni 1990Rau III
Minister für Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Franz-Josef Kniola* 1943SPD12. Juni 199017. Juli 1995Rau IV
Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Wolfgang Clement* 1940SPD17. Juli 19959. Juni 1998Rau V
Bodo Hombach* 1952SPD9. Juni 199828. Oktober 1998Clement I
Peer Steinbrück* 1947SPD28. Oktober 199822. Februar 2000Clement I
Ernst Schwanhold* 1948SPD22. Februar 200027. Juni 2000Clement I
Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Ernst Schwanhold* 1948SPD27. Juni 200012. November 2002Clement II
Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen
Axel Horstmann* 1954SPD12. November 200224. Juni 2005Steinbrück
Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Oliver Wittke* 1966CDU24. Juni 20053. März 2009Rüttgers
Lutz Lienenkämper* 1969CDU3. März 200915. Juli 2010Rüttgers
Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Harry Voigtsberger* 1950SPD15. Juli 201021. Juni 2012Kraft I
Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Michael Groschek* 1956SPD21. Juni 201230. Juni 2017Kraft II
Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Hendrik Wüst* 1975CDU30. Juni 2017amtierendLaschet

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gerhard Voogt: Regierungsumzug in Düsseldorf NRW – Ministerpräsident Laschet zieht aus Glaspalast aus. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 21. Juli 2017, abgerufen am 27. August 2019.
  2. Friedhelm Pothoff: Michael von der Mühlen verlässt Gelsenkirchen schweren Herzens. In: WAZ. 20. März 2014, abgerufen am 21. März 2015.
  3. Organisationsplan des MBWSV NRW (Memento des Originals vom 16. März 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mbwsv.nrw.de (pdf), Stand: 1. Februar 2015, abgerufen am 21. März 2015
  4. Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 21. März 2015

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