Martin Müller (Archäologe)

Martin Müller (* 1964 in Frankfurt am Main[1]) ist ein deutscher Provinzialrömischer Archäologe. Seit 2003 ist er Leiter des Archäologischen Parks Xanten (APX) mit Römermuseum.

Werdegang

Martin Müller absolvierte ein Studium in den Fächern Archäologie und Alte Geschichte an den Universitäten Hamburg, Perugia und München, wo er im Wintersemester 1993/94[1] promoviert wurde. Seine Dissertation trägt den Titel Die römischen Grabfunde von Faimingen-Phoebiana.[2]

Er arbeitete als Volontär und später als wissenschaftlicher Referent am Westfälischen Museum für Archäologie / Amt für Bodendenkmalpflege. Von 1995 bis 2000 war er als Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Archäologischen Seminar der Universität Münster tätig. Ab 1997 leitete er als wissenschaftlicher Referent die Neukonzeption des LWL-Museums für Archäologie in Herne.

Ab April 2000 leitete Müller drei Jahre lang das Stadtmuseum Gera, das in dieser Zeit umfassend saniert und neukonzipiert wurde.[3] 2001 wurde er parallel Dezernent für Kultur, Schulverwaltung und Sport der Stadt Gera.[2] Vor der Wiedereröffnung des Stadtmuseums wechselte er 2003 nach Xanten, um die Stelle des Leiters des Archäologischen Parks Xanten anzutreten.

Parallel zu seiner Aufgabe in Xanten übernahm Müller von 2014 bis Juni 2016 für den Landschaftsverband Rheinland fast zwei Jahre lang kommissarisch die Steuerung der Archäologischen Zone mit jüdischem Museum in Köln, bevor der designierte Museumsdirektor Thomas Otten sein Amt antreten konnte.[4]

Weblinks

  • Dr. Martin Müller (Kurzbiografie). (PDF) In: Stadtarchäologie und Stadtentwicklung im Welterbe. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dezember 2013, abgerufen am 14. Mai 2017.
  • Birgit Karg: Kontinuität wahren – Profilierung von Angeboten. Dr. Martin Müller in sein Amt als neuer Leiter des APX/RMX eingeführt. In: LVR-Report. Informationen des Landschaftsverbandes Rheinland. 24. Jahrgang, Nr. 257. Köln 2003, S. 2 (Digitalisat [PDF]).

Publikationen und Aufsätze

  • Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts (Hrsg.): Die römischen Grabfunde von Faimingen-Phoebiana. Dissertation (= Faimingen-Phoebiana. Band 2). Philipp von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2606-8.
  • mit Günter Keil: Pottendorf und Vollersdorf: Zwei Wüstungen in Gera. Hrsg.: Stadtmuseum Gera. Gera 2001.
  • Die römischen Buntmetallfunde von Haltern (= Bodendenkmäler Westfalens. Band 37). Philipp von Zabern, Mainz 2002, ISBN 3-8053-2881-8.
  • mit Tatjana Schaff: Gera aus der Luft. Die Jahre 2000 bis 2002. Hrsg.: Stadtmuseum Gera & Historische Höhler. 2002.
  • Ein neues altes Museum. Sanierung und Neukonzeption des Stadtmuseums Gera. In: Geraer Hefte zur Geschichte, Archäologie und Volkskunde. Band 1. Stadtmuseum Gera & Historische Geraer Bierhöhler und Stadtarchiv Gera, Gera 2003, S. 57–65.
  • mit Norbert Zieling, Hans-Joachim Schalles (Hrsg.): Colonia Ulpia Traiana. Xanten und sein Umland in römischer Zeit (= Xantener Berichte. Sonderband). Philipp von Zabern, Mainz 2008, ISBN 978-3-8053-3953-7.
  • Philipp Houbens Sammlung römischer Altertümer. Katalog LVR-RömerMuseum im Archäologischen Park Xanten. In: Hans-Joachim Schalles, Dirk Schmitz, Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Schatzhäuser. Antiken aus Xantener Privatbesitz und europäischen Museen. Primus, Darmstadt 2010, ISBN 978-3-89678-854-2, S. 14 ff.
  • mit Thomas Otten, Ulrike Wulf-Rheidt (Hrsg.): Schutzbauten und Rekonstruktionen in der Archäologie. Von der Ausgrabung zur Präsentation. Xanten, 21.–23. Oktober 2009 (= Xantener Berichte. Band 19). Philipp von Zabern, 2009, ISBN 978-3-8053-4344-2.
  • LVR-Archäologischer Park Xanten, LVR-RömerMuseum (Hrsg.): Xantener Berichte. Grabung, Forschung, Präsentation. Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz 2012, ISBN 978-3-8053-4587-3.

Einzelnachweise

  1. a b Archäologischer Park Martin Müller leitet Museen in Xanten. In: F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung. Frankfurt am Main 13. Mai 2003, S. 36 (Ausschnitt des Artikels auf genios.de).
  2. a b Dr. Martin Müller. In: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): Stadtarchäologie und Stadtentwicklung im Welterbe. Berlin 2013, S. 93 (Digitalisat auf welterbeprogramm.de [PDF]).
  3. Matthias Wagner: 100 Jahre Stadtmuseum im ehemaligen Zucht- und Waisenhaus Gera. In: Chronik der Stadt Gera. BVB-Verlagsgesellschaft mbH, Nordhorn 2014, S. 15 (Digitale Broschüre).
  4. LVR / AB: Museumsdirektor der Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum im Amt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: archaeologie-online.de. 17. Juni 2016, archiviert vom Original am 21. Juni 2016; abgerufen am 15. Mai 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.archaeologie-online.de