Landbrücke

Die Ausbreitung des Menschen von Asien nach Amerika über die Landbrücke Beringia.
Die Landbrücke zwischen dem europäischen Festland und Britannien, Doggerland, war Durchzugs- und Siedlungsgebiet eiszeitlicher Jäger und Sammler.

Eine Landbrücke bezeichnet in der Geomorphologie einen Landstreifen, der zwei ansonsten durch Meere getrennte Landmassen verbindet. Der schmalste Punkt einer Landbrücke heißt Isthmus. Landbrücken entstehen durch Regression, durch das Absinken des Meeresspiegels (etwa während der letzten Kaltzeit), durch Plattentektonik, oder gelegentlich durch postglaziale Landhebung. Landbrücken können auch wieder verschwinden, zum Beispiel durch plattentektonische Bewegungen oder das (Wieder)ansteigen des Meeresspiegels in einer Warmzeit.

Zu den Landbrücken zählen auch die aus Sanddünen bestehenden Tomboli und im weiteren Sinne auch vorübergehend auftretende Landstreifen zu (Halb)inseln in Seen und Flüssen sowie Sandbänke, die bei Niedrigwasser trockenfallen. Der Mensch hat zudem künstliche Landbrücken geschaffen und auf diese Weise Inseln zu Halbinseln gemacht.

Landbrücken sind in der Biogeographie von besonderer Bedeutung, da sie es Tieren und Pflanzen erleichtern, neue Gebiete zu kolonisieren (Faunen- und Florenaustausch).

Beispiele

Landbrücken-Hypothesen

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden eine große Anzahl Landbrücken-Hypothesen zur Erklärung von voneinander weit entfernten Verbreitungsgebieten nahe verwandter Lebewesen aufgestellt. Die meisten dieser Hypothesen wurden jedoch mit der Erkenntnis der Plattentektonik und Kontinentaldrift obsolet.

Einzelnachweise

  1. Up-and-Down Landbridges. In: William R. Corliss: Mysteries Beneath the Sea. Apollo Editions, 1975, ISBN 0-8152-0373-X.

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Landbrücke zwischen Festland und Britannien – Doggerland und Doggerbank. Vergleich der geographischen Situation im Jahre 2.000 zu den späten Jahren der Weichsel-Würm-Eiszeit
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