Kanton Schwyz

Kanton Schwyz
Wappen
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild:SZ
Amtssprache:Deutsch
Hauptort:Schwyz
Grösster Ort:Freienbach
Beitritt zum Bund:1291
Fläche:907,88 km²
Höhenbereich:404–2800 m ü. M.
Website:www.sz.ch
Bevölkerung
Einwohner:159'165 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte:175 Einwohner pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
21,6 % (31. Dezember 2018)[2]
Arbeitslosenquote:1,9 % (31. Dezember 2015)[3]
Lage des Kantons in der Schweiz
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Karte des Kantons
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Gemeinden des Kantons
Gemeinden des Kantons

Koordinaten: 47° 3′ N, 8° 42′ O; CH1903: 695842 / 211767

Schwyz ([ʃviːts], schweizerdeutsch Schwyz, französisch Schwytz[4] oder Schwyz, italienisch Svitto, rätoromanisch ) ist ein Kanton in der Deutschschweiz und zählt zur Grossregion Zentralschweiz (Innerschweiz) sowie zur Metropolregion Zürich. Der Hauptort ist die gleichnamige Gemeinde Schwyz, der einwohnerstärkste Ort ist Freienbach.

Logo der kantonalen Verwaltung (1995)

Name

Benannt ist der Kanton nach seinem Hauptort Schwyz.

Da der Kanton Schwyz der wichtigste der drei Schweizer Urkantone war, wurde sein Name bald auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert. Die ins Neuhochdeutsche übertragene Form Schweiz (mit dem typisch nicht-alemannischen Diphthong) wurde in der Folge im gesamten deutschen Sprachraum als Bezeichnung des Staates üblich; die einheimische Form (wie im Mittelhochdeutschen ohne Diphthong) wurde hingegen als Suisse ins Französische übernommen. Die Schwyzer- und die Schweizerfahne sind dagegen unabhängig voneinander entstanden.

Geographie

Der Kanton Schwyz liegt in der Zentralschweiz zwischen Zuger-, Vierwaldstätter- und Zürichsee und grenzt an die sieben Kantone Uri, Glarus, St. Gallen, Zürich, Zug, Luzern und Nidwalden. Er gehört grösstenteils zu den Schwyzer Voralpen, einem Teil der Zentralschweizer Voralpen. Ein kleiner Teil im Südosten gehört zu den Glarner Alpen (bzw. nach anderer Einteilung zu den Schwyzer Alpen). Dort liegt auf der Kantonsgrenze der Gipfel des Bös Fulen (2801,8 m) als höchster Punkt des Kantons. Weniger als einen Kilometer südwestlich des Bös Fulen befindet sich mit dem Grisset (2721 m, auch Guet Fulen genannt) der höchste Gipfel, der vollständig im Kanton Schwyz liegt.

Bevölkerung

Die Einwohner des Kantons werden Schwyzer genannt. Per 31. Dezember 2018 betrug die Einwohnerzahl des Kantons Schwyz 159'165.[5] Die Bevölkerungsdichte liegt mit 175 Einwohnern pro Quadratkilometer unter dem Schweizer Durchschnitt (207 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 31. Dezember 2018 auf 21,6 Prozent, während landesweit 25,1 Prozent Ausländer registriert waren.[6] Per 31. Dezember 2015 betrug die Arbeitslosenquote 1,9 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[7]

Sprachen

Amtssprache und weitere Sprachen

Amtssprache im Kanton Schwyz ist Deutsch. 2012 gaben 89,6 Prozent der Bevölkerung Deutsch und 2,8 Prozent der Bevölkerung Italienisch als Hauptsprache an.[8] Angaben zu den anderen Schweizer Amtssprachen Französisch und Rätoromanisch wurden nicht gemacht. Englisch gaben 3,8 Prozent als Hauptsprache an.

Dialekte

Die im Kantonsgebiet verbreiteten deutschen Mundarten gehören mit Ausnahme des Bezirks Höfe, dessen Dialekt dem Zürichdeutschen nahesteht, dem Höchstalemannischen an. Mittelhochdeutsche lange /iː/, /üː/ und /uː/ sind hier also auch im Hiat und im Wortauslaut und nicht nur wie im Hochalemannischen im Wortinnern erhalten geblieben, es heisst also etwa schnyyä[ʃniːæ] «schneien», nüü[nyː] «neu», buuä[buːæ] «bauen». Von den benachbarten höchstalemannischen Mundarten im Süden und Westen unterscheidet sich das Schwyzerische durch die fehlende Rundung und Entrundung, man sagt also beispielsweise Baum[bæʊ̯m] «Baum» und Müüs[myːs] «Mäuse», nicht Boüm[bɔʏ̯m] und Myys[miːs] wie in Uri. Vom benachbarten Höchstalemannisch im Osten unterscheidet sich Schwyzerdeutsch durch die Dehnung von mittelhochdeutsch /a/, /æ/ und /ë/ in offener Silbe, man sagt also wie in Uri etwa Naasä[nɑːsæ] «Nase», nicht Nasä[nɑsæ] wie in Glarus. Charakteristisch für Teile der Schwyzer Mundart ist die Zerdehnung von langem (auch sekundär gelängtem und sekundär verdumpftem) /eː/, /oː/ und /öː/ zu /ei/, /ou/ und /öü/, beispielsweise Schnei[ʃneɪ̯] «Schnee», schöün[ʃøʏ̯n] «schön» und Broud[broʊ̯d] «Brot». Die in fast dem ganzen deutschen Sprachraum eingetretene Verdumpfung von althochdeutsch /aː/ kennen im Kanton Schwyz nur dessen nördliche Gebiete; so gilt im Bezirk Höfe Òòbig[ɔːbɪg] und im Zusammenwirken mit der vorgenannten Zerdehnung in den Bezirken Einsiedeln und March Oubig[ɔʊ̯bɪg], ansonsten Aabet[ɑːbət] «Abend» wie auch in der weiteren höchstalemannischen Nachbarschaft.[9]

Staatsangehörigkeit

Nationalitäten im Kanton Schwyz bei der Volkszählung 2010
Staat[10]Anteil
in Prozent
SchweizSchweiz Schweiz81,37
DeutschlandDeutschland Deutschland04,29
SerbienSerbien Serbien02,22
ItalienItalien Italien02,12
KosovoKosovo Kosovo01,29
PortugalPortugal Portugal00,84
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina00,80
KroatienKroatien Kroatien00,79
NordmazedonienNordmazedonien Nordmazedonien00,66
TurkeiTürkei Türkei00,65
OsterreichÖsterreich Österreich00,59
Sri LankaSri Lanka Sri Lanka00,51

Religionen – Konfessionen

Wie alle Kantone der Zentralschweiz ist der Kanton Schwyz traditionell katholisch geprägt. Von der gesamten Schwyzer Wohnbevölkerung waren im Jahr 2018 60,2 Prozent (95'794 Einwohner) Mitglied der römisch-katholischen Kirche und 11,6 Prozent (18'390 Einwohner) gehörten der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche Schwyz an (100 Prozent: 159'165 Einwohner).[11]

Seit der Volkszählung 2000 liegen keine genauen Mitgliederzahlen zu weiteren Religionsgemeinschaften (neben den beiden Landeskirchen) für die Gesamtbevölkerung des Kanton Schwyz mehr vor. Jedoch führt das Bundesamt für Statistik Stichprobenerhebungen durch[12], bei welchen auch andere Religionsgemeinschaften im Kanton erfasst werden. Bei der Stichprobenerhebung von 2017 gab fast ein Drittel der Befragten ab 15 Jahren im Kanton Schwyz an, keiner der beiden Landeskirchen anzugehören. Zudem unterscheidet sich gemäss der Erhebung die Religionszugehörigkeit der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, je nach Staatsangehörigkeit beziehungsweise Herkunft, teilweise deutlich:

Schwyzer Bevölkerung ab 15 Jahren nach Religionszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit/Herkunft, 2017
(Angaben in Prozent, gerundet)[13][12]
ReligionTotal
aller
Befragten
Schweizer
Staats-
angehörigkeit
Schweizer
ohne Migrations-
hintergrund
Schweizer
mit Migrations-
hintergrund
Ausländische
Staats-
angehörigkeit
Christentum7582866047
römisch-katholische Kirche6068723631
evangelisch-reformierte Kirche1011120906
andere christliche Kirchen0503021510
Islam0501001019
andere Religionen0101000303
konfessionslos1815142529
keine Angabe0101010201
Religionszugehörigkeit
nach der Eidgenössischen Volkszählung 2000[14]
ReligionsgemeinschaftEinwohner
absolut
Anteil
in Prozent
römisch-katholisch92'86872,20
evangelisch-reformiert15'14011,80
konfessionslos06'33104,90
islamische Gemeinschaften05'59804,35
ohne Angabe03'75202,92
orthodox02'75802,14
evangelische Freikirchen00'72400,56
hinduistische Vereinigungen00'42900,33
neuapostolische Kirche00'34300,27
buddhistische Vereinigungen00'27200,21
Zeugen Jehovas00'17700,14
andere christliche Gemeinschaften00'13600,11
übrige Religionsgemeinschaften00'06200,05
jüdische Gemeinschaft00'05100,04
christkatholische Kirche00'04600,04
evangelisch-methodistische Kirche00'01700,01
Gesamt128'7040100,000

Der Kanton Schwyz gehörte zu den fünf inneren katholischen Berg-Kantonen, die an den zwei Kappeler Kriegen teilnahmen. Infolge des zweiten Kappeler Landfriedens durften im Kanton Schwyz keine Angehörige anderer Konfession wohnen. Erst die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 12. September 1848 garantierte die Religions- und Niederlassungsfreiheit.

Mit der «Verfassung des eidgenössischen Standes Schwyz» vom 11. Juni 1876 wurde die vollständige Religionsfreiheit, auch für nichtchristliche Religionen, eingeführt.

Die katholische Kirche blieb bis 1957 einzige anerkannte Religionsgemeinschaft (Staatskirche) für den Kanton Schwyz. Am 27. September 1992 stimmten die Bürger des Kantons Schwyz einer Neuordnung des Verhältnisses zwischen Kirchen und Staat zu. Sie sprachen sich damit für eine Aufgabenentflechtung und die Schaffung zweier konfessionsgebundener Kantonalkirchen aus. Diese wie auch die Kirchgemeinden sind in finanz- wie steuerrechtlicher Hinsicht vom Kanton und von den Gemeinden unabhängig.

Römisch-katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche ist die zahlenmässig grösste Konfessionsgemeinschaft im Kanton Schwyz. Die römisch-katholische Kantonalkirche Schwyz wurde 1998 gegründet. Sie gehört zum Bistum Chur. Grosse, auch internationale Ausstrahlungskraft hat das im Hochmittelalter gegründete Benediktinerkloster Einsiedeln.

Evangelisch-reformierte Kirche

Heute (Stand 2013) leben 18'683 Reformierte im Kanton Schwyz, das entspricht etwa zwölf Prozent der Bevölkerung. 15,9 Prozent sind es im an Zürich orientierten Ausserschwyz, das schon um 1830 erste Reformierte ansiedeln liess. In Innerschwyz sind nur 7,7 Prozent der Bevölkerung reformiert. Die erste evangelisch-reformierte Kirchgemeinde wurde 1868 im Bezirk March gegründet. Die Kirche von Siebnen wurde 1878 eingeweiht. 1886 wurde der erste reformierte Pfarrer in Brunnen angestellt. Diese Entwicklung wurde massgeblich durch den protestantisch-kirchlichen Hilfsverein des Kantons Zürich unterstützt, der seine Aufgabe in der Förderung des evangelischen Glaubenslebens in der Diaspora sah.

Die Anerkennung der sechs evangelisch-reformierten Kirchgemeinden als öffentlich-rechtliche Körperschaft mit dem Recht Steuern einzuziehen erfolgte mit dem Kantonsratsbeschluss vom Oktober 1957. Die Gründung einer evangelisch-reformierten Kantonalkirche erfolgte 1998. Die evangelisch-reformierte Kantonalkirche Schwyz umfasst sechs evangelisch-reformierte Kirchgemeinden.

Freikirchen und andere christliche Gemeinschaften

Gründung

  • Neuapostolische Kirche Lachen, 1931
  • Neuapostolische Kirche Immensee, 1961
  • FEG Höfe Wilen, 1977
  • FEG March, 1979
  • Chrischona Arth-Goldau, 1984
  • FEG Einsiedeln, 1987
  • Chrischona Brunnen-Schwyz, 1986

Verfassung und Politik

Die gegenwärtige Kantonsverfassung[15] datiert vom 24. November 2010 und ist in der Volksabstimmung vom 15. Mai 2011 angenommen worden. Sie löste die bisherige, vielfach geänderte Verfassung von 1898 ab.

Legislative

Insgesamt 100 Sitze

Gesetzgebendes Organ (Legislative) ist der Kantonsrat mit 100 Mitgliedern. Diese werden vom Volk gemäss Verhältniswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt, wobei jede Gemeinde einen Wahlkreis bildet.

Verfassungsänderungen, Gesetzeserlasse bzw. -änderungen sowie Ausgabenbeschlüsse über einmalige Ausgaben von mehr als fünf Millionen Franken bzw. jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 500'000 Franken, die mit weniger als drei Viertel der an der Schlussabstimmung teilnehmenden Kantonsräte angenommen worden sind, unterliegen zwingend der Volksabstimmung (obligatorisches Referendum), die übrigen Gesetzeserlasse und -änderungen dann, wenn es von 1000 Stimmberechtigten verlangt wird (fakultatives Referendum). Das Volk kann selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorschlagen, wenn 2000 Wahlberechtigte einen dahingehenden Vorschlag unterstützen (Volksinitiative).

Bei den Wahlen zum Kantonsrat erhielten die Parteien folgende Sitzzahlen:

Partei199620002004200820122016[16]2020[17]Wähleranteil in Prozent
Schweizerische Volkspartei (SVP)12202741353333
Kantonsratswahl vom 22. März 2020
Wahlbeteiligung: 35,76 %
 %
40
30
20
10
0
33,25
24,00
20,25
16,7
5,8
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+0,13
−3,17
−1,38
+3,77
+3,26
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)46433429292724
FDP.Die Liberalen (FDP)29262421232220
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP)11111509101517
Grünliberale Partei (GLP)00036
Diverse020000000300

Der Kanton Schwyz entsendet für die Bundesversammlung zwei Vertreter in den Ständerat und vier Vertreter in den Nationalrat.

Exekutive

Oberstes vollziehendes bzw. ausführendes Organ (Exekutive) ist der Regierungsrat, dessen sieben Mitgliedern direkt vom Volk gemäss Majorzwahl fest auf vier Jahre gewählt werden. Den Vorsitz hat der Landammann auf zwei Jahre inne, sein Stellvertreter ist der Landesstatthalter.

Nach den Gesamterneuerungswahlen von 2020 stellt die SVP weiterhin drei, die CVP zwei und die FDP zwei Regierungsräte. Die Regierungsräte René Bünter (SVP) und Othmar Reichmuth (CVP, neu Ständerat) stellten sich nicht zur Wiederwahl. Die SP ist seit 2012 nicht mehr in der Regierung vertreten. Mit Petra Steimen-Rickenbacher (FDP) gehört seit 2012 wieder eine Frau dem Regierungsrat an. Sie ist von 2020 bis 2022 die zweite Frau Landammann, Landesstatthalter ist André Rüegsegger (SVP).

Auf den 1. Juli 2008 hat der Regierungsrat die Vollzugsverordnung über die Aufgaben und die Gliederung der Departemente und der Staatskanzlei revidiert und in Kraft gesetzt. Am 28. März 2007 hatte der Kantonsrat einer Änderung der Organisationsverordnung zugestimmt und damit den Weg für eine neue Departementsstruktur freigemacht.

Regierungsrat des Kantons Schwyz (Amtsdauer 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2024)[18]
RegierungsratFunktionParteiDepartement
Petra Steimen-RickenbacherFrau Landammann1FDPDepartement des Innern
André RüegseggerLandesstatthalter1SVPBaudepartement
Andreas BarraudRegierungsratSVPVolkswirtschaftsdepartement
Kaspar MichelRegierungsratFDPFinanzdepartement
Michael StähliRegierungsratCVPBildungsdepartement
Herbert HuwilerRegierungsratSVPSicherheitsdepartement
Sandro PatiernoRegierungsratCVPUmweltdepartement
1 Funktion vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022

Der Regierungsrat wird durch den Staatsschreiber Mathias Brun (parteilos) unterstützt.

Judikative

Die Rechtsprechung (Judikative) wird in zweiter Rechtsinstanz auf kantonaler Ebene durch das Kantons- und das Verwaltungsgericht ausgeübt. Erste Rechtsinstanz bilden die Bezirksgerichte, das Kantonale Straf- und Jugendgericht sowie das Zwangsmassnahmengericht. Den Bezirksgerichten als Schlichtungsbehörde vorgeschaltet sind die auf kommunaler Ebene angesiedelten Vermittler (in anderen Kantonen Friedensrichter genannt).

Gemeinden, Bezirke und Korporationen

Im Kanton Schwyz sind sowohl die Gemeinden wie, anders als in den meisten anderen Schweizer Kantonen, die Bezirke autonome Selbstverwaltungseinheiten. Während die Gemeinden aber auch einen eigenen, vom Kanton unabhängigen Wirkungskreis haben, erfüllen die Bezirke nur solche Aufgaben, die ihnen das kantonale Recht überträgt. Sowohl Gemeinden wie Bezirken kommt das Besteuerungsrecht zu; sie setzen die Höhe ihrer Steuern selbst fest. Der Bezirk Schwyz kennt als einziger Bezirk des Kantons noch eine Landsgemeinde, an welcher der Bezirksrat und das Bezirksgericht gewählt, das Budget beraten und die Rechnung abgenommen sowie zu Handen der Urnenabstimmung die Sachgeschäfte vorberaten werden.

Durch die Verfassung öffentlichrechtlich anerkannt sind überdies die römisch-katholischen und die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden, die sich je innerhalb der jeweiligen Kantonalkirche formieren.

Die altherkommenen Korporationen sind ebenfalls öffentlich-rechtlich anerkannt. Bürgergemeinden hingegen gibt es im Kanton Schwyz, im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen, nicht.

Wirtschaft

2011 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner 58'657 Schweizer Franken.[8] 2012 wurden 76'119 Beschäftigte im Kanton Schwyz gezählt, wovon 4559 auf den primären (Urproduktion), 20'465 auf den sekundären (Industrie) und 51'095 auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) entfielen. 14'142 Arbeitsstätten wurden 2012 im Kanton gezählt (davon 1749 im primären, 2351 im sekundären und 10'042 im tertiären Sektor). Die Arbeitslosenquote bezifferte sich per 31. Dezember 2015 auf 1,9 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[7]

Geschichte

Schwyzer Rappen von 1816, Wappenseite
Schwyzer Rappen von 1816, Wertseite

Verwaltungsgliederung

Politische Gemeinden

Bezirkswappen des Kantons Schwyz; Schwyz, Gersau, March, Einsiedeln, Küssnacht und Höfe

Nachfolgend aufgelistet sind die grössten Gemeinden per 31. Dezember 2018:[19]

Politische GemeindeEinwohner
Freienbach16'391
Einsiedeln15'870
Schwyz15'181
Küssnacht13'087
Arth11'985
Schübelbach09250
Ingenbohl08913
Lachen08752
Wollerau07255
Altendorf07083

Bezirke

Bezirke des Kantons Schwyz

Der Kanton Schwyz unterteilt sich in 6 Bezirke und 30 Gemeinden, wobei die Bezirke Einsiedeln, Küssnacht und Gersau jeweils nur aus der gleichnamigen Gemeinde bestehen.

BezirkEinwohnerGemeinden
Schwyz55'382Schwyz, Arth, Ingenbohl, Muotathal, Steinen, Sattel, Rothenthurm, Oberiberg, Unteriberg, Lauerz, Steinerberg, Morschach, Alpthal, Illgau, Riemenstalden
Einsiedeln15'870Einsiedeln
Gersau02319Gersau
Höfe28'909Wollerau, Freienbach, Feusisberg
Küssnacht13'087Küssnacht
March43'598Lachen, Altendorf, Galgenen, Vorderthal, Innerthal, Schübelbach, Tuggen, Wangen, Reichenburg

Weblinks

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Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, definitive Jahresergebnisse, 2018. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2019, abgerufen am 18. September 2019 (definitive Jahresergebnisse).
  2. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2020, abgerufen am 21. November 2020.
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. (PDF; 807 kB) Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, archiviert vom Original am 12. Januar 2016; abgerufen am 13. Januar 2016.
  4. Die Schreibweise mit tz wird vom Guide du Typographe romand verwendet und ist dementsprechend häufig anzutreffen.
  5. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, definitive Jahresergebnisse, 2018. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2019, abgerufen am 18. September 2019 (definitive Jahresergebnisse).
  6. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2020, abgerufen am 21. November 2020.
  7. a b Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. (PDF; 807 kB) Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, archiviert vom Original am 12. Januar 2016; abgerufen am 13. Januar 2016.
  8. a b Kennzahlen. Schwyz. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesamt für Statistik (BFS), archiviert vom Original am 26. August 2015; abgerufen am 15. August 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bfs.admin.ch
  9. Vgl. Stefan M. Fuchs: Die Mundart des Kantons Schwyz. Historische, sprachgeographische und semantische Aspekte der Mundart des Kantons Schwyz (= Beiträge zur schweizerdeutschen Mundartforschung. Band 22). Huber, Frauenfeld 1975; Rudolf Hotzenköcherle: Zur sprachlichen Stellung und Struktur der Innerschweiz. In: Ders.: Die Sprachlandschaften der deutschen Schweiz (= Sprachlandschaft. Band 1). Hrsg. von Niklaus Bigler und Robert Schläpfer. Sauerländer, Aarau / Frankfurt am Main / Salzburg 1984, S. 237–292; spezifisch zu Schwyz S. 277–286; Sprachatlas der deutschen Schweiz. Bände 1–8. Francke, Bern/Basel 1962–1997.
  10. Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Gemeinde, 2010. (PDF; 57 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Amt für Wirtschaft (Schwyz), 13. September 2011, archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 15. August 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz.ch
  11. SPI St. Gallen: Kirchenmitgliedschaft in der römisch-katholischen und evangelisch-reformierten Kirche nach Kantonen (2018) | Tabelle 1.4. 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  12. a b Seit 2010 basieren die Daten des Bundesamts für Statistik zu den Religionsgemeinschaften im Kanton Schwyz auf einer Stichprobenerhebung, für welche Personen ab dem Alter von 15 Jahren befragt werden. Es gilt zu beachten, dass die Resultate der Erhebungen ein Vertrauensintervall aufweisen. (Siehe auch Volkszählung in der Schweiz#Strukturerhebung.) Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2000 liegen keine Zahlen zur Religionszugehörigkeit der Gesamtbevölkerung (jeden Alters) des Kanton Schwyz mehr vor. Eine Ausnahme bilden die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche (Landeskirchen), deren Mitglieder aufgrund der Kirchensteuer amtlich registriert werden.
  13. Bundesamt für Statistik: Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Religionszugehörigkeit und Kanton, 2017 | Excel Tabelle. 2019, abgerufen am 29. April 2020.
  14. Eidgenössische Volkszählung 2000 – Religionslandschaft in der Schweiz. (PDF; 640 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesamt für Statistik (BFS), Dezember 2004, archiviert vom Original am 16. November 2013; abgerufen am 15. August 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bfs.admin.ch
  15. Verfassung des Kantons Schwyz. Bundesrat, 24. November 2010, abgerufen am 15. August 2015.
  16. Kantonsratswahlen 2016. (cfm) (Nicht mehr online verfügbar.) Kanton Schwyz, 20. März 2016, archiviert vom Original am 9. April 2016; abgerufen am 9. April 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz.ch
  17. Kantonsratswahlen vom 22. März 2020. (cfm) Kanton Schwyz, 22. März 2020, abgerufen am 14. Mai 2016.
  18. Regierungsrat. Staatskanzlei Schwyz, abgerufen am 2. Juli 2020.
  19. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.

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Rappen 1816 Schwyz Rv.JPG
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1 Rappen von 1816 des Kantons Schwyz, Schön/Cartier Nr. 2, Wertseite
Roh-Sviz.ogg
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Rätoromanische Aussprache von "Sviz" (Schwyz). Sprecherin ist eine 25-jährige weibliche Person aus Brigels. L1: Sursilvanisch & Schweizerdeutsch.
Flag of Portugal.svg
Flagge Portugals, entworfen von Columbano Bordalo Pinheiro (1857-1929), offiziell von der portugiesischen Regierung am 30. Juni 1911 als Staatsflagge angenommen (in Verwendung bereits seit ungefähr November 1910).
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Die quadratische Nationalfahne der Schweiz, in transparentem rechteckigem (2:3) Feld.
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Municipalities in Canton Schwyz
Einsiedeln02.JPG
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Bezirkswappen des Kanton Schwyz, Brunnen beim Alten Schulhaus in Einsiedeln (1933), Erinnerung an die Kantonsteilung von 1831-1833.
Rappen 1816 Schwyz Av.JPG
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Wappenseite des Schwyzer Rappen von 1816
Flag of Croatia.svg
Das Bild dieser Fahne lässt sich leicht mit einem Rahmen versehen
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Canton Schwyz
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Reliefkarte des Kantons Schwyz
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Logo der kantonalen Verwaltung des Kanton Schwyz:

"Das Kantonswappen im Zentrum des Erkennungszeichens widerspiegelt das Traditionsbewusstsein der Schwyzer Bevölkerung. Die unterschiedlichen Bestandteile des Erkennungszeichens versinnbildlichen die landschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und politische Vielfalt des Kantons Schwyz. Das sich durch die Anordnung von Kantonswappen und Flächen ergebende grosse Kreuz steht für die Schweiz. Die neben dem Schwyzer Kantonswappen um das grosse Kreuz gruppierten drei Flächen stehen für die Sprachregionen unseres Landes."

Dieses Logo wurde gegen den Widerstand eines "Komitee Logostop" nach einer Volksabstimmung vom 7. Dezember 1997 eingeführt.

""Das Komitee Logostop und einige tausend Schwyzerinnen und Schwyzer wehren sich vehement dagegen, dass unser Schwyzer Kantonswappen (Logo) verschandelt wird. Wir fordern, dass unser Schwyzer Kantonswappen, wie seit vielen hundert Jahren, bei allen Aktivitäten, nach innen wie nach aussen, in unveränderter Art in Erscheinung tritt.""