Grossmünster

Westfassade des Grossmünsters zur Limmat.
Grossmünster und dessen Zwölfbotenkapelle von Südosten (Kirchgasse)
Die Prozessionsachse Grossmünster, Wasserkirche und Fraumünster auf dem Murerplan von Zürich (1576)

Das Grossmünster ist eine evangelisch-reformierte Kirche in der Altstadt von Zürich. Die Kirchenpatrone sind Felix und Regula sowie Exuperantius. Bis zur Reformation war das Grossmünster zugleich Teil eines weltlichen Chorherrenstifts und Pfarrkirche. Das Grossmünster gehört zusammen mit dem Fraumünster und der St.-Peter-Kirche zu den bekanntesten Kirchen der Stadt Zürich. Seine charakteristischen Doppeltürme sind das eigentliche Wahrzeichen der Stadt.

Name

Der Name «Grossmünster» stammt erst aus dem 14. Jahrhundert. Ursprünglich wurde die Kirche in den Urkunden schlicht mit «Zürcher Kirche» (Turicina ecclesia) bezeichnet. 1272 taucht das «Münster» in der Bezeichnung Monasterium praepositurae Thuricensis erstmals auf. Monasterium, deutsch Münster, ist die lateinische Bezeichnung für Kloster. «Grossmünster» erscheint erstmals 1322,[1] wohl zur Unterscheidung vom kleineren Fraumünster.

Gründungslegende

Erste schriftliche Belege für die Gründungslegende des Grossmünsters finden sich aus dem 8. Jahrhundert. Die Wallfahrt zu den Gräbern der als Heiligen verehrten Felix und Regula ist wohl älter. Die beiden gehörten der sogenannten Thebäischen Legion an, die im 3. Jahrhundert in Agaunum, dem heutigen Saint-Maurice, wegen ihres Übertritts zum Christentum kollektiv den Märtyrertod erlitt. Felix und Regula flohen nach Zürich, wo sie ebenfalls hingerichtet wurden. Nach ihrer Enthauptung auf der kleinen Limmatinsel, auf der heute die Wasserkirche steht, sollen die Leiber der Patrone ihre abgeschlagenen Köpfe noch 40 Ellen bergaufwärts getragen haben bis zu der Stelle, an der sie begraben werden wollten. Die Gräber sollen dann erst von Karl dem Grossen wiederentdeckt worden sein. Der habe einst einen Hirsch von Aachen bis nach Zürich verfolgt, als sein Pferd plötzlich in die Knie gegangen sei, um den Gräbern der Heiligen die Reverenz zu erweisen. Karl habe darauf die Gebeine heben lassen und zur Ehre der Heiligen die Kirche und die Propstei Grossmünster gegründet. Die Gräber der Heiligen waren bis zur Reformation in der Zwölfbotenkapelle (Boten = Apostel) für die Pilger zugänglich. In der gleichen Kapelle wurden auch Reliquien Karls des Grossen aufbewahrt, die 1233 nach Zürich überführt worden waren.

Propstei St. Felix und Regula

Chorherrenstift und Grossmünster um 1835 mit Treppenaufgang zu den Emporen über dem Nordportal

Die Propstei wies im Mittelalter 24 Chorherren und 32 Kaplane auf und war neben der Konstanzer Münster das bedeutendste Stift im historischen Bistum Konstanz. An der Spitze des ursprünglichen Konvents stand spätestens seit 1114 ein Propst, den das Stift gemäss den Privilegien ebenso wie den Priester selbst wählen durfte.

Als Reichsstift verfügte das Grossmünster rund um Zürich über Güter und Einkünfte. Albisrieden, Schwamendingen, Fluntern, Höngg und Meilen waren die wichtigsten Güter. Daneben reichte Streubesitz bis an die Töss, den Rhein, die Reuss, den Zuger- und Obersee.

Bis zum Auftreten der Bettelorden im 14. Jahrhundert war das Stift Grossmünster im Bistum Konstanz führend in der Pflege der Musik.[2] Der Chorherr Konrad von Mure stiftete 1259 eine Pfründe für einen eigenen Kantor (Gesangsmeister) und redigierte 1260 den Liber ordinarius des Grossmünsters, eine detaillierte Ordnung über die Festgesänge, von denen einzelne von Chorherren selbst gedichtet und komponiert worden waren.[3]

Die Vogt- und Gerichtsrechte wurden nach der Reformation an den Rat von Zürich übertragen. Der Grundbesitz verblieb bis zur endgültigen Aufhebung des Stifts 1832 beim Grossmünster. Bedeutende Chorherren in der Geschichte des Stiftes waren Rüdiger III. Manesse, Rudolf von Homberg, Berater Kaiser Heinrichs V. und Bischof von Basel, Konrad von Mure und Johannes II. von Zürich, Kanzler König Albrechts, Bischof von Eichstätt und Strassburg.

Nach der Reformation widmete sich das Chorherrenstift der Pflege des theologischen Nachwuchses. Neben einer Lateinschule und einem höheren Gymnasium befand sich in den Stiftsgebäuden eine von Ulrich Zwingli gegründete theologische Akademie, die zuerst «Prophezei» danach «Carolinum» genannt wurde und die Keimzelle der heutigen Universität Zürich (gegründet 1833) war, die in ihrem Siegel immer noch auf das Grossmünster verweist.

Nach der Aufhebung des Stifts 1832 wurden die Gebäude verkauft und 1849 abgerissen, um einem Neubau von Gustav Albert Wegmann im neoromanischen Stil Platz zu machen. In diesem sog. Grossmünsterschulhaus war bis 1976 die Töchterschule beheimatet, ein städtisches Gymnasium für Mädchen. Der Kreuzgang des Chorherrenstifts, der teilweise noch aus dem 12. Jahrhundert stammte, wurde beim Abriss zerlegt und 1851 mit vielen neuen Teilen ergänzt in den Neubau integriert. Seit 1976 befindet sich in den Gebäuden das theologische Seminar der Universität Zürich.[4]

Baugeschichte

Rekonstruktion des Zustandes Mitte 15. Jahrhundert nach J. R. Rahn
Grossmünster um 1700. Darstellung von Gerold Escher
Das Grossmünster mit den Louis-XVI.-Balustraden 1770
Längsschnitt nach Berlepsch
Neugotische Turmkuppel des Grossmünsters

Erste Vorgängerbauten des Grossmünsters sind nur vermutet. Archäologische Funde weisen auf ein römisches Gräberfeld im Umfeld des Grossmünsters hin. Es bestand wohl ein kleineres Memorialgebäude und ein Konvent zur Betreuung von Pilgern. 870 wurde der Konvent von Karl dem Dicken in ein Chorherrenstift umgewandelt. Das Grossmünster stand als Grablege in einem Zusammenhang mit der Wasserkirche, der Hinrichtungsstätte von Felix und Regula, und dem Fraumünster auf der anderen Seite der Limmat, in dem die wichtigsten Reliquien der Heiligen aufbewahrt wurden. Verbunden durch den Münstersteg bildeten die drei Kirchen eine Prozessionsachse.

Reste eines Vorgängerbaus der heutigen Kirche wurden bei Renovationsarbeiten in den 1930er Jahren entdeckt und dem 11. Jahrhundert zugewiesen. Die heute noch bestehende romanische Kirche wurde um 1100 begonnen und 1220 vollendet. Der Vorgängerbau wurde dazu schrittweise abgebrochen. Der Bau wurde in sechs Etappen vollzogen, die jeweils Abweichungen vom ursprünglichen Bauplan aufweisen, da neue Stilrichtungen in der Architektur aufgenommen wurden. Veränderungen im Innern und am Äussern der Kirche wurden jedoch fortlaufend bis ins 20. Jahrhundert vorgenommen. Erst zwischen 1487 und 1492 wurden die Türme auf Initiative von Hans Waldmann auf gleiche Höhe gebracht und mit Nadelhelmen versehen. 1498 wurde der Dachreiter in seiner heutigen Form vollendet.

Die deutschschweizerische Reformation ging vom Grossmünster aus, da der Reformator Huldrych Zwingli seit 1519 dort als Leutpriester predigte. Auf seine Initiative liess der Stadtrat von Zürich 1524 die Altarbilder aus der Kirche entfernen. 1526 wurde vor dem Chor ein Kanzellettner eingebaut, der aus den zerstörten Altären der Zürcher Kirchen bestand.[5] Damit wurde die Umnutzung der Kirche deutlich. Nicht mehr «Gottesdienst» an den Altären im Chor, sondern die Predigt stand nun im Zentrum. Die Überreste von Felix und Regula wurden von Zwinglis Nachfolger, Heinrich Bullinger, aus der Zwölfbotenkapelle entfernt. Dabei seien nur einige Knochenreste, Kohle, ein Ziegelstein und eine Haselnuss zum Vorschein gekommen.

Am Abend des 24. August 1763 zerstörte ein Blitzschlag den Glockenturm und entzündete den mit Schindeln gedeckten Spitzhelm. Mit nassen Ochsenhäuten konnten die Glocken vor dem Schmelzen gerettet werden. Während mehrerer Jahre blieb der Turm eine Brandruine und es wurde über einen Gesamtneubau des Grossmünsters nach Plänen Gaetano Matteo Pisonis diskutiert. Der Widerstand des Pfarrers Johann Jakob Breitinger verhinderte einen Abbruch.

1770 wurden die Türme mit einer flachen Terrasse und Balustraden im Stile Louis-seize versehen. 1781 bis 1787 entstanden die heutigen charakteristischen neugotischen Turmabschlüsse durch Johann Caspar Vögeli und Johannes Haggenmiller. Am Nordturm wurde das romanische Glockengeschoss abgerissen und durch eine Kopie des spätgotischen Südturms ersetzt. Beide Türme wurden zudem mit einer Wächterstube aufgestockt. Auch im Innern wurde im Stil des Barocks umgebaut.

Ab 1845 wurde das Grossmünster massiv umgestaltet. Das Treppenhaus zu den Emporen über dem nördlichen Hauptportal wurde abgerissen und ins Innere verlegt – und zwar in den Teil der ehemaligen Zwölfbotenkapelle, wo sich die Heiligengräber befunden hatten. Baumeister August Stadler liess auch den Lettner abreissen. 1849 wurden das Stiftsgebäude abgebrochen und bis 1897 sämtliche barocken Elemente wie Stuckaturen und Gips entfernt. Man wollte ganz nach dem denkmalpflegerischen Verständnis des 19. Jahrhunderts den ursprünglichen romanischen Innenraum wiederherstellen und zerstörte dazu jüngere Bausubstanz. 1913–1915 wurde die Innenrenovation und gleichzeitige Rekonstruktion durch den Stadtbaumeister Gustav Gull und den Kantonsbaumeister Hermann Fietz abgeschlossen. Das Äussere wurde 1931–1936 gründlich renoviert, wobei die 62 Meter hohen Türme etwas verändert wurden. 1989/1990 wurden diese Veränderungen wieder rückgängig gemacht.

Baubeschreibung

Innenansicht des Chors mit Fenstern von Augusto Giacometti

Typisch für die deutsche Romanik ist die Westfassade ohne Portal.

Die Hauptfassade liegt im Norden. Das triumphtorartige Hauptportal ist der Anfang des Prozessionsweges von den Gräbern der Heiligen Felix und Regula bis zu deren Reliquien im Fraumünster. Das Portal hat nur wenig romanische Originalsubstanz. Auf dem linken Kapitell ist König David mit einem Streichinstrument abgebildet. Seit 1950 sind am Türsturz folgende Worte Zwinglis zu lesen:

«Verschaffend dass das Gottlich Wort Truewlich by üch gepredget werde + damit werdend ir üwer vatterland behalten + ob’s glych dem Tüfel Leid wär + denn wo Gotzforcht ist + da ist die Hilff Gottes + Huldriych Zwingli».

Die 1950 von Otto Münch geschaffene Bronzetüre zeigt einzelne biblische Geschichten. Auch die Tür der Südfassade stammt von Münch und zeigt Bilder aus der Reformationsgeschichte.

Die Westfassade ist geprägt von zwei quaderförmigen, 64 Meter hohen Doppeltürmen. Der Karlsturm genannte Südturm kann bestiegen werden: 187 Stufen führen zur Aussichtsplattform in 50 Meter Höhe. Aussen am Turm in Richtung Limmat ist eine Sitzfigur von Kaiser Karl den Grossen angebracht. Der Nordturm – auch als Glockenturm bezeichnet – wird von einem Relief des Reformators Heinrich Bullinger verziert. Hoch darüber schwebt ein Pferd mit Reiter, das die älteste Reiterdarstellung nördlich der Alpen sein soll. Die Figur stammt von ca. 1180 und könnte ein Herrschaftszeichen des Stadtherrn Berchthold IV. von Zähringen sein, das auf die benachbarte Pfalz hinwies.

Grundriss nach J. R. Rahn

Innenraum

Der Innenraum ist schlicht gehalten. Er enthält neben den Sitzbänken und einem Chorgestühl nur eine Kanzel (1853) und einen Taufstein (1598), der zugleich als Abendmahlstisch dient.

Seit 1933 zeigen drei farbige Chorfenster von Augusto Giacometti die Weihnachtsgeschichte. Sehenswert sind die romanischen Kapitelle im Schiff und Reste der ursprünglichen Ausmalung im Chor. An der Nordwand ist in einer Nische eine kleine Darstellung des Schweisstuches der Veronika aus dem 16. Jahrhundert erhalten.

Krypta

Krypta mit der originalen Sitzfigur vom Südturm (15 Jh.)

In der Krypta, dem ältesten Teil der Kirche, sind stark verblasste Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert zu sehen, die das Martyrium der Patrone Felix und Regula darstellen. Sie werden Hans Leu dem Älteren zugeschrieben. Hier ist auch das Original der Sitzfigur Karls des Grossen vom Südturm deponiert.

Auch im Rest der ehemaligen Zwölfbotenkapelle sind Reste von Fresken zu sehen und ein Modell des ursprünglichen Münsterbaus. Von der ehemaligen Ausstattung der Zwölfbotenkapelle ist ein Teil der ältesten Zürcher Stadtansicht von Hans Leu d. Ä. gerettet worden. Die Tafeln wurden stark verkleinert und teilweise übermalt, da die im Vordergrund abgebildeten Szenen aus dem Martyrium der Stadtheiligen nach der Reformation nicht mehr interessant schienen. Kopien der Tafeln können im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich, die Originale im Schweizerischen Landesmuseum besichtigt werden.

Fenster

2005 veranstaltete die Kirchgemeinde einen Einladungswettbewerb, um die bisher weiss gebliebenen westlichen Fenster im Längsschiff neu zu gestalten. Die Mittel stammten aus einem Legat mit künstlerischem Auftrag. 2006 fiel die Wahl auf den Kölner Gegenwartskünstler Sigmar Polke. Seine Gestaltung versieht die sieben hinteren westlichen Fenster des Schiffs mit abstrakten Mustern aus geschnittenen Achaten und die fünf vorderen mit buntem gerasterten Glas. Gegen den Chor hin zeigen die bunten Glasfenster vom Abstrakten ins Figurative übergehende Darstellungen mit alttestamentlichen Bezügen. Als grösstes und letztes von Polkes Werken sind die Fenster seit Oktober 2009 fertiggestellt.[6][7]

Orgel

Metzler-Orgel

Die Orgel wurde 1960 von der Orgelbaufirma Metzler (Dietikon) erbaut. Das Instrument steht auf der Empore im Westteil der Kirche. Der Neubau ersetzte ein Instrument, das 1876 von Johann Nepomuk Kuhn erbaut worden war.[8] Die Orgel hat 67 Register auf vier Manualen und Pedal.[9]

I Chorpositiv C–
Portunalflöte8′
Principal4′
Quintatön4′
Gemshorn2′
Sedecima1′
Scharf III23
Sesquialtera II
Krummhorn8′
Musette4′
II Hauptwerk C–
Principal16′
Principal8′
Flauto8′
Gedackt8′
Octave4′
Nachthorn4′
Octave2′
Flachflöte2′
Quinte223
Cornet V8′
Terz135
Mixtur V2′
Trompete8′
Span. Trompete16′
Span. Trompete8′
III Oberwerk C–
Stillgedeckt16′
Principal8′
Rohrgedackt8′
Spitzgambe8′
Unda Maris8′
Octave4′
Querflöte4′
Salicet4′
Nasard223
Cornet d’echo II
Piccolo2′
Plein jeu V2′
Basson16′
Trompette harm.8′
Oboe8′
Clarion4′
IV Schwellpositiv C–
Suavial8′
Copula8′
Rohrflöte4′
Principal2′
Spitzgedackt2′
Larigot113
Terz45′ + 135
Glockenzimbel II135
Holzregal16′
Vox Humana8′
Pedal C–
Principalbass32′
Praestant16′
Holzprinzipal16′
Subbass16′
Octavbass8′
Gedacktpommer8′
Octave4′
Rohrflöte4′
Choralbass2′
Mixtur IV223
Gross-Sesquialtera III
Bombarde16′
Dulcian16′
Trompete8′
Bärpfeife8′
Klarine4′
Schalmey2′

Glocken

Der Nordturm beherbergt ein vierstimmiges Geläut, das von Jakob Keller (Unterstrass bei Zürich) im Jahre 1889 gegossen wurde und in der Schlagtonfolge c1–e1–g1–c2 erklingt. Seit einer Sanierung der Glockenanlage hängen die Glocken an kunstvoll geschnitzten Holzjochen und verfügen über weichere Eisenklöppel. Im Dachreiter hängt die fünfte Glocke im Schlagton c2; sie erklingt abends um 20 Uhr. Zum täglichen Betläuten ertönen mittags um 11 Uhr die e1-Glocke und abends um 18 Uhr (im Winter 17:30 Uhr) die dritte Glocke (g1). Am Samstagabend um 19 Uhr läuten, gemeinsam mit den übrigen Innenstadtkirchen, alle vier Glocken 15 Min. lang den Sonntag ein. Zum Sonntagsgottesdienst gibt es ein – nach alter «zwinglianischer» Sitte – zweimaliges Zeichenläuten mit der dritten Glocke; um 08:55 und 09:25 Uhr. Zum Gottesdienst selbst rufen wiederum alle Glocken. Die grosse Glocke wird am Sonntagabend um 19 Uhr genutzt, um den Sonntag auszuläuten. Ebendiese findet auch zum «Sechseläuten» Verwendung.

Nr.Durchmesser
(mm)
Masse
(kg)
NominalInschrift
118004050c1Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
213301680e1Einen andern Grund mag Niemand legen, ausser dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
311000965g1Lasset das Wort Christi reichlich unter euch wohnen.
408300420c2Befiehl dem Herrn deinen Weg und hoffe auf ihn, er wird es wohl machen.

Veranstaltungen im Grossmünster Zürich

Im Grossmünster gibt es nebst Gottesdiensten viele andere Veranstaltungen, wie z. B. Orgelkonzerte. In der Woche vor Ostern singt La Lupa jeweils Lamenti vom Turm herab.

Stiftsbibliothek Grossmünster

Die mittelalterliche Bibliothek konnte anhand des Kataloges von 1531/1552 von Konrad Pellikan rekonstruiert werden und ist zum grössten Teil in der Zentralbibliothek Zürich erhalten.[10]

Bilder

Siehe auch

Grossmünster am Abend (Blick vom Münsterplatz her)

Literatur

  • Daniel Gutscher: Das Grossmünster in Zürich. Eine baugeschichtliche Monographie (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 5), Bern 1983, ISBN 3-85717-017-4.
  • Urs Hafner: Kult, Macht und Glaube. Eine kleine Geschichte des Zürcher Grossmünsters. Verlag NZZ Libro, Zürich 2007, ISBN 978-3-03823-355-8.
  • Gottfried Boehm, Jacqueline Burckhardt, Bice Curiger, Ulrich Gerster, Regine Helbling, Claude Lambert, Käthi La Roche, Urs Rickenbach, Katharina Schmidt, Marina Warner: Sigmar Polke: Fenster – Windows Grossmünster Zürich. Parkett Publishers und Grossmünster Zürich, Zürich/New York 2010, ISBN 978-3-907582-27-5.
  • Ulrich Gerster: Die Kirchenfenster des Grossmünsters Zürich. Augusto Giacometti – Sigmar Polke (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 71). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2012, ISBN 978-3-03797-071-3.

Weblinks

Commons: Grossmünster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gutscher (1983:9).
  2. Magdalen Bless-Grabher: Zürich und seine Bettelordensklöster. In: Barbara Helbling u. a. (Hrsg.): Bettelorden, Bruderschaften und Beginen in Zürich: Stadtkultur und Seelenheil im Mittelalter. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2002, ISBN 3-85823-970-4, S. 11–24, bes. S. 22.
  3. Peter Stotz: Zum Lob der Zürcher Stadtpatrone, liturgische Dichtungen zum Fest von Felix und Regula. In: Peter Stotz u. a. (Hrsg.): Turicensia latina: lateinische Texte zur Geschichte Zürichs aus Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2003, ISBN 3-03823-013-8, S. 60–67.
  4. Gutscher: Das Grossmünster in Zürich. S. 16–18.
  5. Daniel Gutscher: Zwinglis Kanzellettner im Zürcher Grossmünster. In: Peter Niederhäuser, Regula Schmid (Hrsg.): Querblicke, Zürcher Reformationsgeschichten (= Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Band 86.) Chronos Verlag, Zürich 2019, ISBN 978-3-0340-1498-4, S. 130–137.
  6. Sigmar Polke - Kirchenfenster Grossmünster Polke (Memento des Originals vom 31. Oktober 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.grossmuenster.ch, (abgerufen am 2. November 2010)
  7. Ulrich Gerster: Die Kirchenfenster des Grossmünsters Zürich. Augusto Giacometti – Sigmar Polke. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 915, Serie 92). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2012, ISBN 978-3-03797-071-3.
  8. Nähere Informationen zur Orgel (Memento des Originals vom 17. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.grossmuenster.ch
  9. Zur Disposition (Memento des Originals vom 5. Juni 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.grossmuenster.ch
  10. Martin Germann: Die reformierte Stiftsbibliothek am Großmünster Zürich im 16. Jahrhundert und die Anfänge der neuzeitlichen Bibliographie: Rekonstruktion des Buchbestandes und seiner Herkunft, der Bücheraufstellung und des Bibliotheksraumes, mit Edition des Bibliothekskataloges von 1532/1551 von Conrad Pellikan. Harrassowitz, Wiesbaden 1994, ISBN 3-447-03482-3 (= Beiträge zum Buch- und Bibliothekswesen; 34).

Koordinaten: 47° 22′ 12″ N, 8° 32′ 39″ O; CH1903: 683501 / 247161

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Zürich - Grossmünster Krypta Decke IMG 1305.jpg
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Zürich, Grossmünster : Deckendetail in der Krypta.
Grossmünster - Innenansicht IMG 6430 ShiftN.jpg
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Interior view of Grossmünster in Zürich (Switzerland)
Zürich - Grossmünster Karl der Grosse IMG 0236.jpg
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Grossmünster in Zürich (Switzerland) : Charlemagne 'sitting' at the southern tower, the so-called Karlsturm (Carolus' tower), as seen from the Wasserkirche church. The original sculpture is located at the Grossmünster's crypt.
ZürichGrossmünsterKreuzgang-pjt.jpg
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Kreuzgang des Grossmünsters, Zürich
Altartafeln von Hans Leu d.Ä. (Haus zum Rech) - rechtes Limmatufer - Grossmünster 2013-04-08 15-04-58.jpg

Der Karlsturm des Grossmünsters auf der Replik der Altartafeln von Hans Leu im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich im Haus zum Rech. Die Panoramansicht des linksseitigen Limmatufers – 'Standort' der BetrachterIn ist wohl der Karlsturm des Grossmünsters – von Hans Leu d. Ä. gilt als die älteste zuverlässige Darstellung der Stadt Zürich, Ende des 15. Jahrhunderts auf den Altartafeln im Grossmünster mit viel Liebe zum Detail festgehalten. Die originalen Tafeln sind heute im Landesmuseum ausgestellt, eine (vermutlich) 1:1 Replik ist im Stadtarchiv öffentlich zugänglich.
Zürich - Grossmünster IMG 0237.jpg
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Zürich : Grossmünster und Limmatquai, Ansicht von der Wühre.
Rahn Grundriss Grossmuenster.jpg
Grundriss des Grossmünsters in Zürich nach Rahn
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Zürich, Grossmünster : Krypta mit dem Original der Sitzfigur Karls des Grossen vom Südturm.
Grossmünster Escher.jpg
Das Grossmünster um 1700
Prozessionsachse murerplan.jpg
Die Prozessionsachse Grossmünster (von Oben), Wasserkirche, Fraumünster. Ausschnitt aus dem Murerplan von Zürich von 1576. Oben das Grossmünster, Grablege der Heiligen Felix und Regula, in der Mitte an der Limmat die Wasserkirche, die Hinrichtungsstätte, unten die Fraumünsterabtei, wo wichtige Reliquien der Heiligen aufbewahrt wurden
Rahn Laengsschnitt Grossmünster.jpg
Längsschnitt des Grossmünsters in Zürich bei J.R. Rahn nach Berlepsch.
Zürich - Grossmünster Kircheninneres Altar IMG 1299.jpg
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Grossmünster in Zürich : Kirchenschiff, Blickrichtung Altar.
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Heinrich Bullinger's former Pfarrhaus (rectory) situated at Zwingliplatz square respectively Grossmünster in Zürich (Switzerland), Theologisches Seminar (former Höhere Töchterschule college) to the right.
Zürich Grossmünster 02.jpg
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Metzler-Orgel von 1960 im Grossmünster Zürich
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Grossmünster in Zürich : Relief von Heinrich Bullinger am Nordturm. Inschrift unterhalb der Relieffigur:

Oberster Pfarrer am Grossmünster + nach Zwinglis Tod
der zürcherischen Kirche weiser Leiter + Berater aller
reformierten Kirchen + Urheber des zweiten helvetischen
Bekenntnisses + väterlicher Beschützer und Tröster der

bedrängten Glaubensgenossen
Grossmünster Dez18.jpg
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de:Grossmünster, vorne die Münsterbrücke
Emil Schulthess Grossmunster und Chorherrenstift 1835.jpg
Das Grüne Schloss, das alte Chorherrenstift und das Grossmünster in Zürich um 1835. Sepiazeichnung von Emil Schulthess. Kunsthaus Zürich.
Rahn Rekonstruktion Grossmünster vor Umbau Waldmann.jpg
Rekonstruktionszeichnung von Johann Rudolf Rahn des Grossmünsters in Zürich Mitte des 15. Jahrhunderts, vor dem Umbau zur Zeit von Hans Waldmann.
Grossmünster - Kirchgasse 2010-08-30 16-13-12 ShiftN.jpg
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Grossmünster in Zürich (Switzerland), as seen from Kirchgasse,

former Höhere Töchterschule (as of today Theologisches Seminar) to the right, Grossmünsterplatz to the left.
Felix und Regula.png
Ausschnitt aus dem ehemaligen Altarbild der Zwölfbotenkapelle im Grossmünster in Zürich: Martyrium der Zürcher Stadtheiligen Felix und Regula sowie ihres Dieners Exuperantius (rights). Im Hintergrund sind aus dem Panorama der mittelalterlichen Stadt Zürich der Lindenhof und der Uetliberg zu sehen. Zustand nach der Restauration und Freilegung der Figuren 1937
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Gotischer Turmabschluss des Grossmünsters in Zürich