Dieter Häussinger

Dieter Häussinger (* 22. Juni 1951 in Nördlingen) ist ein deutscher Internist und Hochschullehrer. Er ist Ordinarius für Innere Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, des Leber- und Infektionszentrums sowie des Hirsch Instituts für Tropenmedizin an der Arsi Universität, Äthiopien. Er war Sprecher des Sonderforschungsbereichs 575 (2000–2011) und der Klinischen Forschergruppe 217 (2009–2017). Seit 2012 ist er Sprecher des Sonderforschungsbereichs 974 „Kommunikation und Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration“.

Leben

Häussinger studierte von 1970 bis 1976 an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1976 wurde er dort promoviert. In den Jahren 1976 bis 1977 war er Medizinalassistent am Kreiskrankenhaus Nördlingen, von 1977 bis 1978 war er als Geschwaderarzt beim 1. U-Bootgeschwader in Kiel tätig. Er habilitierte sich 1984 für das Fach Innere Medizin an der Universität Freiburg und war von 1979 bis 1994 als Arzt an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg tätig.

1988 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Freiburg ernannt. 1991 erfolgte Berufung auf die Schilling-Professur des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. 1994 übernahm er den Lehrstuhl für Innere Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Von 1998 bis 2002 war er Dekan der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Düsseldorf. Von 2000 bis 2007 war er Mitglied im Medizinausschuss des Wissenschaftsrats, von 2010 bis 2018 war er Mitglied des Senats der Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz (WGL). Schlagzeilen machte die von ihm geleitete Düsseldorfer Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie im März 2019 mit der – noch nicht sicheren – Heilung eines HIV-Patienten.[1]

Häussinger ist Herausgeber bzw. Autor von 15 Monographien und über 600 Originalarbeiten.

Forschungsgebiete

Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. RP Online: Düsseldorfer Patient geheilt?, abgerufen am 2. April 2019

Weblinks