Département Aisne

Aisne
Wappen des Departements Aisne
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Über dieses Bild
RegionHauts-de-France
PräfekturLaon
Unterpräfektur(en)Château-Thierry
Saint-Quentin
Soissons
Vervins
Einwohner533.316 (1. Jan. 2018)
Bevölkerungsdichte72 Einw. pro km²
Fläche7.418,44 km²
Arrondissements5
Gemeindeverbände20
Kantone21
Gemeinden800
Präsident des
Départementrats
Nicolas Fricoteaux[1] (UDI)
ISO-3166-2-CodeFR-02
Lage des Aisne
Lage des Départements Aisne in der
Region Hauts-de-France

Das Département Aisne [ɛn] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 02. Es liegt im Norden des Landes in der Region Hauts-de-France und ist nach dem Fluss Aisne benannt.

Geographie

Département Aisne

Das Département grenzt im Norden an das Département Nord, im Nordosten an Belgien, im Osten an die Départements Ardennes und Marne, im Süden an das Département Seine-et-Marne und im Westen an die Départements Oise und Somme.

Bedeutende Flüsse im Département sind Aisne, Marne, Ourcq, Vesle, Somme, Oise, Serre.

Wappen

Beschreibung: In Blau und Gold durch weißen Wellenbalken geteilt sind oben drei blaue Schrägrechtsbalken und unten ein weißer Balken mit beidseitigen goldenem Mäander.

Geschichte

Das Département Aisne ist eines der 83 Départements, die am 4. März 1790 während der Französischen Revolution gebildet wurden. Es wurde aus Gebieten der Île-de-France (Laonnois, Soissonnais, Noyonnais, Valois), der Picardie (Thiérache, Vermandois) und der Champagne zusammengefasst. Alle Eingemeindungen sind unter Gemeindefusionen im Département Aisne zusammengefasst.

Im Verlauf des Ersten Weltkrieges (1914–1918) kam es dreimal zu größeren Kampfhandlungen am Fluss Aisne:

Am 15. Mai 1940 drangen Truppen der Wehrmacht ins Département Aisne ein. Fünf Tage zuvor hatten sie den Westfeldzug begonnen. Am Abend des 15. Mai erreichten sie Montcornet. Vom 17. Mai bis 10. Juni kämpften Wehrmacht-Verbände und Verbände der französischen Armee in der 'Bataille de l’Aisne' gegeneinander; die Wehrmacht gewann die Schlacht und besetzte wenige Tage später kampflos Paris. In Montcornet führte Colonel Charles de Gaulle am 17. Mai 1940 eine der vier Gegenoffensiven im Westfeldzug.

Von 1960 bis 2015 gehörte das Département zur Region Picardie, die 2016 in der Region Hauts-de-France aufging.

Bevölkerung

Die Bewohner des Département Aisne werden Axonais genannt.

Demographie

Das Département Aisne enthält einige Städte von mittlerer Bedeutung, die von zahlreichen, aber oft sehr kleinen Ortschaften umgeben sind. Das Département verlor in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Teil seiner Bevölkerung durch Landflucht, was durch die industrielle Entwicklung zum Teil kompensiert werden konnte. In beiden Weltkriegen besonders betroffen, hat das Département anschließend seine Bevölkerungszahl von 1900 fast wieder erreicht. Seit etwa 30 Jahren erzeugt der industrielle Niedergang eine Stagnation in der Zahl der Einwohner. Lediglich der Süden weist noch ein demographisches Wachstum aufgrund seiner Nähe zur Agglomeration von Paris auf.

Städte

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Aisne sind:

StadtEinwohner
(2018)
Arrondissement
Saint-Quentin53.856Saint-Quentin
Soissons28.522Soissons
Laon24.710Laon
Château-Thierry15.351Château-Thierry
Tergnier13.547Laon
Chauny11.773Laon
Villers-Cotterêts10.676Soissons
Hirson8.800Vervins
Bohain-en-Vermandois5.675Saint-Quentin
Gauchy5.254Saint-Quentin

Verwaltungsgliederung

Gemeinden und Arrondissemente im Département Aisne

Das Département Aisne gliedert sich in 5 Arrondissements, 21 Kantone und 800 Gemeinden:

ArrondissementKantoneGemeindenEinwohner
1. Januar 2018
Fläche
km²
Dichte
Einw./km²
Code
INSEE
Château-Thierry410870.3061.125,9862021
Laon7240156.1232.193,2271022
Saint-Quentin5126127.9441.078,57119023
Soissons5166107.7071.349,6980024
Vervins416071.2361.670,9843025
Département Aisne21800533.3167.418,447202

Siehe auch:

Sehenswürdigkeiten

Wie die gesamte ehemalige Region der Picardie, ist auch das Département Aisne touristisch nur wenig erschlossen.[2] Bemerkenswert sind bei einem Besuch im Département Aisne vier Bereiche:

Wie im gesamten Osten Frankreichs gibt es eine Vielzahl von Bauwerken aus der Früh- und Hochgotik. Zu nennen sind hierbei vor allem die Kathedralen in Laon, Soissons und Saint-Quentin.

Darüber hinaus haben eine Reihe von bekannten Künstlern eine enge Bindung an den Süden des Départements. Der Fabeldichter Jean de la Fontaine ist in Château-Thierry geboren. Der Dramatiker Jean Racine in La Ferté-Milon. Der Romancier Alexandre Dumas der Ältere stammt wiederum aus Villers-Cotterêts. Die Bildhauerin und Malerin Camille Claudel, Gattin von Auguste Rodin, stammt aus Fère-en-Tardenois.

In der nordöstlichen Region der Thiérache wurden vor allem während des Achtzigjährigen Krieges viele Kirchengebäude zu Wehrkirchen ausgebaut, die sich etwa durch verstärkte Wände, Türme oder Zwischenböden als Fluchtmöglichkeiten auszeichnen. Beispiele sind die Kirchen in Englancourt oder Archon.

Betreffend die jüngere Geschichte sind vor allem die Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges sehenswert. 2017 gedachte man im Département der 100 Jahre zurückliegenden Schlacht an der Aisne, dort besser als Schlacht des Chemin des Dames bekannt. Zentrum des Erinnerns ist die Drachenhöhle, ein von der Reichswehr ausgebauter ehemaliger Steinbruch. In der Höhle ist das tägliche Leben im Krieg und seine Unbilden sehr plastisch dargestellt.

Weblinks

Commons: Département Aisne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. aisne.com (Memento des Originals vom 1. Juli 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aisne.com abgerufen am 27. April 2015
  2. INSEE Première N°1510, Les dépenses des touristes en France ( vom 24.07.2014 auf Französisch, PDF, 1 MB)

Koordinaten: 49° 34′ N, 3° 37′ O

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Carte du département de l'Aisne.