Bundesregierung (Österreich)

Bundesregierung
Wappen der Republik ÖsterreichBundeskanzleramt
Sitz der Regierung
Wappen der Republik ÖsterreichBundeskanzleramt Sitz der Regierung
StellungEines der obersten Organe des Bundes
StaatsgewaltExekutive
Gründung30. Oktober 1918 prov. Staatsreg.;
1. Okt. 1920 B-VG (Inkrafttreten 10. Nov.);
20. Nov. 1920 Ernennung erste Bundesregierung;
(ursprünglich 1760 als Staatsrat begründet)
SitzWien 1, Ballhausplatz
VorsitzBundeskanzlerin Brigitte Bierlein
BestandsgarantieArt. 44 Abs. 3 B-VG
(Prinzip der Gewaltentrennung)
Websitewww.bundesregierung.at

In Österreich ist gemäß Bundes-Verfassungsgesetz die Bundesregierung neben dem Bundespräsidenten eines der obersten Organe der Bundesverwaltung. In ihrer Gesamtheit ist sie ein Kollegialorgan, das durch Beschlüsse entscheidet. Ihre Mitglieder sind der Bundeskanzler, der Vizekanzler und die Bundesminister. Die im Zusammenhang mit der Regierung oft genannten Staatssekretäre sind formal nicht Regierungsmitglieder, sondern Hilfsorgane der Minister, ebenso die Kabinettschefs. Nicht alle Minister leiten auch ein Ministerium.

Funktion und Stellung im politischen System

Ernennung und Entlassung

Die Bundesregierung wird seit 1929 vom Bundespräsidenten ernannt (bis dahin wurde sie seit 1920 vom Nationalrat gewählt), wobei er bei der Ernennung des Bundeskanzlers an keine rechtlichen Vorgaben gebunden ist. Bei der Ernennung der übrigen Mitglieder der Bundesregierung ist er auf den Vorschlag des Bundeskanzlers angewiesen (wobei er die Ernennung jedoch verweigern kann). Mit ihrer Ernennung und Angelobung ist die Regierung unmittelbar voll funktionsfähig. Eine gesonderte Bestätigung durch den Nationalrat ist nicht erforderlich. Da jedoch der Bundespräsident infolge eines Misstrauensvotums des Nationalrats verpflichtet wäre, die Bundesregierung zu entlassen, sind die parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse bei ihrer Ernennung von ausschlaggebender Bedeutung. (Bei Nationalratswahlen pflegen die Parteien ihre Spitzenkandidaten als künftige Bundeskanzler zu bewerben; dies stellt sich in der Realität je nach Wahlergebnis als Vorgabe für den Bundespräsidenten dar.)

Von dieser rechtlichen Verpflichtung abgesehen, kann der Bundespräsident den Bundeskanzler oder die gesamte Bundesregierung jederzeit entlassen. (Dies wäre allerdings nur sinnvoll, wenn der Bundespräsident sicher sein kann, dass die von ihm angepeilte Alternative vom Nationalrat akzeptiert wird.) Die Entlassung einzelner Mitglieder der Bundesregierung ist wie ihre Ernennung an den Vorschlag des Kanzlers gebunden und findet formal auch dann statt, wenn Minister von sich aus ihren Rücktritt erklären.

Rechtsstellung der Bundesregierung

Sitzungssaal des Ministerrates

Die Bundesregierung ist in ihrem Wirkungsbereich eine als Kollegial- oder Gesamtorgan eingerichtete Verwaltungsbehörde.[1] Zur Beschlussfassung tritt sie im sogenannten „Ministerrat“ zusammen.[2] Bei Beschlüssen müssen mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder anwesend sein. Obwohl rechtlich nicht gesondert festgelegt, müssen in der politischen Praxis Beschlüsse einstimmig getroffen werden.[3] Dies entspricht der höchstgerichtlichen Rechtsprechung.[4] In Hinblick auf diese Konventionalregel stellte Staatskanzler Karl Renner 1945 zwei kommunistischen Regierungsmitgliedern, die einen Beschluss nicht mittragen wollten, den Austritt aus der Regierung anheim, worauf diese keinen Einspruch mehr erhoben.

Die Protokolle des Ministerrates sind seit dem 30. August 2016 öffentlich auf der Webseite des Bundeskanzleramtes einsehbar.[5]

Rechtsstellung der Regierungsmitglieder

Der österreichische Bundeskanzler ist Vorsitzender der Bundesregierung (im Sinne eines primus inter pares).[6] Eine formale Richtlinienkompetenz oder ein Weisungsrecht des Regierungschefs gegenüber den Ministern sieht das österreichische Regierungssystem nicht vor. Seine Rechtsstellung innerhalb der Bundesregierung wird jedoch durch sein Vorschlagsrecht bei der Ernennung und Entlassung ihrer einzelnen Mitglieder gestärkt. Seine politische Stellung hängt davon ab, ob er die Alleinregierung einer Partei führt oder auf seine Koalitionspartner Rücksicht nehmen muss.

Neben dem Bundespräsidenten und der Bundesregierung in ihrer Gesamtheit gehören auch ihre einzelnen Mitglieder (d. h. Bundeskanzler, Vizekanzler sowie Bundesminister) zu den obersten Organen der Bundesverwaltung (monokratische Organe). Als solche sind sie selbst nur an Beschlüsse der Bundesregierung – repräsentiert im Ministerrat – gebunden, und ansonsten weisungsfrei, d. h. keinerlei Auftrag von wem immer unterworfen, und nur sie den ihnen untergeordneten Behörden gegenüber weisungsbefugt (Ressortprinzip). Nicht als rechtlicher, wohl aber als politischer Auftrag ist es zu verstehen, wenn der Nationalrat einen Bundesminister durch eine Entschließung dazu auffordert, in einem bestimmten Sinn tätig zu werden, z. B. einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Zur Unterstützung in den Amtsgeschäften können den Bundesministern Staatssekretäre beigegeben werden, die als Hilfsorgane des jeweiligen Bundesministers fungieren und damit ihm gegenüber weisungsgebunden sind. Sie sind rechtlich keine Mitglieder der Bundesregierung, haben als solche auch kein Stimmrecht, nehmen jedoch an Regierungssitzungen teil. In Koalitionsregierungen werden Bundesministern nicht selten Staatssekretäre der jeweils anderen Regierungspartei beigegeben. In diesem Fall bleibt die Weisungsgebundenheit des Staatssekretärs Theorie; in der Praxis fungiert er quasi als politischer „Aufpasser“ der Partei, die das Ressort nicht führt.

Aktuelle Bundesregierung

Die aktuelle ist die Bundesregierung Bierlein unter der Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein; sie wurde am 3. Juni 2019 von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt. Diese Übergangsregierung folgte provisorisch auf die am 28. Mai eingesetzte einstweilige Bundesregierung Löger, die damit die seit 22. Mai ÖVP-geführte Allein- und Minderheitsregierung Bundesregierung Kurz abgelöst hat.

In der Folge der Ibiza-Affäre im Mai 2019 erklärte am 18. Mai der bisherige Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) seinen Rücktritt und am Abend desselben Tages Bundeskanzler Kurz die ÖVP-FPÖ-Koalitionsregierung für beendet. Im weiteren Verlauf der Affäre bat Kurz, nach umfangreichen Unterredungen mit ihm, den Bundespräsidenten um die Entlassung des Innenministers Herbert Kickl (FPÖ), woraufhin auch alle weiteren FPÖ-Regierungsmitglieder ihren Rücktritt erklärten. Van der Bellen beauftragte den Bundeskanzler daraufhin, eine funktionsfähige Bundesregierung sicherzustellen und die freiwerdenden Posten „mit Experten“ zu besetzen.

Am 22. Mai 2019 wurde vom Bundespräsidenten gemäß Art. 70 Abs. 1 B-VG Innenminister Kickl auf Vorschlag aus der Regierung entlassen und die Enthebung der weiteren Regierungsmitglieder auf deren Wunsch hin gemäß Art. 74 Abs. 3 vorgenommen. Gleichzeitig mit diesem Formalakt wurde Bundesminister Hartwig Löger (Finanzen, ÖVP) zum Vizekanzler ernannt, wurden die von Kurz vorgeschlagenen parteilose Experten (drei Männer und eine Frau) als Bundesminister angelobt und wurde schließlich Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP), zusätzlich zu ihrem bisherigen Ressort, mit den Agenden Beamten und Sport (bisher bei Vizekanzler und Kanzleramtsminister Strache angesiedelt) betraut. Seit diesem Tag regiert Bundeskanzler Kurz mit seinem Kabinett als ÖVP-geführte Minderheitsregierung.

Am 27. Mai 2019 sprach der Nationalrat nach einem Antrag der SPÖ (und mit Stimmen der FPÖ und Liste JETZT) der von Kurz geführten Bundesregierung das Misstrauen aus.[7] Am darauffolgenden Tag wurde die gesamte Bundesregierung vom Bundespräsidenten des Amtes enthoben. Der bisherige Vizekanzler Hartwig Löger und die übrigen Bundesminister wurden, in der Folge als einstweilige Bundesregierung Löger bezeichnet, mit der Fortführung der Amtsgeschäfte bis zur Angelobung einer neuen Bundesregierung betraut.[8] Die Bundesregierung Bierlein wurde am 3. Juni 2019 angelobt.

Die Neuwahl des Nationalrates soll im September des Jahres 2019 stattfinden.

Bundesregierungen (Kabinette) der Republik

Siehe auch: Liste der Bundeskanzler der Republik Österreich

Erste Republik (1918–1934) und Bundesstaat (1934–1938)

Staatsregierungen wurden 1918–1920 gewählt:

Bundesregierungen bestanden vom 10. November 1920 (In-Kraft-Treten des Bundes-Verfassungsgesetzes, siehe Bundesregierung Mayr I) bis zum 13. März 1938 (Inkrafttreten des „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich)

Die Bundesregierung Dollfuß regierte vom 5. März 1933 an ohne Parlament, schaltete im Zusammenhang mit den Februarkämpfen am 12. Februar 1934 die Opposition aus und setzte am 1. Mai 1934 die autoritäre Verfassung des Bundesstaates Österreich in Kraft. Außerdem wurden alle Parteien neben der Vaterländischen Front (VF) als Einheitspartei verboten, sodass alle folgenden Regierungen formal VF-Regierungen waren.

Zweite Republik (seit 1945)

Die Provisorische Staatsregierung Renner 1945 amtierte ohne parlamentarische Kontrolle vom 27. April 1945 (Österreichische Unabhängigkeitserklärung) bis zum 20. Dezember 1945 und bereitete die Nationalratswahl vom 25. November 1945 vor. Sie wurde von der Bundesregierung Figl I abgelöst, die vom 20. Dezember 1945 (dem Tag des vollen Inkrafttretens des Bundes-Verfassungsgesetzes (B-VG) nach dem Zweiten Weltkrieg) an amtierte.

Bundesregierungen der Zweiten Republik
RegierungErnennungEnthebung nach
Rücktritt[9]
Betrauung gem.
Art. 71 B-VG*) bis[9]
Dauer
der Amtszeit
Wahltag**)Dauer der
Regierungs-
bildung**)
Koalition / Parteien
Regierung Renner1)27. Apr. 194520. Dez. 1945237 Tage (0,65 Jahre)1)1)ÖVPSPÖKPÖ
Regierung Figl I2)20. Dez. 194511. Okt. 19498. Nov. 19491419 Tage (3,89 Jahre)25. Nov. 194525 TageÖVPSPÖKPÖ2)
Regierung Figl II8. Nov. 194928. Okt. 19521085 Tage (2,97 Jahre)9. Okt. 194930 TageÖVPSPÖ
Regierung Figl III28. Okt. 195225. Feb. 19532. Apr. 1953156 Tage (0,43 Jahre)ÖVPSPÖ
Regierung Raab I2. Apr. 195314. Mai 195629. Juni 19561184 Tage (3,24 Jahre)22. Feb. 195339 TageÖVPSPÖ
Regierung Raab II29. Juni 195612. Mai 195916. Juli 19591112 Tage (3,05 Jahre)13. Mai 195647 TageÖVPSPÖ
Regierung Raab III16. Juli 19593. Nov. 1960476 Tage (1,30 Jahre)10. Mai 195967 TageÖVPSPÖ
Regierung Raab IV3. Nov. 196011. Apr. 1961159 Tage (0,44 Jahre)ÖVPSPÖ
Regierung Gorbach I11. Apr. 196120. Nov. 196227. März 1963715 Tage (1,96 Jahre)ÖVPSPÖ
Regierung Gorbach II27. März 19632. Apr. 1964372 Tage (1,02 Jahre)18. Nov. 1962129 TageÖVPSPÖ
Regierung Klaus I2. Apr. 196425. Okt. 196519. Apr. 1966747 Tage (2,05 Jahre)ÖVPSPÖ
Regierung Klaus II19. Apr. 19663. März 197021. Apr. 19701463 Tage (4,01 Jahre)6. März 196644 TageÖVP
Regierung Kreisky I3)21. Apr. 197019. Okt. 19714. Nov. 1971562 Tage (1,54 Jahre)1. März 197051 TageSPÖ
Regierung Kreisky II4. Nov. 19718. Okt. 197528. Okt. 19751454 Tage (3,98 Jahre)10. Okt. 197125 TageSPÖ
Regierung Kreisky III28. Okt. 19759. Mai 19795. Juni 19791316 Tage (3,61 Jahre)5. Okt. 197523 TageSPÖ
Regierung Kreisky IV5. Juni 197926. Apr. 198324. Mai 19831449 Tage (3,97 Jahre)6. Mai 197930 TageSPÖ
Regierung Sinowatz24. Mai 198316. Juni 19861119 Tage (3,07 Jahre)24. Apr. 198330 TageSPÖFPÖ
Regierung Vranitzky I16. Juni 198625. Nov. 198621. Nov. 1987219 Tage (0,60 Jahre)SPÖFPÖ
Regierung Vranitzky II21. Jän. 19879. Okt. 199017. Dez. 19901426 Tage (3,91 Jahre)23. Nov. 198659 TageSPÖÖVP
Regierung Vranitzky III17. Dez. 199011. Okt. 199429. Nov. 19941443 Tage (3,95 Jahre)7. Okt. 199071 TageSPÖÖVP
Regierung Vranitzky IV29. Nov. 199418. Dez. 199512. März 1996469 Tage (1,28 Jahre)9. Okt. 199450 TageSPÖÖVP
Regierung Vranitzky V12. März 199620. Jän. 199728. Jän. 1997322 Tage (0,88 Jahre)17. Dez. 199585 TageSPÖÖVP
Regierung Klima28. Jän. 19975. Okt. 19994. Feb. 20001102 Tage (3,02 Jahre)SPÖÖVP
Regierung Schüssel I4. Feb. 200028. Nov. 200228. Feb. 20031120 Tage (3,07 Jahre)3. Okt. 1999124 TageÖVPFPÖ
Regierung Schüssel II4)28. Feb. 20033. Okt. 200611. Jän. 20071413 Tage (3,87 Jahre)24. Nov. 200296 TageÖVPFPÖ/BZÖ4)
Regierung Gusenbauer11. Jän. 2007?2. Dez. 2008691 Tage (1,89 Jahre)1. Okt. 2006103 TageSPÖÖVP
Regierung Faymann I2. Dez. 20081. Okt. 201316. Dez. 20131840 Tage (5,04 Jahre)28. Sep. 200865 TageSPÖÖVP
Regierung Faymann II16. Dez. 20139. Mai 201617. Mai 2016884 Tage (2,42 Jahre)29. Sep. 201378 TageSPÖÖVP
Regierung Kern17. Mai 201617. Okt. 201718. Dez. 2017580 Tage (1,59 Jahre)SPÖÖVP
Regierung Kurz5)18. Dez. 201728. Mai 20196)[10][11]526 Tage (1,44 Jahre)15. Okt. 201764 TageÖVPFPÖ
ÖVPExperten5)
Einstweilige
Bundes­regierung Löger
*)6)[10][11]
28. Mai 2019[10][11]3. Juni 2019*)6 TageÖVPExperten6)
Regierung Bierlein7)3. Juni 2019lfd.Beamte
*) Art. 71 B-VG: „Ist die Bundesregierung aus dem Amt geschieden, hat der Bundespräsident bis zur Bildung der neuen Bundesregierung Mitglieder der scheidenden Bundesregierung mit der Fortführung der Verwaltung und einen von ihnen mit dem Vorsitz in der einstweiligen Bundesregierung zu betrauen. […] Der mit der Fortführung der Verwaltung Beauftragte trägt die gleiche Verantwortung wie ein Bundesminister (Art. 76).“[9]
**) Ohne Wahldatum und damit ohne Dauer: Nach Rücktritt des Bundeskanzlers und/oder der gesamten Bundesregierung wurde mit altem bzw. in den meisten Fällen mit neuem Bundeskanzler die Regierung neu oder umgebildet.
1) Provisorische Staatsregierung mit vollständiger exekutiver und legislativer Gewalt, allerdings anfangs nur in der sowjetischen Besatzungszone und ohne Wahlgang eingesetzt.
2) Am 20. November 1947 schied die KPÖ aus der Bundesregierung aus.
3) Regierung Kreisky I: Seit 1945 die erste und bis 2019 einzige (siehe Regierung Kurz) Minderheitsregierung.
4) Laut offiziellen Angaben des Bundeskanzleramtes wurde am 17. April 2005 aus der ÖVP-FPÖ-Koalition eine ÖVP-BZÖ-Koalition.
5) Am 22. Mai 2019 schieden im Gefolge der sogenannten Ibiza-Affäre der FPÖ-Vizekanzler und die anderen FPÖ-Minister aus der Bundesregierung aus. Die ausgeschiedenen Regierungsmitglieder wurden auf Vorschlag von ÖVP-Bundeskanzler Kurz mit parteilosen Experten (drei Männer und eine Frau) ersetzt; anstelle des scheidenden Vizekanzlers Heinz-Christian Strache wurde der ÖVP-Bundesminister Hartwig Löger zum Vizekanzler ernannt. Die Regierung wurde damit zu einer ÖVP-Allein- und Minderheitsregierung.
6) Am 28. Mai 2019 wurde die gesamte Regierung Kurz des Amtes enthoben. Gleichzeitig wurde (Kurzzeit-)Vizekanzler Hartwig Löger mit dem Vorsitz in der einstweiligen Bundesregierung und der Fortführung der Verwaltung betraut.[10][11]
7) Wurde am 3. Juni 2019 als Übergangsregierung bis zur vorgezogenen Nationalratswahl im Herbst 2019 eingesetzt.

Zeitleiste Bundesregierungen, Bundeskanzler und Vizekanzler seit 1945

Clemens JablonerHartwig LögerHeinz-Christian StracheWolfgang BrandstetterReinhold MitterlehnerMichael SpindeleggerJosef PröllWilhelm MoltererHubert GorbachHerbert HauptSusanne Riess-PasserWolfgang SchüsselErhard BusekJosef RieglerAlois MockNorbert StegerFred SinowatzHannes AndroschRudolf HäuserHermann WithalmFritz BockBruno PittermannAdolf SchärfBrigitte BierleinHartwig LögerSebastian KurzChristian KernWerner FaymannAlfred GusenbauerWolfgang SchüsselViktor KlimaFranz VranitzkyFred SinowatzBruno KreiskyJosef KlausAlfons GorbachJulius RaabLeopold FiglKarl RennerBundesregierung BierleinEinstweilige Bundesregierung LögerBundesregierung KurzBundesregierung KernBundesregierung Faymann IIBundesregierung Faymann IBundesregierung GusenbauerBundesregierung Schüssel IIBundesregierung Schüssel IBundesregierung KlimaBundesregierung Vranitzky VBundesregierung Vranitzky IVBundesregierung Vranitzky IIIBundesregierung Vranitzky IIBundesregierung Vranitzky IBundesregierung SinowatzBundesregierung Kreisky IVBundesregierung Kreisky IIIBundesregierung Kreisky IIBundesregierung Kreisky IBundesregierung Klaus IIBundesregierung Klaus IBundesregierung Gorbach IIBundesregierung Gorbach IBundesregierung Raab IVBundesregierung Raab IIIBundesregierung Raab IIBundesregierung Raab IBundesregierung Figl IIIBundesregierung Figl IIBundesregierung Figl IProvisorische Staatsregierung Renner 1945


Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Erkenntnis des VwGH 0245/62 vom 24. Mai 1963 (VwSlg 6035 A/1963), Rechtssatz 4.
  2. Anton Pelinka: Das politische System Österreichs. In: Die politischen Systeme Westeuropas. 4. Auflage. VS, Verl. für Sozialwiss., Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16464-9, S. 1019, S. 614.
  3. Bernd-Christian Funk: Einführung in das österreichische Verfassungsrecht. 10. Auflage. Leykam, Graz 2000, S. 257.
  4. Erkenntnis des VwGH 0245/62 vom 24. Mai 1963 (VwSlg 6035 A/1963), Rechtssatz 3 unter Hinweis auf Erkenntnis des VfGH vom 25. Juni 1951 (VfSlg 2149).
  5. Ministerratsprotokolle der XXV. Regierungsperiode - Bundeskanzleramt Österreich. 19. Dezember 2017, abgerufen am 22. Januar 2019.
  6. Die österreichische Verfassung gibt in Art. 19 Abs 1 B-VG vor: „Die obersten Organe der Vollziehung sind der Bundespräsident, die Bundesminister und Staatssekretäre sowie die Mitglieder der Landesregierungen.“ Das ist dahingehend zu interpretieren, dass Bundes- und Vizekanzler zu den Ministern zählen, was ihre Stellung als staatliches Organ betrifft.
  7. ORF at/Agenturen red: Antrag erfolgreich: Aus für Regierung Kurz. 27. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019.
  8. Übergangsregierung soll in einer Woche stehen. 28. Mai 2019, abgerufen am 30. Mai 2019.
  9. a b c Manfried Welan, Bernhard Moser: Regierungsbildung 2006/2007. Diskussionspapier DP-21-2007, Institut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (Hrsg.). Universität für Bodenkultur Wien, Department für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, März 2007, S. 25: Anhang 3: Die einstweiligen Bundesregierungen (1945-2000) – Das ist Bundesregierung Figl I (1949) bis Bundesregierung Gusenbauer (2007). (Volltext Online; PDF-S. 26 von 33.)
  10. a b c d Wer ist Wer – Bundesregierung auf der Website des österreichischen Parlaments, ohne Datum, abgerufen am 1. Juni 2019. Siehe hier den Hinweis zur Beachtung, wonach die „Aktualisierung des Verzeichnisses der Mitglieder der Bundesregierung […] erst [wohl auch nur] nach Einlangen einer offiziellen Mitteilung des Bundespräsidenten bzw. des Bundeskanzleramts erfolgen [kann].“ (Kursiv zur Hervorhebung, Anm.)
  11. a b c d Bundesregierungen seit 1918 auf der Website des österreichischen Parlaments, ohne Datum, abgerufen am 1. Juni 2019. Darin:
    • in der Spalte Regierung: „Kurz“ und im darunterliegenden mouse over: „18.12.2017 – 28.05.2019“;
    • in der Spalte Regierung: „Einstweilige Bundesregierung Löger“ und im darunterliegenden mouse over: „28.05.2019 –“. Bei Hartwig Löger in der Spalte Funktion: „Betraut mit dem Vorsitz in der einstweiligen Bundesregierung und der Fortführung der Verwaltung 28.05.2019 –“.

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Wappen der Republik Österreich (Bundeswappen): Österreichisches Staatswappen in der offiziellen Version entsprechend dem Bundesgesetz vom 28. März 1984 über das Wappen und andere Hoheitszeichen der Republik Österreich (Wappengesetz), BGBl. Nr. 159/1984.

Das ursprüngliche Staatswappen wurde in der ersten Republik Österreich im Jahr 1919 eingeführt. Im austrofaschistischen Ständestaat wurde es im Jahr 1934 wieder abgeschafft und, im Rückgriff auf die österreichisch-ungarische Monarchie, durch ein Wappen mit Doppeladler ersetzt. In der wiedererstandenen (zweiten) Republik im Jahr 1945 wurde das Bundeswappen mit dem Wappengesetz in der Fassung StGBl. Nr. 7/1945 in modifizierter Form wieder eingeführt. Es versinnbildlicht, diesem Gesetzestext entsprechend (Art. 1 Abs. 1), „die Zusammenarbeit der wichtigsten werktätigen Schichten: der Arbeiterschaft durch das Symbol des Hammers, der Bauernschaft durch das Symbol der Sichel und des Bürgertums durch das Symbol der den Adlerkopf schmückenden Stadtmauerkrone […]. Dieses Wappen wird zur Erinnerung an die Wiedererringung der Unabhängigkeit Österreichs und den Wiederaufbau des Staatswesens im Jahre 1945 dadurch ergänzt, dass eine gesprengte Eisenkette die beiden Fänge des Adlers umschließt.“

Mit Bundesverfassungsgesetz vom 1. Juli 1981 mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz in der Fassung von 1929 geändert wird, BGBl. Nr. 350/1981, wurde das Wappengesetz von 1945 außerkraftgesetzt und dem Text des Bundes-Verfassungsgesetzes mit Artikel 8a B-VG eine Verfassungsbestimmung über die Farben, die Flagge und das Wappen der Republik Österreich hinzugefügt. Mit der Neuverlautbarung des Wappengesetzes mit BGBl. Nr. 159/1984 wurde das Wappen der Republik Österreich (Bundeswappen) in seiner aktuellen Version eingeführt.
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Wappen der Republik Österreich: Nicht gesetzeskonforme Version des österreichischen Bundeswappens, umgangssprachlich „Bundesadler“, in Anlehnung an die heraldische Beschreibung des Art. 8a Abs. 3 Bundes-Verfassungsgesetz mit zwar nach Wappengesetz detailliertem, aber schwarzem statt grauem Gefieder, mit zu grellem Gelb, sowie mit inkorrekter Darstellung des Bindenschilds, da die weiße Binde zu breit und der untere rote Balken zu schmal, sowie der Spitz statt halbrund zu sein zu flach gerundet ist:

Das ursprüngliche Staatswappen wurde in der ersten Republik Österreich im Jahr 1919 eingeführt. Im austrofaschistischen Ständestaat wurde es im Jahr 1934 wieder abgeschafft und, im Rückgriff auf die österreichisch-ungarische Monarchie, durch einen Doppeladler ersetzt. In der wiedererstandenen (zweiten) Republik im Jahr 1945 wurde das Bundeswappen mit dem Wappengesetz in der Fassung StGBl. Nr. 7/1945 in modifizierter Form wieder eingeführt. Der Wappenadler versinnbildlicht, diesem Gesetzestext entsprechend (Art. 1 Abs. 1), „die Zusammenarbeit der wichtigsten werktätigen Schichten: der Arbeiterschaft durch das Symbol des Hammers, der Bauernschaft durch das Symbol der Sichel und des Bürgertums durch das Symbol der den Adlerkopf schmückenden Stadtmauerkrone […]. Dieses Wappen wird zur Erinnerung an die Wiedererringung der Unabhängigkeit Österreichs und den Wiederaufbau des Staatswesens im Jahre 1945 dadurch ergänzt, dass eine gesprengte Eisenkette die beiden Fänge des Adlers umschließt.“

Mit dem Bundesverfassungsgesetz vom 1. Juli 1981, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz in der Fassung von 1929 geändert wird, BGBl. Nr. 350/1981, wurden die Wappengesetze von 1919 und 1945 außer Kraft gesetzt und dem Text des Bundes-Verfassungsgesetzes mit Artikel 8a B-VG eine Verfassungsbestimmung über die Farben, die Flagge und das Wappen der Republik Österreich hinzugefügt. Mit der Neuverlautbarung des Wappengesetzes mit BGBl. Nr. 159/1984 in § 1 in der grafischen Umsetzung der Anlage 1 wurde das Bundeswappen in seiner aktuellen Version eingeführt.
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