Öko-Test

Öko-Test

BeschreibungVerbrauchermagazin
VerlagÖko-Test Verlag GmbH & Co. KG (Deutschland)
HauptsitzFrankfurt
Erstausgabe1985
Erscheinungsweisemonatlich
Verkaufte Auflage118.317 Exemplare
(IVW 1/2024)
Verbreitete Auflage118.945 Exemplare
(IVW 1/2024)
Reichweite0,96 Mio. (Print) + 2,16 (online) Mio. Leser
(b4p 2023/I)
ChefredakteurinBianca Puff, Cordula Posdorf
GeschäftsführerinBianca Puff
Weblinkoekotest.de und oekotest-ag.de
ISSN (Print)

Öko-Test (Eigenschreibweise ÖKO-TEST) ist ein deutschsprachiges Verbrauchermagazin. Es erscheint seit April 1985 monatlich im gleichnamigen Verlag, der ÖKO-TEST Verlag GmbH & Co. KG. Außerdem erscheinen dort die Publikationen ÖKO-TEST Ratgeber, ÖKO-TEST Spezial sowie die ÖKO-TEST Jahrbücher.

Testarbeit

Öko-Test testete in über 35 Jahren über 100.000 Produkte und Dienstleistungen.[1] Es werden sämtliche Endverbraucherprodukte und -dienstleistungen geprüft, wie z. B. Beißringe, Mineralwasser, Ökostrom, Hautcreme oder Gleitmittel. Nicht mehr getestet werden jedoch Finanzprodukte wie ökologische Aktienfonds oder Versicherungen wie Wohnungsbaupolicen.

Testeinkäufer von Öko-Test kaufen die Produkte anonym im Handel ein.[2] Das Unternehmen betreibt selbst keine eigenen Labore, sondern arbeitet mit Prüfinstituten in ganz Deutschland zusammen.[3]

Öko-Test bestimmt, nach welchen Schadstoffen, Inhaltsstoffen oder Wirksamkeiten die Labors suchen. Die Testkriterien wurden dabei immer weiter verschärft. So wurde bei Nuss-Nougat-Creme im Jahre 2005 nach gesundheitsschädlichen Transfettsäuren gesucht. Nachdem die Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen hatten, wurde allerdings der Schadstoff 3-MCPD-Fettsäureester entdeckt. Daraufhin ließ Öko-Test im Jahr 2009 die Nuss-Nougat-Cremes auf diesen Schadstoff untersuchen.[4] Auch seither wurden die Kriterien weiterentwickelt. So ließ Öko-Test im September 2022 Nuss-Nougat-Cremes auf Glycidol, einen weiteren krebserregenden Fettschadstoff, sowie auf Verunreinigungen mit Mineralölbestandteilen untersuchen. Zudem mussten die Hersteller ihre Bemühungen um die Verbesserungen der problematischen Arbeitsbedingungen wie Kinderarbeit in den Anbauländern nachweisen.[5]

Die Testergebnisse der Labors werden von den Redakteuren bewertet.[6] Hersteller kritisieren dabei oft, dass Öko-Test weitaus strenger ist als der Gesetzgeber. Auch Produkte, die gesetzliche Vorgaben einhalten, können mit ungenügend abschneiden. Öko-Test hält dagegen, dass die gesetzlichen Grenzwerte zwar in die Bewertungsüberlegungen mit einfließen würden, wenn es aber Alternativen zu gesundheitlich bedenklichen Inhaltsstoffen gäbe, diese die bessere Wahl wären. So seien beispielsweise aromatische Amine als Farbstoffe an Kleidung erst ab einem Gehalt von 30 Milligramm gesetzlich verboten, doch auch geringe Mengen seien krebserregend.[7] Gleiches gilt für die Gentechnik: Lebensmittel, die weniger als 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten, gelten laut EU-Gesetzgebung als gentechnikfrei. Öko-Test wertet Produkte selbst dann ab, wenn sie nur geringste Mengen von genetisch verändertem Material enthalten. Nach Ansicht von Öko-Test gibt es zudem in gesetzlichen Vorgaben oft Regelungslücken. So seien beispielsweise die krebserregenden aromatischen Amine in Textilien zwar verboten worden, in Baby- und Kinderspielzeug waren sie noch erlaubt.

Seit Dezember 2010 berücksichtigt Öko-Test von Fall zu Fall in den Testberichten auch die sogenannte Corporate Social Responsibility (CSR), also die Frage, inwieweit ein Unternehmen bei der Produktion seiner gesellschaftlichen Verantwortung und dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gerecht wird. Untersucht wird dabei einerseits, inwieweit Unternehmen sich ihrer diesbezüglichen Verantwortung verpflichtet fühlen, andererseits, welchen Aufwand sie hierzu betreiben. Der erste Test in diesem Zusammenhang beschäftigte sich mit Kinderspielzeug,[8] dabei wurde exemplarisch das Thema Kinderarbeit angesprochen. Eine Bewertung im Rahmen des Tests erfolgte zunächst nicht. Inzwischen fließen die CSR-Ergebnisse in das Gesamturteil ein So sollen Unternehmen gezwungen werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Geschichte

1983–1985: Das Berliner Vorläuferunternehmen Neugier-Verlag GmbH

Vorläufer des Öko-Test-Magazins war die Neugier – Illustrierte Zeitschrift mit Öko-Test, die bereits im April/Mai 1983 in der gleichnamigen Neugier-Verlag GmbH (Berlin) erschienen ist. Gründer und Herausgeber war der Wirtschaftsjournalist Jürgen Räuschel (1936–2005). Sie wurde mit einem Kapital von 80.000 DM finanziert vom 1947 in Heidelberg geborenen Chemiker Peter Plieninger (* 1947), dessen Vater Hans Plieninger, (1914-1984) ebenfalls Chemiker, während des Zweiten Weltkrieges bei der I.G. Farben gearbeitet hatte und später Kommanditist der ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG wurde.[9]

Die Zeitschrift Neugier, für die im Zeitschriftenkatalog der Deutschen Nationalbibliothek nur eine Ausgabe nachgewiesen wird[10], hat publizistisch keine große Resonanz gefunden, auch wenn der in ihr veröffentlichte Test ein heißes Eisen aufgriff: Cadmium in Lego-Bausteinen, mithin in Kinderspielzeug.[11] Die Bedeutung des Tests bestand vielmehr darin, dass mit ihm die Basiskonzeption für das noch zu entwickelnde ÖKO-TEST-Magazin gelegt worden war. Peter Plieninger übertrug später seine Anteile an der Neugier-Verlag GmbH auf den Verein Freunde des ÖKO-Test-Magazins e. V., der damit, ohne eigenes Kapital aufbringen zu müssen, Mehrheitsgesellschafter der ÖKO-TEST-Verlag GmbH wurde.

Das ÖKO-Test-Logo auf dem Beteiligungsprospekt von 1983

1985–2000: Gründungs- und Aufbauphase der ÖKOTEST GmbH & Co KG

Finanzierungs- und Eigentumsverhältnisse

Mit dem noch vorhandenen GmbH-Kapital der Neugier Verlag GmbH von 80.000 DM alleine wäre ein Neustart nicht möglich gewesen. Zusammen mit einer in Frankfurt ansässigen Steuerberatungsgesellschaft[12] wurde 1983 ein Mindeststartkapital von 600.000 DM ermittelt. Um das einzusammeln, wurde eine GmbH & Co. KG gegründet, die sich für das neue Unternehmen als äußerst vorteilhaft erwies. Bestimmender Faktor, Komplementär, in dieser Rechtsform war nämlich die GmbH, die nicht für externe Geldgeber geöffnet werden musste. Diese sollten vielmehr als Kommanditisten gewonnen werden, was ihnen zwar keine unmittelbare Mitbestimmung über die Verlagspolitik bescheren würde, dafür aber auch nur ein überschaubares Haftungsrisiko und – solange das Unternehmen noch keinen Gewinn abwarf – die Möglichkeit zu einer Steuerersparnis. Es entstand also aus dem Neugier-Verlag die ÖKO-TEST Verlag GmbH & Co. KG Betriebsgesellschaft.

Der erste Beteiligungsprospekt von 1983 fasste all diese journalistischen und gesellschaftsrechtlichen Fragen zusammen und diente fortan der Beteiligungsakquisition. Die durch Plieninger zusammengekommenen 80.000 DM wuchsen – bei einer Mindesteinlage von 500 DM – bis zum Sommer 1984 auf 250.000 DM an. Im Herbst 1984 zeichnete sich schließlich der Erfolg der Kampagne ab. Die für den Start notwendigen 600.000 DM waren als Beteiligungskapital gezeichnet. Jürgen Räuschel zog von Berlin nach Frankfurt und mietete dort Redaktionsräume an. Zudem wurden die ersten Redaktions- und Verlagsmitarbeiter eingestellt. Der Verkaufsstart für das ÖKO-TEST-Magazin sollte mit der April-Ausgabe 1985 erfolgen.

Alleiniger Geschäftsführer war in der Gründungs- und Anfangszeit Jürgen Räuschel, der sich als Treuhänder des von Peter Plieninger eingebrachten Kapitals verstand und sich lange Zeit ein Vetorecht bei allen Entscheidungen vorbehielt. Nachdem Plieninger seinen Kapitalanteil überschreiben wollte, kam jedoch für ihn – wohl auch aus steuerlichen Gründen – nur ein Adressat in Frage: der inzwischen gegründete Verein Freunde des ÖKO-Test-Magazins e. V. Was daraus folgt, beschrieb Räuschel später wie folgt: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten dem Verein beitreten. Wer ging, musste auch den Verein verlassen. So war gewährleistet, dass die Belegschaft in dem Unternehmen formal die Hauptrolle spielte. Damit waren wir dem Papier nach ein sogenannter Alternativbetrieb.[13] Die Begriffe „formal“ und „sogenannter“ in diesem Zitat thematisieren die Kluft zwischen dem (werbewirksam auch nach außen getragenen) Anspruch und der Wirklichkeit.

Personal

Praktische Unterstützung in dieser Vorbereitungsphase erfuhr Jürgen Räuschel vor allem durch Monika Gerigk[14] und Friedrich Siekmeier. Um diese drei Personen herum gruppierte sich ein mehr oder weniger eng in die Vorbereitungen eingebundener Kreis: Stephan Rotthaus[15], Eckart Krüger[16][17] Rolf Hermann[18], Jürgen Maaß[19], Ronald Steinmeyer,[20] Engelbert Schramm und Bernd Wältz.[21] Eine Erweiterung erfuhr dieser Kreis gelegentlich noch durch Kommanditisten, von denen viele auch später der Zeitschrift eng verbunden blieben. In der Grafik wurde Christof Gassner, der seit 1983 unentgeltlich für die Zeitschrift arbeitete und u. a. das Logo entwickelt hatte, von Monika Weiß unterstützt.

Ab Januar 1985 arbeitete dann in den Räumen in Frankfurt-Sachsenhausen die erste Redaktion: Fritz Arndt[22] Werner W. Metzger[23], Hanno Parmentier[24], Jürgen Räuschel, Gabi Schwall[25], Friedrich Siekmeier[26] und Oliver Tolmein. Später im Jahr kam der ehemalige TAZ-Journalist Jürgen Stellpflug (* 1956) hinzu.

Das Anfangsgehalt aller Mitarbeiter war gleich: 2.500,00 DM. Erst 1988 war eine erste Erhöhung auf 2.800,00 DM möglich, und wer Kinder zu versorgen hatte (was nur in Einzelfällen der Fall war), erhielt einen Zuschlag von 250,00 DM pro Kind. Das war auch für damalige Verhältnisse alles andere als üppig, weshalb gelegentlich gewitzelt wurde, man müsse es sich leisten können bei ÖKO-TEST zu arbeiten. Doch angesichts der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens war kein Spielraum gegeben: in den Jahren 1983 bis 1985 wurde ein Verlust von knapp 1,5 Millionen DM erwirtschaftet, 1986 waren es knapp 930.000,00 DM, 1987 176.000,00 DM und 1988 erneut 249.000,00 DM.[27] Diese Verluste mussten immer wieder durch neu eingeworbenes Kommanditkapital ausgeglichen werden. Dass dies gelungen ist, schreibt Jürgen Räuschel nicht zu Unrecht den monatlich im Heft veröffentlichten Eigenanzeigen zu, die dazu animieren sollten, mittels einer beigehefteten Antwortkarte die Beteiligungsunterlagen anzufordern: „Das Echo war überwältigend. In den Jahren bis 1988, die ich miterlebte, haben wir nie auch nur einen Pfennig an Bankkrediten benötigt.“[28] Er hätte wohl besser „bekommen“ geschrieben, denn der Ruf, etwas „alternatives“ zu sein, hatte bereits bewirkt, dass die ursprüngliche Hausbank dem Verlag nahegelegt hatte, die Bank zu wechseln. Gleichwohl bleibt: Auch in den Folgejahren kam das Unternehmen gänzlich ohne Fremdkapital aus.

Jürgen Stellpflug (Foto: Jürgen Gocke 2019)

Räuschel wies später selbst darauf hin, dass die ursprüngliche allgemeine Gleichheit nicht durchzuhalten und er gezwungen gewesen sei, sich für die ersten neun Ausgaben selbst zum Chefredakteur zu ernennen. Er macht dafür ein Kompetenzgefälle verantwortlich und bekannte: Es gab Fraktionsbildungen, später auch Machtkämpfe unter teilweise skurrilen Bedingungen. […] Es gab Zeiten, in denen es eine Lust war, in diesem Betrieb zu arbeiten. Es gab Zeiten, wo alle voreinander nur Angst hatten. Das Projekt war in seinen inneren Strukturen nie ganz ausgereift, eigentlich zu allen Zeiten ziemlich unreif. Damit unterschied es sich kaum von anderen Alternativ-Projekten der 80er Jahre. Aber das ist keine Entschuldigung.[29] Am 17. November 1988 wurden eine dreiköpfige Chefredaktion gewählt, der Regina Sauer, Fritz Arndt und Jürgen Stellpflug angehörten.[30] Nachdem zunächst Regine Sauer und im Januar 1990 auch Fritz Arndt die Chefredaktion verlassen hatten, verblieb Jürgen Stellpflug als alleiniger Chefredakteur.

Journalistisches Konzept

Mit dem Rekurs auf die alte DM hatte Jürgen Räuschel den journalistische Leitgedanke für das ÖKO-TEST-Magazin vorgegeben, der in den Anspruch mündete, eine Zeitschrift für den praktischen Alltag von Menschen zu machen, die Wege suchen, einer zunehmenden Vergiftung unserer unmittelbaren Lebensbedingungen entgegenzuwirken.[31] Dieser Anspruch sollte nicht durch eine bloße Berichterstattung über Umweltskandale eingelöst werden, sondern durch harte Fakten. Die zu liefern, war die Aufgabe der ÖKO-Tests.[32] Sie sollten auf wissenschaftlicher Basis Inhaltsstoffe von Lebensmitteln ebenso analysieren wie deren Produktionsbedingungen oder Probleme der Abfallentsorgung. Und sie sollten mehr sein, als nur vergleichende Warentests: gesundheitliche und ökologische Aspekte hatten Vorrang gegenüber rein funktionalen, ihre Resultate sollten dazu befähigen, tradiertes Alltagshandeln zu verändern, Unternehmen und Behörden sollten zur Beseitigung von Missständen gedrängt werden. Politische Wirkung war intendiert, parteipolitische Neutralität aber journalistisches Gebot. „Der vergleichende Warentest kann seine Testkriterien um eine Umwelt-Variante bereichern, also bei Rasenmähern auch den Lärm messen, mit dem diese ihrer Umgebung auf die Nerven gehen. Aber das ist auch schon alles. Der Öko-Test hätte nach dem Sinn des Rasenmähens überhaupt zu fragen und zu untersuchen, ob es nicht sinnvoller ist, Wiesen wachsen zu lassen.“[33]

Getreu dem Anspruch, durch die Tests Handlungsalternativen für die Leserschaft zu eröffnen und deren Handlungskompetenz zu stärken, sollte jeder Test mit einem „Was tun?“ überschriebenen Resümee enden, das Möglichkeiten anbot, ohne Handlungsdirektiven zu oktroyieren. Den Tests im Heft sollte außerdem die Rubrik „Nachwirkungen“ korrespondieren, in der gezeigt werden konnte, was sich nach den Tests (oder auch der übrigen Berichterstattung) getan hat. Das hatte natürlich auch Symbolcharakter für die eigene Leserschaft, der man so vermitteln konnte, dass ÖKO-Tests Wirkung erzielten, tatsächlich das „Gegengift zum giftigen Alltag“ waren, wie es auf dem oben schon zitierten Plakat zu lesen stand.

Eine wichtige Rolle bei den Tests und der Weiterentwicklung der Testmethoden spielten die Labore und Institute, mit denen zusammengearbeitet werden musste. Ein eigenes Testlabor war aus Kostengründen illusorisch aber es gab Alternativen. Im Zuge der Anti-Atomkraft-Bewegung und der Umweltbewegung insgesamt waren zunächst noch kleine unabhängige Forschungseinrichtungen entstanden. Initiatoren waren häufig wissenschaftliche Mitarbeiter der Universitäten, die das Ziel verfolgten, unabhängige, vor allem von der Industrie unabhängige, Forschungsarbeiten zu umweltrelevanten Themen zu ermöglichen. Der Zeit und dem Selbstverständnis entsprechend, waren es in der Regel selbstverwaltete und selbstbestimmte Forschungsinstitute, die offen waren für das Konzept der ÖKO-Tests und diesen wissenschaftliche Seriosität garantierten. Die meisten dieser Forschungseinrichtungen waren ab 1986 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) e. V.[34]

Die Öko-Tests als zentraler Konzeptbaustein bildeten auch das Zentrum der Heftstruktur, die auf einer eher konventionellen Dreiteilung basierte: Vorn das Editorial, die Leserbriefe, die öko-sozialen Kurzmeldungen, daran anschließend die harten und längeren Beiträge. In der Mitte kamen die Öko-Tests. Den dritten Teil bestritten freundliche und nützliche Magazin-Themen, Rezepte, Ratschläge, Buchbesprechungen, der Terminkalender, die Anzeigen etc. Das Tagebuch stand auf der letzten Seite. Die Leser des Öko-Test-Magazins konnten auch von hinten anfangen zu lesen.[35]

Gestalterisches Konzept

Zwischen „Lifestyle- und Müsli-Design“ versuchte Gassner ab 1984 eine neue Projektsprache für das ÖKO-TEST-Magazin zu finden.[36] Gestaltung war nach seinem Verständnis keine bloße Illustration des Inhalts, sondern Teil des Inhalts, autonom auch gegenüber der Redaktion.[37] Gesucht war eine neue Form der visuellen Kommunikation, eine eigene visuelle Sprache, die sich durchsetzen und bewähren musste auf dem Markt der Massenmedien. Eckpfeiler dieser neuen visuellen Sprache waren:[38]1. Die elementaren Bausteine: Farbe, Zeichen, Typografie, 2. Die Bildsprache: Illustration, Fotografie und 3. Das Zusammenspiel von Text und Bild in der Heftstruktur.

Das ursprüngliche Farbspektrum des ÖKO-TEST-Magazins

Eine Schwierigkeit bestand darin, dass es für eine ökologisch orientierte Zeitschrift erforderlich erschien, auf Recyclingpapier gedruckt zu werden. Solches Papier war in den 1980er Jahren grau und nur bedingt für die Anforderungen des Rollenoffset-Drucks verfügbar. Nur die Firma Steinbeis[39] war damals in der Lage, ein akzeptables Papier herzustellen. Dieses Ausgangsmaterial wurde zu einem bestimmenden Faktor des Gestaltungskonzepts, da es die Verwendung von auf Hochglanz optimierten Farbfotografien ausschloss. Es bedurfte eines eigenen Farbkonzepts mit den Farben Rot, Gelb und Blau, das Christoph Gassner folgendermaßen beschrieb: Es sei „in der Volkskunst verschiedenster Kulturen, in Stickereien, Trachten und Keramiken zu finden“, „ein Farbkontrast, der die frühmittelalterliche Buchmalerei prägte und vielfach in Kunst und Design unseres Jahrhunderts auftritt. Der Kontrast der reinen Farbe.“[40]

Wenn die Öko-Tests das Alleinstellungsmerkmal der neuen Zeitschrift sein sollten, dann brauchte es auch ein Logo, das diesen Anspruch wiedererkennbar transportiert. Nach Gassner ist es nicht so sehr die Schrift, die extrafette schmale Futura, die das leistet, sondern das Blatt zwischen den Worten Öko und Test. Doch es ist nicht ein symbolisches Blatt, sondern das von Ausgabe zu Ausgabe wechselnde Blatt, auf das es ankommt. Das immer neue Blatt im Logo signalisiert „zum einen den Reichtum, die Artenvielfalt der Natur, zum anderen den Prozess fortwährender Veränderung“: „Dieser Veränderungsprozess spielt sich auf verschiedenen Zeit- und Raumebenen ab. Zunächst, von Monat zu Monat, im Zeitschriftenkopf. Dann, von Seite zu Seite mit wechselnden kleinen Blättern als ‘laufende Fußnoten‘ in jedem Heft. Manchmal wird es zum Titelbild oder zum Aufmacher verarbeitet. Schließlich prägt es das Erscheinungsbild des Verlags: Jeder Mitarbeiter bekam sein eigenes Blatt auf seiner Visitenkarte“.[41]

Eine schnörkellose Sprache, wie sie für die ÖKO-Tests stilbildend sein sollte, bedurfte einer typografischen Übersetzung, die den Gebrauchswert in den Vordergrund stellt. Nach Gassners Vorstellung sollte das Schriftbild der Texte „etwas vom alltäglichen Gebrauchscharakter einer Schreibmaschinentype vermitteln“, doch da diese zu viel Platz beanspruchte, kam die Rockwell zum Zuge, „eine Schrift mit kräftigen Ecken und Kanten, eine Schrift weniger zum träumen als zum handeln“. Ihr als Auszeichnungsschrift zur Seite gestellt wurde die serifenlose Futura, vorzugsweise in fetten und schmalen Schnitten. "Mehr als Rockwell und Futura benötigten wir nicht. Uns interessierte, was mit diesem eingeschränkten Typovokabular möglich und machbar ist, wie typografische Ressourcen optimal genutzt werden können. So variierten wir als Einleitung zum Test-Teil jeden Monat die vier Buchstaben T-E-S-T. Nach fünf Jahren waren es 60 Variationen über ein Thema. Anders ausgedrückt: wir testeten typografisch. Syntax und Semantik eines Begriffs.[42]

Für Gassner waren von Bildagenturen abrufbare Gestaltungselemente kein Thema, weder zur direkten Verwendung, noch als Rohmaterial für eigene Entwürfe. Sein Rohmaterial waren die Dinge des Alltags, all das, was in den Tests und Berichten des Magazins thematisiert wurde. Sie galt es gestalterisch in neue Zusammenhänge zu stellen, um „mit ihnen neue Zeichen, Hieroglyphen des 20. Jahrhunderts“ zu bilden, und dabei bewusst an frühere Techniken anzuknüpfen: „Unsere Werkzeuge waren, in der Tradition der Foto-Montierer aus den 20er Jahren, Klebstoff und Schere. Und eine (gebrauchte) Reprokamera.“ Dass bei dieser Suche nach neuen Bildern manchmal auch die Grenze zum Surrealen gestreift oder überschritten wurde, verschweigt Gassner nicht: Zu sehen waren schon mal Fische, die zwischen zu spülendem Geschirr herumschwammen, Ameisen, die ein Auto zerlegen, oder ein blühender Baum, der aus einem Besenstiel wächst.[43]

Eine Ausnahme vom Primat des Selbermachens betraf die vorletzte Heftseite. So wie Jürgen Räuschel das Tagebuch auf der letzten Seite, von dem er behauptet, es gegen den Widerstand der gesamten Redaktion und der Grafik ins Blatt geboxt zu haben,[44] als Instrument der Leser-Blatt-Bindung verteidigte, so bestand Gassner auf einem nonverbalen Gastkommentar auf der vorletzten Seite. Der kam überwiegend von prominenter Seite: Zeichnungen von Borislav Šajtinac[45] Collagen von Isolde Monson-Baumgart, Grafiken des Plakatkünstlers Jan Lenica. Nonverbale Kommentare zu den Testthemen waren auch die die Tests einleitenden Fotografien von Gabriele Lorenzer. „Von Angang an dabei, entwickelte sie die eigenständige fotografische Bildsprache des Magazins, in der sie die Testthemen interpretierte und inszenierte.“[46] Lorenzer, für die Fotografien keiner Ergänzung durch Worte bedurften, wollte mit ihren Bildern Realitätserfahrungen und Phantasie zusammenbringen, jedoch nicht durch naturalistische Abbildung der Realität, sondern eben durch deren Inszenierung.

Zum Verhältnis von Text und Bild hatten Leser, Verlag und Redaktion unterschiedliche Vorstellungen und setzten Prioritäten aus ihren jeweiligen Interessen heraus: Primat des Textes, Bilder als Verstärker des Textes, Platz für Anzeigen statt für üppige Illustrationen. Für Gassner dagegen waren die Illustrationen „Stolpersteine“ mit einer eigenen Botschaft. Er wollte den Diskurs zwischen Text und Bild, in dem Bilder nicht wegerklärt und Texte nicht wegillustriert werden. Sein Credo: „Nicht mit Worten wiederkäuen, was ohnehin zu sehen ist, nicht mit Bildern wörtlich nachzeichnen, was nebenan mit Worten bildlich beschrieben wird.“[47] Wenn das ÖKO-TEST-Magazin hergebrachte Konsumgewohnheiten in Frage stellen wollte, so hätte das nach Gassner auch auf das Konsumieren von Texten und Bildern übergreifen müssen. Seinem gestalterisch-didaktischen Ansatz versucht Gassner zugleich auch eine entspannendere Note zu verpassen. Er sieht in der Abkehr von tradierten Magazingestaltungsnormen ein Konzept, der Umweltmagazinen innewohnenden Problemlastigkeit entgegenzuwirken. Gestaltung war für ihn eine „Gratwanderung zwischen Apokalypse und heiler Welt, zwischen den täglichen Katastrophenbildern [..] und dem bunten Glanz vom Fun der schönen neuen Welt.“[48]

Adresse

Die erste Verlagsadresse war ein reichlich heruntergewirtschaftetes Hinterhaus in der Schwanthalerstr. 59 in Frankfurt-Sachsenhausen. Vormieter war der Kreisverband Frankfurt der GRÜNEN, der seinen Sitz in die Mainzer Landstraße 147, das KBW-Haus, verlegt hatte, in das 1988 auch der ÖKO-TEST Verlag zog. Nur zwei Jahre später, 1990 erfolgte eine erneuter Umzug ins „Ökohaus“ am Frankfurter Westbahnhof.

2000–2018: Finanzkrise und Gründung der ÖKO-TEST AG

Als im Jahr 2000 die Auflage sank, stand der Verlag kurz vor der Pleite. Stellpflug wurde Geschäftsführer und wandelte die GmbH & Co. KG in eine Aktiengesellschaft um. Sukzessive wurde die Zahl der Tests erhöht, die Auflagenzahlen stiegen. Hinzu kam 2000 und 2001 die BSE-Krise. „Das Thema hat uns sehr geholfen“, sagt Stellpflug rückblickend.[49] Zudem wurde ab 2000 durch Stellpflugs Mitgeschäftsführer Patrick Juncker ein professioneller Internetauftritt entwickelt, bei dem Testergebnisse auch online abgerufen werden konnten.

Mit dem Einstieg der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), der Medienholding der SPD, die 2002 die Mehrheit am „Öko-Test“-Verlag übernahm, kam der Verlag endgültig auf sichere Standbeine. Am 20. Oktober 2004 erfolgte in Frankfurt die Gründung der ÖKO-TEST HOLDING AG mit Sitz in Frankfurt und einem Grundkapital von 5.112.900 €. Als Vorstand wurden der langjährige Chefredakteur Jürgen Stellpflug und Kerstin Thomberg, Beteiligungsmanagerin bei der DDVG, bestimmt. 2007 konstatierte Hannes Koch „50 Prozent und 20 Aktien, also die Mehrheit, gehören der SPD-Medienholding DDVG. Chefredakteur Jürgen Stellpflug hält neun Prozent. 41 Prozent der Aktien sind im Streubesitz von rund 1500 Aktionären.“ Jürgen Stellpflug, inzwischen „gleichzeitig Chefredakteur, Vorstand der Aktiengesellschaft und Anteilseigner“, habe „aus der alternativen eine konventionelle Firmenstruktur“ geschmiedet, in der es im Binnenverhältnis zu den Mitarbeitern „nicht immer freundlich“ zugehe. Stellpflug als „unangefochtener Chef des Unternehmens“ sei „ein Machtmensch, ein harter Knochen“. Doch Kochs Fazit lautet: „Diese Eigenschaft dürfte dazu beigetragen haben, dass es die Zeitschrift überhaupt noch gibt.“[50] Ob das Klima wirklich so rau war oder hier nur die Meinung einzelner unzufriedenen Mitarbeiter wiedergegeben wurde, blieb umstritten. Einen recht zuverlässigen Eindruck, wie es tatsächlich war, gibt die Mitarbeiterfluktuation, denn unzufriedene, schlecht behandelte Mitarbeiter bleiben meist nicht allzu lang. In den insgesamt 67 Monaten von Mai 2018 bis November 2023 haben 41 Mitarbeiter Öko-Test verlassen (müssen).[51] In den letzten 67 Monaten (Oktober 2012 bis April 2018) vor Stellpflugs Rauswurf waren es mit 27 nicht einmal zwei Drittel so viele.[52]

2008 lag die Auflage bei über 160.000 Exemplaren.[53]

2010 hielt die DDVG einen Anteil von rund 65 Prozent der Aktien. Stellpflug selbst war mit ca. 10 % der Anteile zweitgrößter Aktionär. Der Umsatz betrug zehn Millionen Euro. Zu 60 Prozent finanzierte sich „Öko-Test“ über den Abonnement- und Kioskverkauf. Die Anzeigenerlöse – im Gegensatz zu Stiftung Warentest finanziert sich „Öko-Test“ auch durch Werbeeinnahmen – machen 40 Prozent aus. 53 Mitarbeiter waren zu der Zeit bei „Öko-Test“ beschäftigt.[54] Die weiterhin bestehende ÖKO-TEST Verlag GmbH, deren Eigenkapital 2.242.000,00 Euro betrug, schloss mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung vom 8. November 2010 mit der ÖKO-Test Holding AG einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

In der Folgezeit erlebte der Verlag trotz leicht rückgängiger Auflage beim Zeitschriftenverkauf eine wirtschaftliche Blüte. Für das Jahr 2014 schlug der Vorstand in der Tagesordnung zur Hauptversammlung am 6. November 2015 vor, dass der Bilanzgewinn in Höhe von 749.001,12 Euro zur Zahlung einer Dividende von 0,10 Euro je Aktie verwendet werden solle. Auch in einem weiteren Jahr konnte eine Dividende gezahlt werden. Ende 2017 hatte ÖKO TEST Barmittel von gut 4,3 Millionen bei einem leichten Bilanzverlust von knapp 380.000 €.[55] Der Preis dafür war allerdings hoch. Von einer Publikumszeitschrift, die die Öko-Bewegung jetzt braucht (so der schon zitierte Slogan auf dem ersten Werbeplakat), konnte im doppelten Sinne nicht mehr gesprochen werden: Weder war das ÖKO-TEST-Magazin die Zeitschrift irgendeiner Bewegung, noch gab es eine Öko-Bewegung in der Form, wie sie als Gründungsvoraussetzung für die Zeitschrift unabdingbar war. Und auch der Gedanke, dass das Unternehmen denen gehören soll, die darin arbeiten (so die ursprüngliche Idee hinter dem Verein „Freunde des ÖKO-Test-Magazins e. V.“), wurde längst Geschichte.

Im November 2015 teilte die GLG Green Lifestyle GmbH, Hamburg, mit, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der Aktiengesellschaft unmittelbar gehöre. Ferner gehöre ihr eine Mehrheitsbeteiligung an der AG. Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbh, Hamburg, teilte mit, dass ihr unmittelbar keine Aktien unserer Gesellschaft und auch keine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft mehr gehören. Mittelbargehöre ihr der vierte Teil der Aktien der Gesellschaft und habe eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft, da ihr die Beteiligung der von ihr abhängigen GLG Green Lifestyle GmbH an der AG gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.[56]

2018–2023 Erneute Strukturveränderungen und Personalwechsel

Ende 2017/Anfang 2018 kam es zu internen Meinungsverschiedenheiten zur China-Strategie und zur Digitalisierung mit den Gesellschaftern der GLG Green Lifestyle GmbH. Jürgen Stellpflug wurde von seinen Ämtern als Geschäftsführer und Chefredakteur entbunden und auch sein Mitgeschäftsführer Patrick Junker wurde entlassen. Zum neuen, kommissarischen Chefredakteur wurde der bisherige Redaktionsleiter Mirko Kaiser ernannt.[57] Hans Oppermann wurde zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung und zum Vorstand des Verlagshauses ernannt, später zum Chefredakteur.[58] Im Mai 2018 wurde die Niederlassung Augsburg, seit 2001 zuständig für u. a. Online, Vertrieb und Pressearbeit, geschlossen. In der Folge fuhr der Verlag 2018 einen Verlust von mehr als 5,2 Millionen € ein. Mit der Öko-Test-Ausgabe Oktober 2019 änderte sich auch das gestalterische Konzept des Hefts.

Im Januar 2022 wurde schließlich die bisherige Öko-Test AG mit Sitz in Frankfurt am Main in zwei Gesellschaften überführt: die Öko-Test Verlag GmbH & Co. KG und die Öko-Test AG. Während die Redaktion in die GmbH angesiedelt wurde, führt die AG als Muttergesellschaft die Abteilungen Anzeigenvertrieb sowie Labelverwaltung und -vertrieb.[59][1] Vorstand der AG wurde Serge Schäfers[60], Geschäftsführerin der GmbH und Chefredakteurin der Öko-Test-Publikationen wurde Kerstin Scheidecker. Die AG hatte 2020 rund 48 Mitarbeiter[61], ihr Umsatz betrug 2014 rund 11 Millionen Euro.[62] Gesellschafter des Verlags wurde zu 100 Prozent die Öko-Test AG in Frankfurt, deren Aktien zu rund 78 Prozent von der GLG Green Lifestyle GmbH in Hamburg gehalten werden, die wiederum zu 100 Prozent der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) gehört, dem Unternehmensbereich der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).[63] Die übrigen rund 22 Prozent der Aktienanteile befinden sich im Streubesitz von rund 800 Kleinaktionären. Das Aktienkapital der Öko-Test AG betrug 2022 nach eigenen Angaben etwas über 5 Millionen Euro.[63] Im Mai 2022 trennten sich Oppermann und Öko-Test wieder.[64] Die Öko-Test AG ist für die Monatszeitschrift Öko-Test sowie die dazugehörigen Jahrbücher und Einzelpublikationen (Öko-Test Ratgeber, Öko-Test Spezial) zuständig. Online-Aktivitäten finden sowohl bei der Utopia GmbH in München, ebenfalls zu 100 Prozent Tochter der GLG Green Lifestyle GmbH, als auch in der Frankfurter Redaktion statt.[65][66]

Die verkaufte Auflage der Monatszeitschrift Öko-Test beträgt laut IVW 1/2024 118.317 Exemplare. Die Reichweite wird mit 0,96 Millionen Lesern pro Ausgabe (b4p 2023/I) sowie 2,16 Millionen Online-Nutzern pro Monat angegeben.[67] Auf der Öko-Test-Website können Testergebnisse und Artikel gegen Entgelt oder teilweise kostenlos abgerufen werden.[68]

Chefredakteure

Kritik

Rechtliche/Gerichtliche Auseinandersetzungen

Im Durchschnitt wird gegen „Öko-Test“ pro veröffentlichter Ausgabe einmal prozessiert. Für Prozesskosten werden pro Jahr werden daher mindestens 250 000 Euro einkalkuliert.[73] Nachdem 1988 Öko-Test einmal einen Prozess um Testergebnisse endgültig verloren hatte,[74] versuchten Hersteller verstärkt, Tests gerichtlich verbieten zu lassen. In der Ausgabe April 2004 zum 25-jährigen Jubiläum hieß es: Weit über hundert Prozesse hat Öko-Test in den vergangenen 25 Jahren gewonnen. Auch den um Zucker in Bionade und den um hochgiftige zinnorganische Verbindungen im Goleo, dem Maskottchen der Fußballweltmeisterschaft 2006.[75]

Testmethoden

2003 veröffentlichte die Zeitschrift in ihrer Novemberausgabe einen Test, in dem Vaterschaftstests von DNA-Testlaboren geprüft wurden. Mit anonym eingereichten Proben gab sich der jüngere Bruder des Öko-Test-Chefredakteurs als dessen Vater aus. Nach der Untersuchung des eingeschickten Genmaterials bestätigten die meisten Labore das Verwandtschaftsverhältnis. Nach der Veröffentlichung des Ergebnisses verklagte eines der Labore Öko-Test. Das Laborjournal berichtete in der Aprilausgabe 2004 über angebliche Ungereimtheiten, unter anderem über eine spezielle Auswahl der zu testenden Labore, mathematische Fehler des Artikelautors und die Tätigkeit des Artikelautors (Leitung eines Testlabors, das selbst Abstammungsgutachten anbietet). Das Laborjournal legte eine Beeinflussung durch einen Lobbyverband und eine parteiische Beurteilung durch den Autor nahe.[76] Das Landgericht Frankfurt folgte dieser Argumentation und verbot den Test, obwohl der Gutachter grundsätzlich keine anonymen Vaterschaftstest durchführte. In der Berufung hob das Oberlandesgericht das Verbot auf, weil Öko-Test darlegen konnte, dass man nicht gegen die Pflicht zur Neutralität verstoßen hatte und es auch keine Rechenfehler gab.[77]

Gescheiterte China-Expansion

2015 startete die SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft in China das erste unabhängige Verbraucherportal okoer.com. Dabei sollte das deutsche Öko-Test-Magazin seine Erfahrungen mit ökologischen Produkttests einbringen und die chinesischen Produkte in Deutschland testen. Die Hoffnungen konnten sich nicht erfüllen, Öko-Test soll einen Millionenbetrag verloren haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelte wegen Verdachts der Untreue in dieser Sache.[78][79] Nach Klärung und Abschluss eines Vergleiches wurden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Falsche Auflagenzahlen bei Sonderheften

2019 wurden im Zuge der Untersuchungen zum gescheiterten China-Geschäft ein interner Prüfbericht eines eigenen Rechtsanwalts bekannt. Demnach soll Öko-Test über Jahre hinweg falsche Auflagenzahlen seiner Sonderhefte angegeben haben, um höhere Preise bei den Anzeigenkunden verlangen zu können.[80][81][82] Auch hier wurden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft inzwischen eingestellt.

Vermarktung des Labels

2022 brachte die Vermarktung des Labels Erlöse von über 2,8 Millionen Euro (fast 30 Prozent des Gesamtumsatzes) ein, was auch Kritik und Zweifel an der Neutralität des Magazins hervorrief.[83] Ohne diese Einnahmen hätte der Verlag allein 2022 über 2,2 Mio. Euro Verlust gemacht. Doch zu diesem Zeitpunkt wäre er wohl längst pleite gewesen. 2021 lagen die Labelerlöse bei 2,5 Mio. Euro, 2020 bei 2,0 und 2019 bei 1,3 Mio.[84] Wahrscheinlich hätte der Verlag ohne die Erlöse schon 2019 Insolvenz anmelden müssen, denn er war bereits bilanziell überschuldet.[85] Doch durch die benötigten Einnahmen aus dem Labelverkauf hat Öko-Test, wie die Juristen sagen, ein erhebliches eigenes wirtschaftliches Interesse an möglichst vielen (sehr) guten Testergebnissen und gefährdet dadurch sein Status als neutraler Testanbieter. Das könnte dazu führen, dass Test gerichtlich verboten werden können, selbst wenn die Testergebnisse richtig sind.[86]

Fehlende Transparenz

2023 äußerte Katharina Riehn von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, oft seien etwa die Kriterien für Verbraucher nicht einfach zu durchschauen[87] Auch Testwatch bemängelt nicht nur Fehler, sondern auch willkürliche[88] und indiskutable[89] Bewertungen und Fake-Tests.[90] Besonders Kosmetika lässt Öko-Test nicht vollständig im Labor untersuchen, sondern verlässt sich auf die Deklarationen der Hersteller, wohl wissend, dass diese oft falsch sind.

Fehler

Seit der letzten Umstrukturierung mehrten sich Fehler. So darf die Februar-Ausgabe 2019 nicht mehr verkauft werden. Den Grund dafür findet man im Märzheft: Dort heißt es „Widerruf. In unserer Ausgabe 02/2019 vom 31. Januar 2019 in dem Test Mascara „Gut Getuscht“ auf den Seiten 64 bis 69 haben wir geschrieben, dass auf der Verpackung der Douglas Volume Obsession Volumising Mascara die Liste der Inhaltsstoffe nicht angegeben sei. Diese Behauptung nehmen wir hiermit als unzutreffend zurück.“[91] Auch die Ausgabe September 2023 darf nicht mehr verkauft werden, weil darin ein Fischstäbchen von Followfood falsch bewertet wurde. Dazu heißt es in der November-Ausgabe: „Wir hatten in unserer Septemberausgabe Fischstäbchen getestet. Darunter auch die Followfood 10 Kabeljau-Fischstäbchen. Wie sich herausstellte, haben wir für deren Bewertung einen falschen Kabeljau-Fischbestand zugrunde gelegt. Der Anbieter Followfood stellte einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung. Wir haben uns mittlerweile außergerichtlich mit Followfood auf eine Unterlassungserklärung geeinigt und ziehen die Bewertung des betreffenden Produktes zurück.“[92] Das Online-Portal Testwatch berichtete von weiteren Fehlern, unter anderem in den Tests zu Öko-Strom der Jahre 2021 und 2022. Von Testwatch auf Fehler im Test zu Kakaopulver (Mai 2023) aufmerksam gemacht, wurden diese berichtigt. In der Korrektur fand sich jedoch ein weiterer Fehler.[93]

Literatur

  • ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: Öko-Test-Magazin Frankfurt/M. 1985 ff. ISSN 0948-2644
  • ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: Beteiligungsprospekt, Frankfurt, mehrfach neu aufgelegt, hier: Ausgabe 1989
  • Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 1994, ISBN 3-87439-308-9. Das Buch vermittelt einen sehr detailreichen Einblick in die Geschichte des ÖKO-TEST-Magazins, es ist allerdings, insbesondere in dem Beitrag von Jürgen Räuschel, stark geprägt von subjektiven Deutungen der Projektgeschichte.
  • Gabriele Lorenzer: Menschen, Tiere, Phantasien, Umschau Braus Verlag, Heidelberg, 2000, ISBN 978-3-8295-6825-8
  • Hannes Koch: Soziale Kapitalisten. Vorbilder für eine gerechte Wirtschaft. Rotbuch Verlag, Berlin, 2007, ISBN 978-3-86789-016-8
  • Markus Schäfer: Schadstoffe aller Art seit 25 Jahren fest im Blick, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt, 28. März 2010, ISSN 0174-4909 (online abgerufen am 9. Dezember 2023)
  • Klaus Klemp, Matthias Wagner K (Hrsg.): Design in Frankfurt: 1920 – 1990, Ausstellungskatalog Museum Angewandte Kunst anlässlich der Ausstellung „Das Frankfurter Zimmer“ mit einem Essay von Dieter Rams, avedition, Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-89986-207-2. Diese Publikation ist komplett in Futura gesetzt.
  • Klaus Klemp, Matthias Wagner K (Hrsg.): Alles neu!: 100 Jahre neue Typografie und neue Grafik in Frankfurt am Main, Ausstellungskatalog Museum Angewandte Kunst, avedition, Stuttgart, 2016, ISBN 3-89986-246-5
  • Kerstin Scheidecker, Katja Tölle: Gibt’s das auch in Grün? Tricks der Industrie durchschauen, nachhaltig einkaufen. Frankfurt: Campus, 2024. ISBN 978-3-593-51837-4.

Einzelnachweise

  1. a b Wir über uns. In: Website Öko-Test. Abgerufen am 12. Mai 2022 (deutsch).
  2. Über ÖKO-TEST -Testauswahl (Memento vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)
  3. ÖKO-Test -So entsteht ein Test (Memento vom 3. Februar 2014 im Internet Archive). Abgerufen am 13. Februar 2015
  4. ÖKO-Test -So entsteht ein Test (Memento vom 3. Februar 2014 im Internet Archive). Abgerufen am 13. Februar 2015
  5. Öko-Test Nuss Nougat-Cremes: Milka & Nutella sind "ungenügend", abgerufen am 15. November 2023
  6. ÖKO-Test -So entsteht ein Test (Memento vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)
  7. Über ÖKO-TEST - Testkriterien. Abgerufen am 26. Oktober 2017
  8. Öko-Test. Test Kinderspielzeug. 26. November 2010. Abgerufen am 6. Januar 2010.
  9. Peter Plieninger war verantwortlich für das Vorwort und die Bearbeitung der Lebenserinnerungen seines Großvaters: Karl J. Freudenberg (Autor), Peter und Herta Plieninger (Vorwort, Bearbeitung): ‘‘Rückblicke auf ein langes Leben: Erinnerungen des Chemikers Karl Johann Freudenberg 1886-1983‘‘, Kurpfälzischer Verlag, Heidelberg, 1999, ISBN 3-924566-08-9. Über Experimente im Konzentrationslager Sachsenhausen, an denen auch das Unternehmen Freudenberg beteiligt war und für deren Aufklärung sich auch Peter Plieninger engagiert, siehe: Anne-Sophie Lang: Blut im Schuh
  10. Neugier: illustrierte Zeitschrift mit Öko-Test in der Zeitschriftendatenbank: 9755-x
  11. Hinweise auf diesen Test finden sich im Netz immer noch: A BRIEF HISTORY OF GREENPEACE (LONDON). Darauf Bezug genommen wird 2012 auf der Webseite Cadmium in LEGO bricks
  12. Der inzwischen nicht mehr bestehenden HTS Hagenovia Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft
  13. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 35
  14. Sie arbeitete nach dem offiziellen Start im Verlag und kümmerte sich besonders um die Kommanditistenbetreuung. Später ging sie zum Burda Verlag und arbeitete danach als Russischlehrerin an der Freien Waldorf-Schule Freudenstadt.Monika Gerigk (PDF)
  15. Er betrieb später eine Beratungsfirma für strategisches Marketing im Gesundheitsmarktrotthaus.com. Auf der Autorenseite des Campus Verlags heißt es ergänzend: „Stephan Rotthaus, Bankkaufmann und Wirtschaftsjournalist, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit grünen Geldanlagen. Er ist Mitbegründer des Ökofonds NRW und der Zeitschrift Öko-Test.“ Stephan Rotthaus Bei Campus ist von ihm das Buch erschienen: Erfolgreich investieren in grüne Geldanlagen. Ökologisch - ethisch – nachhaltig, Frankfurt, 2009, ISBN 978-3-593-38578-5
  16. Er positionierte sich später als zertifizierter Vertriebs-Trainer, Business-Coach und Experte für Neuromarketing und warb auf der Webseite seiner Firma „7 Jahre verantwortlich für den Anzeigen-Umsatz des ÖKO-TEST-Magazins (Umsatz vervielfacht)“ Der rote Faden zum Kunden: Warum Kunden wirklich kaufen!, was jedoch so jedoch nicht stimmte, denn bereits 1988 hatte der Verlag begonnen, eine eigene Anzeigenabteilung aufzubauen und dazu eigene Mitarbeiter einzustellen.
  17. Eine dieser ersten Mitarbeiterinnen war Petra Wedel, die von Krügers damaliger Firma in den ÖKO-TEST Verlag wechselte und heute in Darmstadt die "Zweiplus Medienagentur" betreibt.2+ Medienagentur (Memento vom 5. Mai 2016 im Internet Archive)
  18. Er arbeitete später bei der HTS Hagenovia Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft
  19. Er war damals noch Student, arbeitete in einem Umweltladen in Bonn mit und war ab 2008 Pressereferent im Bundesumweltministerium.
  20. der Mitbegründer der Naturkostzeitschrift „Schrot & Korn“ bio verlag gmbh: Geschichte und Ronald Steinmeyer verlässt den bio verlag
  21. Wie Monika Gerigk arbeitete er später im Verlag, in den 1990er Jahren auch für einige Jahre Geschäftsführer.
  22. Er arbeitete später bei der „metallzeitung“, der Mitglieder-Zeitung der IG Metall, und lebt heute als freier Journalist in der Nähe von Frankfurt.
  23. Auf twitter bezeichnet er sich als „Journalist.Philosoph.Wirtschaftsinformatiker. Lebenskünstler.“ Werner W. Metzger
  24. Er war schon im ÖKO-TEST-Magazin für Kultur zuständig und lebt heute in Düsseldorf. 2015 erschien von ihm (Neuauflage) ein Buch über den berüchtigten Serienmörder Dieter Kürten: Hanno Parmentier: Der Würger von Düsseldorf. Leben und Taten des Serienmörders Peter Kürten. Sutton Verlag GmbH, Erfurt, 2015, ISBN 978-3-95400-178-1
  25. Sie arbeitet heute als Reporterin für den Hessischen Rundfunk (hr) und betreibt die Webseite Leute und Geschichten aus dem Odenwald
  26. Er arbeitet heute als Landesmediensekretär für Niedersachsen-Bremen der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union
  27. ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: ‘‘Beteiligungsprospekt‘‘, S. 11
  28. Jürgen Räuschel: ‘‘Wie alles anfing.‘‘ In: Christof Gassner (Hrsg.): ‘‘Alltag Ökologie Design‘‘, S. 33
  29. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 35
  30. Die TAZ, Berlin, 23. Dezember 1988 (online, abgerufen am 9. Dezember 2023)
  31. ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: Beteiligungsprospekt, S. 4
  32. Jürgen Räuschel datiert die Entstehung dieses Begriffs und des damit verbundenen Konzepts auf den Sommer 1982: Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 25.
  33. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 27
  34. Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) e. V.
  35. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 31
  36. Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 37
  37. Dass dieser Autonomieanspruch nicht unumstritten und konfliktträchtig war, wird von Gassner in dem Zusammenhang nicht bestritten. In einem Video auf PAGE-online vom April 2011 (siehe Weblink) spricht er scherzhaft davon, dass seine schlohweißen Haare Folge dieser ständigen Auseinandersetzungen mit Redaktion und Verlag seien. Wenn er jedoch andererseits (Alltag Ökologie Design, S. 37) suggeriert, dass es ebendiese andersartige Gestaltung gewesen sei, die nicht unerheblich zum Durchbruch des ÖKO-TEST-Magazins und zur verkauften Auflage von 100 000 Exemplaren im Jahre 1988 geführt habe, dann dürfte diese Aussage wenig mit der Realität übereinstimmen. Die angesprochene Auflagenhöhe im Jahre 1988 hatte nämlich wesentlich handfestere Gründe: Am 26. April 1986 war der Reaktor von Tschernobyl explodiert, was in der Folgezeit die Thematik des ÖKO-TEST-Magazins sehr stark beeinflusste und ihm neue Leserschichten zuführte. Für die noch relativ junge Zeitschrift kann man deshalb ohne weiteres die Einschätzung übernehmen, die von der taz.die tageszeitung stammt: „Dann passierte Tschernobyl und – die frisch gewonnenen LeserInnen blieben uns allesamt treu. Der Kioskverkauf ging zusätzlich steil nach oben, der hatte damals noch eine ganz andere Bedeutung. Nach Tschernobyl ging es munter so weiter. [..] Es klingt vielleicht zynisch, aber Tschernobyl kam für die taz genau zum richtigen Zeitpunkt.“ (taz.am wochenende, 23./24. April 2016, S. 16).
  38. Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 37.
  39. Steinbeis-Papiere (Memento vom 5. Mai 2016 im Internet Archive)
  40. Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design. S. 41
  41. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 58
  42. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 66
  43. Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 86
  44. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 31
  45. In Deutschland ist er eher als Filmemacher (Die Braut (1971) u. a.) bekannt obwohl er auch ein exzellenter Zeichner ist. Einige seiner Zeichnungen finden sich auf der Seite Filmografie und Bilder von Borislav Šajtinac
  46. Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 38
  47. Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 124
  48. Christof Gassner (Hrsg.): Alltag Ökologie Design, S. 124
  49. Schäfer, FAZ, 28. März 2010
  50. Hannes Koch: Soziale Kapitalisten. S. 147. Eine Personality-Story, die Jürgen Räuschels Ich-bezogener Geschichtsdarstellung ebenbürtig ist, findet sich auf der Seite: 25 Jahre ÖKO-TEST Porträt Jürgen Stellpflug
  51. Impressi Öko-Test Mai 2018-November 2023
  52. Impressi Oko-Test Oktober 2012 - April 2018
  53. Schäfer, FAZ, 28. März 2010
  54. Schäfer, FAZ, 28. März 2010
  55. Bundesanzeiger abgerufen am 19. November 2023
  56. Registerportals der Länder beim Amtsgericht Hagen, HRB 51211, Amtsgericht Frankfurt am Main
  57. presseportal.deÖKO-TEST stellt Weichen für die Zukunft Wechsel in Verlagsspitze und Chefredaktion
  58. meedia.de Neue Führung bei Öko-Test: Spezialist für Fachzeitschriften übernimmt Ruder bei Verbrauchermagazin
  59. Unternehmen. In: Website Öko-Test AG. 14. April 2022, abgerufen am 12. Mai 2022 (deutsch).
  60. Verlagsstruktur. In: ÖKO-TEST AG. 14. April 2022, abgerufen am 5. September 2022 (deutsch).
  61. Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2020 der ÖKO-TEST AG. In: Bundesanzeiger. 26. Januar 2022, abgerufen am 12. Mai 2022.
  62. Gesamtnote „Noch gut“: Verbrauchermagazin Öko-Test. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 15. Februar 2022]).
  63. a b Über ÖKO-TEST. Abgerufen am 31. August 2021.
  64. Hans Oppermann und die Öko-Test AG trennen sich. Abgerufen am 18. Mai 2022.
  65. Mathias Jäger: Utopia - Nachhaltigkeit muss keine Utopie bleiben. In: Hamburg Startups. 3. April 2019, abgerufen am 18. Juni 2019 (deutsch).
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  69. turi2.de abgerufen am 8. Dezember 2023
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  72. https://www.turi2.de/index-2/koepfe/scheidecker-kerstin/ turi2.de abgerufen am 8. Dezember 2023
  73. Schäfer, FAZ, 28. März 2010
  74. ÖKO-TEST April 2020, S. 122
  75. ÖKO-Test April S. 122
  76. Laborjournal www.bj-diagnostik.de, abgerufen am 26. Februar 2019
  77. ÖKO-TEST April 2020, S. 122
  78. Ökotest im Visier der Staatsanwaltschaft. In: SWR Aktuell. 16. Juli 2019, abgerufen am 16. Juli 2019.
  79. Christoph Giesen, Klaus Ott: Razzia bei "Öko-Test" "Arglistig getäuscht". In: Süddeutsche Zeitung. 17. Juli 2019, abgerufen am 17. Juli 2019.
  80. Christoph Giesen, Klaus Ott: "Öko-Test" unter Verdacht. In: SZ-Online. 29. Januar 2019, abgerufen am 30. Januar 2019.
  81. Verbrauchermagazin Betrugsverdacht bei „Öko-Test“, von Mischa Ehrhardt Deutschlandfunk 30. Januar 2019.
  82. Gescheiterte China-Expansion der Zeitschrift "Öko-Test", von Anne Seith, Der Spiegel 30. Januar 2019.
  83. Testwatch Neutralität, abgerufen am 19. November 2023
  84. Mitteilungen der AG auf den jeweiligen JHV
  85. Jahresabschluss 2017, in: www.bundesanzeiger.de
  86. Testwatch Neutralität, abgerufen am 19. November 2023
  87. deutschlandfunk.de: Verbrauchermagazin - Betrugsverdacht bei "Öko-Test". Abgerufen am 23. Oktober 2023.
  88. Testwatch Willkür, abgerufen am 19. November 2023
  89. Testwatch Willkür, abgerufen am 19. November 2023
  90. Testwatch Fake-Tests, abgerufen am 19. November 2023
  91. ÖKO-TEST März 2019
  92. ÖKO-TEST November 2019, S. 14
  93. Testwatch Fehler, abgerufen am 19. November 2023

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