Tscherljany

Tscherljany
Черляни
Wappen fehlt
Tscherljany
Basisdaten
Oblast:Oblast Lwiw
Rajon:Rajon Lwiw
Höhe:274 m
Fläche:0,881 km²
Einwohner:568 (2001)
Bevölkerungsdichte:645 Einwohner je km²
Postleitzahlen:81554
Vorwahl:+380 3231
Geographische Lage:49° 45′ N, 23° 40′ O
KATOTTH:UA46060070370069184
KOATUU:4620988003
Verwaltungsgliederung:1 Dorf
Adresse:81553 с. Угри
Statistische Informationen
Tscherljany (Oblast Lwiw)
Tscherljany
i1

Tscherljany (ukrainisch Черляни; russisch Черляны, polnisch Czerlany) ist ein Dorf in der westukrainischen Oblast Lwiw mit etwa 570 Einwohnern.

Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neu gegründeten Stadtgemeinde Horodok[1] im Rajon Lwiw, bis dahin gehörte es mit den Dörfern Tscherljanske Peredmistja (Черлянське Передмістя), Stodilky und Uhry zur Landratsgemeinde Uhry im Rajon Horodok.

Geschichte

Der Ort wurde im Jahre 1408 als Czerlenye erstmals urkundlich erwähnt, als die römisch-katholischen Einwohner (also ohne Ruthenen) des Dorfes das Magdeburger Recht erhielten, obwohl das Dorf später auf ruthenischem Recht funktionierte. Später wurde es als Czerlany (1463), Czyrlany (1473), Czerlany (1492), Czerliani (1578), danach Czerlany erwähnt. Der Name bezeichnet die Bewohner eines roten Orts.[2]

Der Ort gehörte zunächst zum Lemberger Land in der Woiwodschaft Ruthenien der Adelsrepublik Polen-Litauen. Bei der Ersten Teilung Polens kam das Dorf 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde Czerlany 168 Häuser mit 1099 Einwohnern, davon 834 polnischsprachige, 254 ruthenischsprachige, 11 deutschsprachige, 568 römisch-katholische, 478 griechisch-katholische, 53 Juden.[3]

Nach dem Ende des Polnisch-Ukrainischen Kriegs 1919 kam die Gemeinde zu Polen. Im Jahre 1921 hatte sie 200 Häuser mit 1037 Einwohnern, davon 609 Polen, 428 Ruthenen, 581 römisch-katholische, 445 griechisch-katholische, 11 Juden (Religion).[4]

Im Zweiten Weltkrieg gehörte der Ort zuerst zur Sowjetunion und ab 1941 zum Generalgouvernement, ab 1945 wieder zur Sowjetunion, heute zur Ukraine.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Розпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 718-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Львівської області
  2. Anna Czapla: Nazwy miejscowości historycznej ziemi lwowskiej [Die Namen der Ortschaften des historischen Lemberger Landes]. Towarzystwo Naukowe Katolickiego Uniwersytetu Lubelskiego Jana Pawła II, Lublin 2011, ISBN 978-83-7306-542-0, S. 10, 56 (polnisch).
  3. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
  4. Główny Urząd Statystyczny: Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Tom XIII. Województwo lwowskie. Warszawa 1924 (polnisch, online [PDF]).

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