Eisenhüttl

Eisenhüttl (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Eisenhüttl
Basisdaten
Pol. Bezirk, BundeslandGüssing (GS), Burgenland
GerichtsbezirkGüssing
Pol. GemeindeKukmirn
Koordinaten47° 6′ 19″ N, 16° 11′ 57″ Of1
Höhe249 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft144 (1. Jän. 2022)
Fläche d. KG6,62 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer00055
Katastralgemeinde-Nummer31007
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Bgld
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144

BW

Eisenhüttl ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Kukmirn im Bezirk Güssing im Burgenland.

Geografie

Das nördlich von Kukmirn liegende Dorf befindet sich am Zickenbach und wird von der Landesstraße L108 erschlossen.

Geschichte

Die erste Erwähnung des Ortsnamens befindet sich in einem Urbar aus dem Jahre 1576. Der Ort wurde in der Zeit nach den Türkenkriegen mit kroatischstämmiger Bevölkerung besiedelt. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Eisenhüttl zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Holzhändler, eine Mühle, ein Tischler und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[1] Bis zur Eingemeindung nach Kukmirn am 1. Jänner 1971 war der Ort eine eigene Gemeinde.[2]

Siedlungsentwicklung

Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Eisenhüttl insgesamt 75 Bauflächen mit 54.767 m² und 130 Gärten auf 111.864 m², 1989/1990 gab es 86 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 132 angewachsen und 2009/2010 bestanden 141 Gebäude auf 289 Bauflächen.[3]

Bodennutzung

Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 291 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 330 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 284 Hektar Landwirtschaft betrieben und 342 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 241 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 358 Hektar betrieben.[3] Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Eisenhüttl beträgt 36,4 (Stand 2010).

Sehenswürdigkeiten

Ein aus dem Jahr 1836 stammender Getreidekasten, der innen mit Lehm ausgekleidet ist, befindet sich heute im Österreichischen Freilichtmuseum in Stübing.

Naturschutz

Die Feuchtwiesen nördlich des Ortes wurden im Jahr 1991 unter dem Namen Auwiesen Zickenbachtal unter Naturschutz gestellt.

Weblinks

Commons: Eisenhüttl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 10
  2. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 2. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 28. August 2021
  3. a b BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)

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